Thomas Cook – Pionier des Tourismus

Mundt-ThomasCook-9783867644969_sachbuch

Biographien erfolgreicher Unternehmer bergen immer einen Schuss Spaß und Verwegenheit in sich. Wer erfolgreich war, ist und sein will, muss ungewöhnliche Wege beschreiten. Mit dem Lehrbuch im Kopf hat es noch keiner ganz an die Spitze geschafft. Man sollte das Lehrbuch jedoch unterm Arm tragen. Gewisse Regeln kann man dehnen, aber nicht brechen.

Wer heutzutage eine Reise im Reisebüro bucht, reist oft mit Thomas Cook. Der Reisekonzern gehört zur ersten Liga der Reiseveranstalter. Der Firmenname geht auf Thomas Cook zurück.

Im 19. Jahrhundert waren Reisen nur der elitären Schicht vorbehalten. Als kleiner Junge, der schon früh den Vater verlor, kamen Reisen für den kleinen Thomas nicht in Frage. Als Wanderprediger zog es ihn zwar in die – für ihn – große weite Welt hinaus. Doch als Reisen wie wir es heute kennen, kann man das nicht gerade bezeichnen. In einer kleinen Gemeinde bleibt der Baptistenprediger Cook hängen, heiratet und gründet eine Familie. Noch immer deutet nicht auf Fernweh und Erholung hin. Das Leben von Thomas und Marianne Cook ist geprägt von der Bibel und dem Kampf gegen den Alkoholismus. Beide – Thomas und Marianne – unterzeichneten sogar eine Absichtserklärung dauerhaft dem Alkohol zu entsagen.

Er schloss sich der Bewegung der Temperenzler an. Diese verteufelten den Alkohol wo und wann immer sie konnten. Erste Ausflüge in die nähere Umgebung dienten dazu potentiellen „Alkoholzusprechern“ davon abzuhalten sich zu betrinken. Alkoholismus war im England des 19. Jahrhunderts ein echtes Problem. Kinder wurden schon früh zur Arbeit gezwungen. Im Erwachsenenalter waren sie körperlich derart kaputt, dass sie zur Arbeit kaum noch taugten und am Rande der Gesellschaft ein trostloses Leben führen mussten.

Der Erfolg der Reisen spornte Thomas Cook an. Aus dem Prediger wurde ein Unternehmer. Seine Reisen waren günstig und begehrt. Mit dem heutigen Geschäftsmodell haben seine Anfänge aber nur wenig zu tun.

Heute würde Thomas Cook nur den Kopf schütteln über die Pauschaltouristen in den Erholungszentren dieser Welt: Alkoholexzesse am Ballermann, rüdes Benehmen gegenüber Personal – das war es nicht, was Thomas Cook im Sinn hatte als er seine Firma im Geschäftsleben etablierte.

Die Biographie Thomas Cooks ist voll mit historischem Wissen, Anekdoten und Zusammenhängen, die heute als gegeben hingenommen werden. Jörn W. Mundt gelingt der Spagat zwischen spannender Reiselektüre und historischen Fakten. Lesenswert für alle, die beim Reisen gern mal nach links und rechts schauen.

Sieben Tage

Sieben Tage

Bennie Griessel ist zurück. Ohne Alkohol, ohne Ehefrau, aber mit Elan und einem kniffligen Fall. Gerade als er mit seiner neuen Eroberung Alexa Barnard auf einer Party ist, wird er ins Polizeirevier gerufen. Ein Heckenschütze hat seine Androhung wahr gemacht und einen Polizisten das Knie zerschossen. Sieben Tage bleiben Zeit, um den Mord an Hanneke Sloet noch einmal aufzurollen und den Mörder anzuklagen. Sieben Tage, und an jedem Tag soll auf einen Polizisten geschossen werden.

Hanneke Sloet war Anwältin. Kurz nach Neujahr war sie in ihre neue Wohnung gezogen. Die Kisten waren noch nicht einmal komplett ausgepackt, da wurde sie erstochen. Mit einem riesigen Messer. Tag Eins vergeht, ohne auch nur den Ansatz einer Spur. Privat muss sich Griessel auch um Alexa kümmern. Die hatte einen schweren Alkoholrückfall. Bennie Griessel kennt. Denn auch er ist trockener Alkoholiker, seit neun Monaten trocken. Alexa war es vier Monate.

Als Wirtschaftsanwältin war Hanneke Sloet für Firmenfusionen zuständig. Sie hatte sich hochgearbeitet, war Teilhaberin der Kanzlei, in der sie nach ihrem Studium anfing zu arbeiten. Bennie Griessel inspiziert der jungen Anwältin, einen Tag zuvor hatte er sich die Akten angesehen. Und die Mails des Heckenschützen. Keine Zeit, um zu verschnaufen. Der Absender droht mit weiteren Opfern, deutet Korruption innerhalb der Behörden an und schimpft auf Kommunisten. Auch der zweite Tag geht ergebnislos vorüber. Außer, dass wieder ein Polizist angeschossen wird…

Immer wieder diese Zeilen: „Ihr wisst, wer der Mörder ist“. Bennie Griessel gehen diese Anspielungen nicht aus dem Kopf. Ein Irrer? Oder ist was Wahres an dem dran, was in den Mails steht. Nach und nach kommen Griessel und sein Team einem Komplott auf die Spur…

Für dieses Buch benötigt man keine sieben Tage – man verschlingt es auf einmal. Deon Meyer hat sich bei seinen Recherchen zu diesem Fall von der südafrikanischen Polizei schulen lassen, so dass er selbst als Ermittler am Kap arbeiten könnte. Sein Detailwissen verblüfft. Den Spannungsbogen, den er zieht, fesselt den Leser.

Zarathustras Feuer

Zarathustras Feuer

Es gibt Bücher, über die spricht man nicht. Man liest sie! Dazu gehört auch „Zarathustras Feuer“. Begriffe wie Arier, Zarathustra und Zoroastrismus sind ab sofort nicht mehr nur Fremdworte und falsch verwendete Begriffe (die Arier haben so viel mit Deutschland und „nordischer Kultur“ zu tun wie die FIFA mit Antikorruptionsbemühungen). Bijan Gheiby ist, wenn es um Persien und Iran geht, der erste Ansprechpartner. Sein nie enden wollendes Wissen um die Kultur des persischen Raumes, ist ein wahrer Schatz, den er dem Leser in seiner ganzen Sprachgewalt zur Verfügung stellt.

Also sprach Bijan Gheiby, dass ca. 900 Jahre vor der Zeitenwende die Iraner sich dort niederließen, wo sie auch heute noch leben. Zirka dreihundert Jahre später wurde Zarathustra geboren. Ja, genau der, der von Friedrich Nietzsche in den germanischen Sprachraum gebrüllt wurde und in so manchem Film als Zitategeber herhalten muss. Wer beispielsweise aus „Kap der Angst“ Robert De Niros genialen Monolog kennt, dem ist die Thematik des Buches ansatzweise geläufig. Doch mit dem „er steht nicht über mir und ich nicht unter ihm“ ist lediglich ein klitzekleiner Grundstein zum Zugang des Buches gelegt. Besser als gar keiner!

Die Vermischung von Mystik und Realität machen es Forschern wie Bijan Gheiby (das gh wird übrigens wie ein r in richtig gesprochen, allerdings nicht so sehr gerollt) einfach und schwer zugleich ihre Forschungen ins rechte Licht zu rücken. An dieser Stelle sei das „Apropos: rechtes Licht“ verkniffen – dafür gibt es die erstklassiges Dokumentation „Die Arier“ von Mo Asumang, die derzeit für Furore sorgt.

Bijan Gheiby beweist mit diesem Buch einmal mehr, dass er ein hervorragender Kenner seiner eigenen iranischen und persischen Kultur ist. Ein spannendes Buch, das Kulturgeschichte zweifelsfrei dem Leser beibringt. Zahlreiche Abbildungen und Grafiken erleichtern das Verständnis eines schwierigen Stoffes, der, wenn man ihn dank Bijan Gheiby verstanden hat, die Augen für das Große und Ganze öffnet.

Die schönsten Berliner Kieze

Die schönsten Berliner Kieze

Ein Kiez, eine Nachbarschaft, eine Ecke, ein Viertel lebt von seinen Menschen. Ein Buch über Kieze lebt von den Geschichten und den Bildern. Erst, wenn all diese Bedingungen erfüllt sind, wird ein Kiez ein Kiez du eine Buch über einen Kiez ein echt sehenswertes Buch. Sebastian Pietrich hat die Geschichten gefunden, Jürgen Henkelmann die Kieze fotografiert – also alles in Butter? Alles in Butter! Der Verlag Elsengold lässt in Buchform Goldenes auf den Leser herabregnen. Wie Goldmarie fühlt man sich auf den reichlich 120 Seiten. So originell wurde Berlin noch nie dargestellt.

Um es vorwegzunehmen: Hier gibt es keine Kreuzberger Nächte, keine Ku’damm-Flaneure und Wilmersdorfer Witwen. Die beiden gehen in die Tiefe der Stadtteile. Dorthin, wo man lebt, sich nicht vom Schickimicki des „Da-Muss-Ich-Hin“-Hypes anstecken lässt. Hier ist die Spree ein Fluss und nicht Beiwerk zur Metropole. Hier ist der Kneipenwirt näher als das Modeloft der hippen Designer. Hier spricht man die Sprache, die Außerkiezische nicht verstehen.

Ob Savignykiez mit der legendären „Paris Bar“, an der Otto Sander immer an seinem Stammplatz seinen Wein genoss, oder die rote Insel in Schöneberg, die auf den Gebeinen der Ahnen entstand oder SO 36, wo der Klassenkampf noch immer spürbar ist.

Die außergewöhnlichen Stadtrundgänge zeigen das wahre Berlin, abseits von Shoppingerlebnissen „der besonderen Art“. Beim nächsten Hauptstadtbesuch sollte dieses Buch zumindest vorher einmal durchgeblättert werden. Der Appetit kommt beim Lesen und Kieken!

Krabbelkäfer Entdecker-Koffer

Krabbelkäfer Entdeckerkoffer_1

So werden Entdecker auf die richtige Fährte gelockt! In diesem Koffer ist alles, was man so braucht die Welt um einen herum zu erkunden. Mit der Lupe suchen die kleinen Forscher die Umgebung ab. Mit der Schaufel wird die Erde umgegraben, vielleicht erblickt ein Regenwurm ans Tageslicht. Und ab in den Lupenbecher.

Einen kleinen Käfer fängt man am besten mit dem Becher, Deckel drauf und durch die Deckellupe beobachten. Für bessere Sicht sorgt die zweite Lupe, die man einfach umklappt. Dann werden sogar Marienkäfer zu monströsen Insekten. Die Ergebnisse kann man dann in seinem ersten Expeditionsbuch niederschreiben. Das ideale Geschenk für Neugierige!

Krabbelkäfer Entdeckerkoffer_2 Krabbelkäfer Entdeckerkoffer_3 Krabbelkäfer Entdeckerkoffer_4 Krabbelkäfer Entdeckerkoffer_5

Pocket Quiz – Berühmte Namensgeber

Pocket Quiz Berühmte Namensgeber_1

Wer in der Berliner Straße wohnt, weiß diese wurde nach der deutschen Hauptstadt benannt. Woher die Schillerlocke kommt, ist auch hinlänglich bekannt. Aber dass der Dobermann nach einem Hundefänger benannt wurde, ist nur Wenigen bekannt. Oder welcher große Entdecker ohne Meeresstraße auskommen muss. Und von wem Barbie ihren Namen hat … wer weiß das schon? Alle, die dieses Quiz mit Hingabe spielen, kennen sich ab sofort in der Welt ein bisschen besser aus. Die Rastafari sind von nun an nicht mehr nur Menschen mit endlos langen Haaren, der Edding ist nicht mehr länger nur ein Pseudonym für unendliche Niederschriften und die Philippinen verbindet man ab sofort mit … na, das wird nicht verraten. Selber spielen! Wer die meisten Fragen beantworten konnte, hat gewonnen.

Pocket Quiz Berühmte Namensgeber_2

Kochbox Kids

Kochbox Kids _0

Für ein Kind oder mehrere Kinder zu kochen, ist ein heikles Unterfangen. Der Eine ist keinen Spinat (verständlich), der andere mag dieses komische glibberige Zeug nicht. Immer nur Pommes und Burger oder Spaghetti ist aber auch keine Lösung! Diese Kochbox ist die Lösung für gestresste Eltern! 39 kindgerechte, oft schnell zubereitete Gerichte sind in dieser formschönen Box zusammengestellt. Wie kleine Karteikarten nimmt man eine heraus, und brutzelt einfach drauf los. Denn die Zutaten hat jeder immer im Haus. Von Mousse au chocolate mit Schokolinsen über Zucchini-Flan (klingt nicht gerade wie für Kinder gemacht, schmeckt aber lecker!) und Bananen-Kokospüree bis zu Spinat-Süßkartoffelpüree und dem allseits beliebten Milchreis mit Schaumzucker-Erdbeeren. Da werden auch die Großen öfter mal einen Löffel vom Teller der Kleinen stibitzen.

Kochbox Kids _1

Tangram

Tangram

Ganz schön kniffelig! Tangram ist ein Spiel, das den ganzen Geist beansprucht. Verschieden große Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm müssen nach Vorgaben eine Figur ergeben. Siebenundsiebzig Vorlagen sind auf ebenso vielen Karten vorgegeben. Natürlich ohne dabei zu zeigen wie die Spielsteine gelegt werden müssen. Erstaunlich, was alles daraus entstehen kann! Ein Schwan, ein Sitzender, ein Pfeil, eine Krone … es gibt so viele Möglichkeiten. Eben die angegebenen 77. Vorstellungskraft und Geduld sind elementare Grundvoraussetzungen, die man mitbringen sollte. Die Geduld kommt vielleicht auch erst beim Spiel. Ausprobieren!

Kofferband mit Zahlenschloss

Kofferband mit Zahlenschloss

Ganz schön peinlich: Da steht man auf dem Flughafen, oder hetzt dem letzten Aufruf nach und plumps geht der Koffer auf. Sonnenmilch, Bikini, Schuhe, Shirts, alles purzelt über den peinlich gereinigten Hallenboden. Und das nur, weil das Kofferschloss – warum auch immer – nicht richtig schließt. So ein …! Jeder hat seine bevorzugten Flüche, die er gern hier einfügen darf. Da wäre ein Kofferband, am besten eines mit Zahlenschloss (als zusätzlicher Sicherheitsaspekt) eine willkommene Hilfe. Die Macher der Fernweh-Reihe scheinen die Reiseprobleme zu kennen. Denn dieses Kofferband hält jeden noch so brüchigen Koffer zusammen. Das leicht zu bedienende dreistellige Kofferschloss sorgt bei Sicherheitsbeamten und Reisenden gleichermaßen für Begeisterung. So beginnt oder endet keine Reise mehr auf den Knien.