Gutes von Gestern – Wie man höflich rülpst und andere Tipps aus über 1000 Jahren

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Gestern. All der Ärger scheint so weit weg. Heute? Die Verrohung der Sitten greift um sich. Kaum einer hält mehr an sich, auch wenn er es vermeiden kann. Sodom und Gomorrha wo man steht und geht! Naja, malen wir den Teufel nicht an die Wand. Obwohl man schon gern mal seinem smartphone-affinenen Gegenüber die Leviten lesen möchte, wenn es wieder unerwartet piept und brummt. Dann müsst der aber erstmal googeln, was Leviten sind, wo man sie bekommt und wie hoch die Versandkosten sind. Außerdem ist Lesen eh nicht sein Ding, wenn er mehr als hundertsechzig Zeichen lesen muss.

Für alle denen die „Hundertsechziger-Regel“ am Allerwertesten vorbeigeht, die also wissen, dass man im Falle eines Husten an eben dieser Stelle, mal kurz den Raum verlassen könnte, sollte, müsste … für all diejenigen hat Elizabeth P. Archibald ihr aus Jahrhunderten gesammeltes Wissen zusammengetragen. Kein Ratgeber á la „was die Oma noch wusste“, sondern ein amüsanter Streifzug durch die Sitten der Vergangenheit.

Es ist wie beim Auto. Heute nehmen Computer beim Fahren dem Fahrer den gesamten Fahrspaß. Assistenten regeln alles, so dass man fast geneigt ist sich zurückzulehnen und sich wecken zu lassen, wenn man angekommen ist. Selbst ist der Mann? Kaum noch möglich! Ältere Modelle fahren auch. Und das gar nicht mal so schlecht. Vielleicht ein paar Zipperlein, aber die kann man selbst beheben.

Einige der Ratschläge sind einfach nur zum Schmunzeln. Man stelle sich vor, dass im Wasserbett Bettwanzen hausen. Nicht schön! Aber der Ratschlag Schießpulver auf der Lagerstatt zu verteilen, und es dann auch noch anzuzünden, ruft im besten Falle die Versicherung auf den Plan. 1777 sah man das halt noch anders…

Hilfreicher und zeitlos zugleich ist dagegen der Tipp wie man nüchtern wird. Aber Achtung: Wie alles Gute gibt es auch hier einen Haken. Im „Booke of Pretty Conceits“ aus dem Jahre 1612 wird es genau beschrieben. Hier die Kurzfassung: Den Intimbereich in Essig baden. Soll helfen. Viel Spaß beim Vorspiel und erst recht danach! Dann klappt’s auch wieder mit den Mädels. Wie man die beeindruckt, wurde schon in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts niedergeschrieben. Kleiner Tipp: Tanzen.

Der Autorin gilt der uneingeschränkte Dank all jener, die sich kultiviert durch das moderne Leben schlagen wollen, die ihre Geschichte und Kultur – und die von Anderen – achten und wirklich in Ehren halten. Keine Spinner, die die Vergangenheit verteufeln und als Sinnbild des Schlechten anprangern. Die Autorin kam durch Zufall auf dieses Thema. Beim Stöbern in alten Schriften traf sie auf Ratschläge aus längst vergessenen Zeiten. Als Historikern in Baltimore ließ sie aber das Thema nicht los. Sie startete einen Blog und schon kam die ersten Anfragen zu Sitte und Anstand. Wie anständig, dass sie die hehre Tradition des Buchdruckes nicht in Vergessenheit geraten lässt und die hilfreichsten Tipps in einem, diesem Buch zusammengetragen hat.

Lippen abwischen und lächeln

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Die (erste) Frage lautet: Ist das Alltägliche buchtauglich? Ja, wenn … der König (mit Rädern unten dran) der deutschen Vokabular-Maximalanwendung sich an Werk macht, dann schon. Und nun das Best of… seiner Texte, die prachtvollsten aus diesem Jahrtausend und ein paar von früher. Jeder Text ein Schenkelklopfer für den aufgeklärten, modernen Leser. Max Goldt zwingt den Leser nicht unbedingt zwischen den Zeilen zu lesen. Er ist da ganz offen. Jeder kann lesen, was er sich ausgedacht hat.

Er legt den Finger in die Wunde der Kleinbürger. Die scheinbar geregelte Welt der Spießer und Möchtegern-Großbürger in Ost und West. Könnten Bienen fliegen, dann wäre dieses Buch die unabdingbare Alternative zum verschnupften Herbstwetter mit all seinen Unbilden. Die Zeiten, in denen „betrunkene Frauen“ per „Kaiserschnitt“ das „schimmlige Brot“ „aus dem Leibe der Erde gerissen“ wurde, sind vorbei. Es überwiegt die Faszination, was man alles aus dem Alltäglichen ziehen kann, um es in Buchform zu veröffentlichen.

Max Goldt ist weit entfernt von Banalitäten. Doch man muss sich auf die Texte einlassen können. Von gesponserten Ausflügen in die Wüste bis zu S-Bahn-Fahrten hat Max Goldt alles in diesem Buch versammelt, was man heutzutage alles machen kann. Und an allem findet er was Spannendes, Berichtenswertes. Er redet von planvoller Zeitvergeudung, Coolness-Handicaps bei Paul McCartney oder redundantem Meinungsausfluss, pardon Meinungsausfluß. Auf das ß legt er besonderen Wert.

„Lippen abwischen und lächeln“ ist nichts anderes als das gesunde, regionale Produkt, das unser eingefahrenes Leben mit einem Schuss gutem Gewissen – endlich mal was Gutes zu lesen – aus dem Angeln hebt. Kleine Appetithäppchen, die schnell süchtig machen. Dieses Buch reicht, um den Herbst zu überstehen. Erst einmal durchlesen, dann Stück für Stück noch einmal lesen und dann noch einmal und … Und nicht vergessen: „Lippen abwischen und lächeln“!

Ein Zimmer im Hotel

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Na, Urlaub gut überstanden? Erholt? Gut. Und, sind noch irgendwelche Erinnerungen präsent? Von romantischen Sonnenuntergängen, besonderen Erlebnissen, erhabenen Eindrücke. Oder überwiegen immer noch die Unannehmlichkeiten in der Unterkunft? War es zu laut? Zu schmutzig? Das Bett zu hart oder zu weich?

David Wagner erhielt 2013 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik für „Leben“, seitdem reist er viel. Und er übernachtet logischerweise im Hotel. Fast scheint es als ob er nicht genügend Zeit hat sich die Städte anzuschauen, und deswegen seinen Fokus auf die Schlafstätten richtet. Wie sind sie eingerichtet? Wie weit kann man im Teppich versinken? Welche anderen Annehmlichkeiten der Heimwehabwehr bieten die Hotels?

Nur wenn die Hotels nicht so viel hermachen (Qualitätsmerkmal Bleistift statt Kugelschreiber als Schreibgerät), lässt er sich von der Umgebung vereinnahmen. Jedes einzelne Hotel ist benannt, inkl. Ortsangabe. Eine Einladung zur persönlichen Inspektion. Im Anhang sind die Besuchsdaten vermerkt.

Nun reist man von Hier nach Da, erlebt so manche Rare oder auch Erwartete. Doch Hotelzimmer studieren zu können, ist nur wenigen vorbehalten. David Wagner nimmt sich die Zeit, um die Unterschiede aus der Masse herauszuschälen. Von wegen Globalisierung! Der Einheitsbrei der Hotelerie trifft nur diejenigen, die mit Scheuklappen durch die Gänge schlurfen. David Wagner hat immer sein Schreibuntensil gespitzt, sei es nun ein Kuli oder ein Bleistift. Er genießt den Luxus des Gastes, Früchte in Hülle und Fülle – oder eben nicht, betrachtet die Wandgestaltung – oder eben nicht, ergötzt sich an der Möbelgestaltung – oder eben nicht. Mal witzig, mal nüchtern zeigt er dem Leser die unterschiedlichsten Logis-Bauten von Oslo bis Turin, von Tartu bis Barcelona, von Peking bis Cambridge.

Wer selbst viel reist, dem kommt einiges bekannt vor. Auf manches wird man erst bei der Lektüre gestoßen. Wer achtet schon auf die Motivwahl der Bodengestaltung?

Egal, ob Whirlpool  in der Junior-Suite oder fehlender Stift im Zimmer – David Wagner bewertet die Unterkünfte nicht. Er stellt fest, freut sich über Kleinigkeiten wie ein Bonbon als Abschiedsgeschenk. Was in dem einen Hotel für einen zufriedenen Gesichtsausdruck sorgt, wird anderswo als normal hingenommen. Was dort fehlt, wird hier nicht als Verlust gewertet.

Dieses kleine Büchlein ist die Bettlektüre für alle Hotelbettenbewohner dieser Welt. Das zum Volkssport verkommene Kritiküben ist für all diejenigen vorüber, die sich an diesem Buch nicht sattlesen können.

Ein Sack Kopfnüsse

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Autsch, das tat weh! 9. Juli 2006, eine lauschige Sommernacht. Für Zinedine Zidane eine hitzige Nacht. Mit der wohl berühmtesten Kopfnuss setzte sich die Fußball-Legende auch in den Köpfen derer fest, die sonst nicht allzu viel mit Fußball zu tun haben (wollen). Zehn Jahre hat es gedauert bis Kopfnüsse wieder salonfähig wurden, allerdings ohne Schmerzen zu verursachen.

Rätsel zu lösen war schon immer ein besonderer Genuss. Egal welcher Herkunft, welchen Standes man war, des Rätsels Lösung zu finden, gab manch öder Runde den gewissen Kick. Bis heute sind Rätselclubs oder Krimidinner gut besuchte Veranstaltungen. Dieses kleine – nun aber wirklich nicht unauffällige – Büchlein sorgt für so manche Nuss, die es gilt im Kopf zu knacken. Das Knifflige: Die Rätsel haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, so dass man also nicht vorhersagen kann, ob denn nun ein einfaches oder ein schwieriges Rätsel kommt. Oft ist die Lösung so nah, oft scheint sie nur zum Greifen nah. Die Rätsel reichen von Rechenaufgaben wie die von den neun Goldklumpen, von denen einer unecht und schwerer ist als die Anderen (und man nur zweimal wiegen darf) über die Altersbestimmung eines Leguans bis hin zu logischem Denksport, wenn es darum geht Verhältnisse zu errechnen.

Das Besondere an diesem Buch ist neben den einhundert „diabolischen Knobeleyen“ die besonders liebevolle Gestaltung. Wie ein Schatz aus der Truhe vom Dachboden, die Opi damals von seinen Reisen mitgebracht hat. Ein bisschen angeknabbert, mit vergilbten Klebestreifen und Bildern, die „heute so gar nicht mehr hergestellt werden“. So manche Abbildung erinnert an die Zigarettenbilderalben, die bis heute einzigartig nostalgische Stimmung verbreiten.

Schon das Durchblättern macht einen Riesenspaß. Doch schon bald muss man die ersten Rätsel lösen. Kurz und knackig sind die Kopfnüsse, die die teils exotischen Tiere in diesem Buch dem Mastermind bereiten. Tränen werden fließen, wenn man die Rätsel wieder und wieder durchliest und einfach nicht den roten Faden aufnehmen kann, der das Wollknäuel entwirrt. Keine Angst: Hilfe naht am Ende des Buches. Die Lösungen stehen in einem separaten Heftchen, das in die letzte Umschlagseite eingeschoben ist.

Der Weg zum Schafott

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Du sollst nicht töten! Für dieses hehre Gebot bedarf es keiner Religion, sondern „nur“ gesunden Menschenverstand. Und doch betrachten sich eine Minderheit als Richter über den Tod. Allein 2015 wurden eintausendsechshundertvierunddreißig Todesurteile vollstreckt. Aus China liegen keine genauen Angaben vor. Amnesty International geht von einer Zahl über eintausend aus. Was die 1634 sich fast schon verdoppeln lässt.

Der Staat dient dem Wohle den Volkes und der Gemeinschaft. Er erlässt Richtlinien des Zusammenlebens. Rund zwei Dutzend Staaten bzw. deren Vertreter nehmen sich die Freiheit darüber hinaus auch Richtlinien zur Beendigung des Lebens auszuformulieren und umzusetzen. In einer Zeit, in der das Wort Aufklärung fast schon antiquiert klingt, sollten derart kurzsichtige Entscheidungen wie die Todesstrafe (und vor allem deren Umsetzung) eigentlich in der Mottenkiste ruhen. Doch selbst – nach allgemeinem Sprachgebrauch – hoch entwickelte Länder wie die USA vollstrecken in einzelnen Bundesstaaten noch die Todesstrafe. Getreu dem Motto „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ werden statistisch täglich mindestens vier Menschen mit dem Segen des Staates ermordet. Mord, weil ein Vorsatz vorliegt. Es sind Mörder, die zum Schafott, zur Giftspritze, zum Galgen geführt werden. Bis ins vorletzte Jahrhundert waren Hinrichtungen noch Opium fürs Volk. Eine Art Rummelplatz mit einer Niete und mehreren Gewinnlosen.

Doch schon immer gab es mahnende Stimmen, die sich gegen die Barbarei des staatlich sanktionierten Mordes wanden. Dass Angehörige von Opfern (vorschnell) dazu neigen das ihnen widerfahrene Unheil gleichermaßen auszugleichen, ist emotional verständlich, rechtfertigt es aber in keinster Weise.

In diesem Buch kommt Koryphäen der Weltliteratur wie Victor Hugo, Charles Dickens oder Fjodor Dostojewski zu Wort. Hugo gibt einem zum Tode Verurteilten eine Stimme, in dem er dem Leser sein (fiktionales?) Leid klagen lässt. Er weiß um seinen Todeszeitpunkt. Elitär und doch irgendwie auserwählt fühlt er sich dabei gar nicht.

Der italienische Aufklärer Cesare Beccaria – damals war das Wort keine Floskel, eher revolutionär – hatte sich schon Mitte des 18. Jahrhunderts als einer der ersten gegen die Todesstrafe gestellt. Wie aktuell seine Worte heut noch klingen…

„Der Weg zum Schafott“ ist keine Anklage, es ist Argumentationsgrundlage und –hilfe für alle, denen Tötungsdelikte, besonders von staatlicher Seite, gegen das Gewissen gehen. Charles Dickens Briefe an den Herausgeber der Daily News und die Erzählung von William Thackeray (beide aus den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts) wurden für dieses Buch erstmals ins Deutsche übersetzt. Es keimt kein Hass beim Leser auf. Es ist ein zustimmendes Kopfnicken, gefolgt von einem verständnislosen Kopfschütteln. Zustimmung für die Argumente der Gegner und Kopfschütteln darüber, dass es immer noch Kleingeister gibt, die meinen, dass mit dem „Kopf ab“ alle Schuld gesühnt ist. Ein nützliches Buch, ein hilfreiches Buch, ein wichtiges Buch!

Anton zaubert wieder

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Den Täter zieht es immer wieder an den Ort des Verbrechens zurück. Alte Kriminalistenweisheit. Auch Willa Stark zieht es wieder zurück. Nach Köln. Doch sie ist keine Täterin, vielmehr fühlt sie ihnen auf den Zahn. Sie ist Ermittlerin. Endlich wieder Heimatluft schnuppern. Wieder daheim. In Graz. Und nun können ihre ehemaligen Kollegen nicht mehr ohne sie. So manch einer fühlt sich bei so viel Begehr gebauchpinselt. Doch der Fall liegt etwas anders.

Die Kölner Ex-Kollegen haben einen vermeintlichen Mörder gefasst. Anton. Doch der hat nichts anderes zu tun als zu schweigen. Kein Wort kommt über seine Lippen. Erst als Willa Stark den Verdächtigen vernimmt, der schon als Kind so gern und so eindrucksvoll zaubern konnte, ist die Teilnahmslosigkeit des Delinquenten verflogen. Hier in Köln, der Stadt, die ihr einst Asyl bot und sie wieder ausspuckte wie ein von Geschmack befreites Kaugummi, ist sie ein willkommener Gast. In Graz, wo sie zuhause ist, sich geborgen fühlen sollte, war sie nie so recht angekommen. Und nun Anton! Der hat was. Willa gerät in einen gefährlichen Strudel aus Gefühlen und Pflichterfüllung.

„Anton zaubert wieder“ ist Willa Starks dritter Fall von Isabella Archan. Sie schickt ihre Heldin durch ein Labyrinth aus sich falschen anfühlenden Emotionen und realer Familienbande. Willa ist immer noch nicht hinweg über den Verlust des Onkels. Der war, als sie noch jung war, verschwunden. Von heut auf morgen. Doch nicht einfach so. Verschwunden ist auch nicht der richtige Begriff. Eingefahren trifft es eher. Als Mörder verurteilt. Die Familie zurückgelassen. Allein ohne Auffangnetz. Und Willa rutschte immer mal wieder durch die Maschen.

Und nun? Anton, der Mörder als Objekt der Begierde? Und der Onkel steht auch wieder vor der Tür. Isabella Archan mach es Willa Stark nicht einfach ihrem Nachnamen alle Ehre zu machen. Denn auch der Frauenmörder bleibt nicht untätig…

Was Willa Stark nicht weiß, ist, dass sie genau beobachtet wird. Vom Leser. Rundum-Betreuung an Bord der MS Willa Stark. Ständige Animation unter Leitung der Autorin garantiert, mit eigenwilligem und exzellent organisiertem Unterhaltungsprogramm.

Stempelset mit Anhängern

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Das Schönste an der Weihnachtszeit ist die Vorfreude. Kindern die Zeit bis es endlich soweit ist zu verkürzen, grenzt an eine Marathonaufgabe. Basteln, ja. Aber wo anfangen? Und wo aufhören. Was dieses Jahr unterm Baum liegen wird, muss jeder für sich selbst entscheiden. Da helfen weder Ratgeber noch kluge Sprüche. Aber um das stilvolle Verpacken muss man sich keine Sorgen mehr machen. Selbst gestaltete Geschenkanhänger werden immer honoriert.

Einfach mit dem Stempelstift die entsprechenden Stellen des Stempels übermalen, langsam den Stempel auf die Anhänger drücken und fertig ist ein persönlicher Gruß.

Dieses Stempelset bietet sechs verschiedene Motive Geschenkanhänger zu kreieren. Angefangen vom weihnachtlichen Rudolf-Motiv, der mit der roten Nase, bis hin zum „Für… Von“-Stempel. Die Macher haben sich richtig was einfallen lassen als sie den zweifarbigen Stempelstift dem Stempelset beigelegt haben. Denn so kommt Farbenfreude auf! Grün und Rot sind nunmal die Farben der Saison.

Im Set sind außer den sechs Stempeln und dem zweifarbigen Stempelstift noch je sechs Geschenkanhänger in zwei Größen.

Kaleidoskop

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Für die Einen ist es die ungewöhnlichste (und gesündeste) Art einen Trip zu erleben. Für Andere ist es einfach nur eine Kindheitserinnerung. Für Dritte, und das ist die wichtigste Gruppe, ist es Farbenspaß par excellence: Das Kaleidoskop. Die beruhigende und zugleich aufwühlende Farben- und Formenvielfalt, wenn man durch das kleine Loch durchschaut, ist für Kaleidoskop-Neulinge ein nie versiegender Quell der Freude. Allen anderen geht es nicht anders. Sind das nun Blüten oder doch strenge geometrische Formen?

Fast schon gedankenverloren dreht man das vordere Ende, immer wieder entstehen neue Bilder vor dem eigenen Auge in Blau, Rot, Rosa, Grün. Ein Farbenrausch ohne Reue verursacht Kichern, breites Grinsen und regt zum Entschlüsseln der Formen an.

Fein und festlich

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Das kennt jeder: Weihnachten steht vor der Tür. Es sind nur noch ein paar Wochen, und man hat keine Ahnung, was auf den Tisch kommt. Die Kochbücher geben auch nicht so richtig was her. Alles schon mal dagewesen. „Fein und festlich“, was gut gern noch durch das Wörtchen „Dein“ ergänzt werden kann, bietet dreißig Möglichkeiten die Advents- und Weihnachtszeit lukullisch auf originellem Niveau zu bereichern.

Mal Zutaten kombinieren, die auf den ersten Blick zu zusammenpassen, wie Rehbraten mit Esskastanien und Schokoladensauce oder gebratenen Seeteufel mit Speck und Herbsttrompeten, einer Pilzsorte. Wer’s ganz exquisit mag, greift zur Foie gras mit Feigen und Honigkuchen. Wenn noch was von der Foie gras übrig sein sollte, macht man aus den Resten Häppchen mit Zwiebel-Konfitüre. Eine Topinambur-Velouté mit Jakobsmuscheln klingt schwieriger als zuzubereiten ist. Opinambur-Knollen und Kartoffel schälen, würfeln und mit Milch aufgießen. Mit Vanille und aufkochen. In der Zwischenzeit die Jakobsmuscheln anbraten (wie sie richtig gelingen, steht natürlich auch im Rezept, wird aber an dieser Stelle nicht verraten). Würzen, alles zusammengeben und voilá: Fertig ist das schmackhafte Festmahl, das so einfach ist. Resteverwertung deluxe verspricht der Kartoffel-Apfel-Salat mit Trüffel. Oder auch Scampi in Champagne-Creme. Als Sättigungsbeilagen gibt es Pürees aus Sellerie, Süßkartoffeln, Pastinaken oder Kürbis.

Dass ein so kleines Buch so vielfältig und nachhaltig den Gaumen erfreuen wird, ist selten. Auf jeder Seite kommt man schon beim puren Durchblättern in Weihnachtsstimmung. Man kann es kaum erwarten, endlich das eine oder andere Rezept als Weihnachtsüberraschung zu kredenzen. „Oh, es riecht gut. Oh, es riecht fein“, wird schnell zum Küchencoral, wenn es an die Zubereitung geht.

Ob als Nachtisch oder als Belohnung für den Koch gibt es Trüffelpralinen, mit Kokosraspeln, Rum oder Pfeffer. Dieses Jahr gibt es keine Ausreden, wenn es um das Weihnachtsmenü geht. Dreißig Rezepte, die entweder gekonnt abgewandelt oder neu interpretiert oder eigens fürs Fest kreiert wurden. Einzig allein Entscheidungsunfreudige werden sich an diesem Buch die Zähne ausbeißen. Da gibt es nur eine Lösung: Seite für Seite nachkochen, nachbacken und genießen!

24 Winterwohlfühlrezepte

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Es klingt schon fast wie eine magische Zahl: Vierundzwanzig. Jetzt weiß jeder, dass die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken, in absehbarer Zeit Schnee fällt und rote Mäntel Mangelware werden. Hardcore-Romantiker krallen sich krampfhaft an Tassen mit heißen Getränken fest und mummeln sich in weiche Decken ein. Beim Blick aus dem Fenster graut’s einem: Dicke, fette Wolken, verschleiern den Horizont, ein (im besten Fall leichter) Wasserfilm liegt über der Natur. Das Licht am Ende des Tunnels lässt so manchen auch diese ungemütliche Zeit überstehen. Weihnachten steht noch nicht ganz vor der Tür, aber bald bevor.

Und schon beginnt der Stress. Was kochen? Wie dekorieren? Wen womit beschenken? Nur allzu gern lässt man sich von Hektik leiten und den eigentlichen Sinn von Weihnachten hinten anstehen. Zumindest, was das Kochen betrifft, gibt es Abhilfe. Und das gleich – Achtung, it’s magic – vierundzwanzig Mal!

Die Adventszeit dauert nur ein paar Wochen. Da fühlt man sich schon ein wenig unter Druck gesetzt, will man sich und seinen Lieben die Zeit des Wartens so außergewöhnlich gestalten wie nur irgendwie möglich. Das schnöde Frühstücksei ist passé. Ebenso der Toast am Morgen. Jetzt gibt es Maronenwaffeln. Vielleicht nicht unbedingt zum Frühstück – schließlich werden die Waffeln mit Puderzucker karamellisiert und mit Calvados abgelöscht. Zur Stärkung einen orangenglühwein gefällig? Oder doch lieber was Herzhaftes wie ein Nudelgratin mit Kürbis, Tomaten und Ziegenkäse? An dieser Stelle dieser ungewöhnlichen Rezeptesammlung ist noch nicht einmal Nikolaustag. Und schon läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Ungewöhnlich ist das Buch auch wegen der Aufmachung. Kein Buch, das man von links nach rechts durchblättert. Wie ein Kalender – gerade zur Weihnachtszeit ein beliebter Artikel, nicht nur bei Kindern – schlägt man Seite für Seite um.

Neben Klassikern wie Bratapfel (hier verfeinert mit Ingwer) stehen auch traditionelle, fast schon vergessene Zutaten und Rezepte auf dem Plan,  Pastinaken und Jakobsmuscheln stehen so selbstverständlich neben- bzw. hintereinander wie heiße Schokolade und Apfel-Cidre-Tarte. Weihnachten wird vielleicht nicht weißer oder schneesicherer durch dieses Buch. Aber es wird weihnachtlicher, genussvoller und zufriedener.