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Erinnerungen

Ein Buch über zwei Vorbestrafte. Zwei, die es einfach nicht lassen können mit illegalen Aktionen ihre Ziele zu verfolgen. Darf man so was veröffentlichen? Eine provokante Frage! Ja, man darf. Man muss! Denn es handelt sich hierbei nicht um irgendwelche Gauner, Diebe, Trickser oder gar Schlimmeres, sondern um Beate und Serge Klarsfeld. Nazijäger nennt man sie. Dieser Titel erfasst nicht einmal annähernd die Bedeutung der Arbeit der Beiden.

Gerade dem Teenageralter entwachsen, ging Beate Klarsfeld als Au-pair nach Paris. Mit im Gepäck waren Neugier und Schüchternheit, aber auch Charme und Durchsetzungsvermögen. Hier lernt sie auch Serge kennen. Dessen Familie hat die Judenverfolgung in Frankreich miterleben müssen, Serges Vater konnte gerade noch Frau und Kinder verstecken, bevor die Nazis ihn verhafteten, deportierten und in Auschwitz ermordeten.

Vom Ausland aus wird Beates Blick auf die Heimat geschärft. Kurt Georg Kiesinger soll Bundeskanzler werden. Nur wenige haben damals den Mut ihn wegen seiner führenden Propagandatätigkeit im Dritten Reich anzugreifen.  Beates Kampfeswille ist geweckt. Als sie in einer französischen Zeitung zum Widerstand gegen den Kanzlerkandidaten aufruft, wird sie entlassen. Ihre Vorgesetzten berufen sich auf die Statuten des Deutsch-Französischen Jugendwerkes. Einer der Hauptakteure trat am gleichen Tag wie Kiesinger in die NSDAP ein – ein Wink des Schicksals? Doch all das Kämpfen, Aufrütteln und Öffentlichmachen nützt nichts – das Angestelltenverhältnis bleibt aufgelöst. Es müssen andere Methoden her, um auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Serge ist eine der treibenden Kräfte die Kollaboration des französischen Vichy-Regimes mit Nazideutschland publik zu machen. Wie zwei Terrier am zerren die beiden am Hosenbein der Geschichte. Aufdecken als Rache ist es nicht, was die beiden antreiben wird. Gerechtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes ist ihre Triebfeder. Wenn es sein muss – und es muss immer wieder sein! – auch mit illegalen und spektakulären Aktionen. Als Fanal galt und gilt die schallende Ohrfeige für Kiesinger.

Es war die Zeit des Vergessens. Ruhe war eingezogen, und so sollte es auch bleiben. Krieg und Verfolgung waren über ein Jahrzehnt her, doch die Täter waren immer noch unter ihnen. In führenden Positionen, wie unter anderem das Beispiel Kiesinger zeigte. Andere waren geflohen, um sich nicht vor Gerichten verantworten zu müssen. Diese aufzuspüren, ihre Taten lautstark anzuprangern und vor Gericht zu bringen, war von nun an das Lebensziel der beiden. Und ist es bis heute.

Dem Anwalt und Historiker Serge Klarsfeld ist es zu verdanken, dass die Opfer der Nazidiktatur namentlich nicht vergessen werden. Unermüdlich durchforstete er Archive und gab den Hinterbliebenen die Möglichkeit Zweifel und Ungewissheit über den Verbleib ihrer Väter und Mütter, Tanten und Onkel, Söhne und Töchter auszuräumen. Immer wieder kehrte auch der Terror in ihr Leben zurück. Anschläge und Anfeindungen waren Alltag.

Ihre Lizenz zum Jagen erhielten Beate und Serge Klarsfeld von der Humanität. Ihnen wurde in frühen Jahren zum Verhängnis, dass sie vorausschauend wirkten. Erst in jüngster Vergangenheit konnten sie die Früchte ihrer Arbeit ernten. Das Bundesverdienstkreuz für beide und die Kandidatur Beate Klarsfelds als Bundespräsidentin waren mehr als Genugtuung. Es war die nie eingeforderte, doch willkommene Anerkennung ihrer niemals endenden, aufopferungsvollen Arbeit.

Die Erinnerungen lesen sich wie ein Thriller, mal mit gutem, mal mit nicht so befriedigendem Ende. Die Jagd nach Klaus Barbie dem Schlächter von Lyon (in Frankreich verurteilt)  oder Alois Brunner, dem Handlager von Adolf Eichmann (entkommen, aber elend in Syrien gestorben).

Die Parallelen zur aktuellen politischen Lage sind erschreckend. Wortwahl und Zielstrebigkeit der so genannten neuen Rechten sind so eng mit der Zeit des Faschismus in Europa verknüpft, dass man meinen sollte, dass allein der Habitus dieser Querköpfe ausreichen sollte, um sie zu entlarven und zu verteufeln. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Schlag auf den Hinterkopf mit diesem über sechshundert Seiten starken Buch können die Schreie nach der „starken Hand“ von denen, die Barbie, Lischka, Brunner schon vergessen haben, verstummen lassen.

Maria Sibylla Merians Schmetterlinge

Das Jahr begann gleich mit einem Jubiläum, das ohne die vermehrte Nennung nur ein klitzekleiner elitärer Kreis gefeiert hätte: Den 300. Todestag von Maria Sibylla Merian. Ob Videotext, Zeitungen oder Ausstellungsankündigungen – der überwiegende Teil kennt diese Frau nicht (mehr). Doch ihr Werk und ihre Werke sind dann doch bekannt.

Schon als Jugendliche hat sich die wissbegierige Maria mit Schmetterlingen beschäftigt. Doch in ihrer Geburtsstadt Frankfurt am Main oder ihrem zweiten Zuhause Amsterdam waren Schmetterlinge nur in Privatsammlungen und Museen zu besichtigen. Ganz zu schweigen von der Metamorphose der Raupen zu den farbenprächtigen Exemplaren, die fern der Heimat zum Alltag gehören.

Maria Merian interessierte sich nicht nur die Vielfalt der Farben auf den Flügeln der flatterhaften Genossen. Siewollte wissen, wie aus einer unscheinbaren Raupe ein anbetungswürdiges Geschöpf entstehen kann. Zusammen mit ihrer Tochter machte sie sich auf den Weg, auf Expeditionsreise nach Surinam in Südamerika, damals holländische Kolonie bzw. Besitztum der West India Company.

Hier fand sie ihre Erfüllung. Unter dem Vergrößerungsglas entdeckte sie die schuppenartige Struktur der Flügel. Schon als Kind bekam sie Unterricht in Malkunst und so machte sie aus ihren beiden Leidenschaften – Malen und Forschen – eine Tugend. Das Ergebnis ist in diesem kompakten Band jedermann zugängig. Erstaunlich mit welcher Akribie sie jede auch noch so kleine Nuance abbilden konnte. Pflanzen und Schmetterlinge, die bis heute ein Faszinosum darstellen. Immer wieder verblüffen ihre Bilder den Betrachter ob des Detailreichtums. Was sonst nur im Museum der Öffentlichkeit gezeigt werden kann, ist nun jederzeit für jedermann verfügbar. Weit weg von kitschig-bunt und nostalgisch verklärter Romantik waren die Bilder schon zu Lebzeiten Maria Merians ein Verkaufsschlager. In unterschiedlicher Druckqualität wurden sie angeboten. King George III. erwarb die Bildtafel, ihm ist es zu verdanken, dass sie als Teil der Königlichen Sammlung bis heute erhalten sind.

Dieses Buch ist sicherlich kein Buch, das man mit auf reisen nimmt, um Schmetterling zu bestimmen – obwohl das möglich wär. Es ist vielmehr ein Beweis für die Kunstfertigkeit einer Frau, die in einer Zeit lebte, in der es Frauen so gut wie unmöglich war, wissenschaftlich zu arbeiten. Umso mehr erstaunt der Lebenslauf der energischen Frankfurterin. Ihre Zeichnungen sind in Ausschnitten den meisten schon mal untergekommen. Doch die Künstlerin dahinter tritt wohl nun erst jetzt so richtig ins Licht. Verdient, wenn auch verspätet!

Gauner, Großkotz, kesse Lola

Erinnern wir uns. Gehen zurück in den Jahren. Vielleicht Jahrzehnten. Ein ganz normaler Wochentag. Vormittags. Was haben wir gemacht? Wir saßen in der Schule. Vorn, vor der Tafel, stand der Lehrer und versuchte gebetsmühlenartig den Lehrstoff in uns reinzustopfen. Und hat’s was gebracht? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Doch jede Schule, jeder Schüler hatte einen Lehrer, der kein Lehrer war. Zu ihm ging man gern in den Unterricht. Denn – und das erkennen viele erst später – er hatte eine Berufung. Er kannte sehr wohl den Lehrstoff. Von seinen Kollegen unterschied ihn die Tatsache, dass er es irgendwie schaffte alle in seinen Bann zu ziehen ohne das Lernziel aus den Augen zu verlieren. Lernen konnte auch Spaß machen!

Wer im Fremdsprachenunterricht immer nur Vokabeln pauken musste, ohne diese jemals richtig anwenden zu können, konnte keine Verbindung zur Kultur dieser Fremdsprache aufbauen. Buch – book, Mutter – matj, Auge – Mund – bouche. Und weiter? Wenn dann ein Lehrer Sketche aufführen ließ, witzige Anekdoten einflochte, durfte er sich ein „i“ an den Nachnamen hängen. Aus Herrn Schmidt wurden das eben „Schmidti“. Die höchste Ehre für einen Lehrer.

Christoph Gutknecht wurde sicher auch oft „Guti“ genannt. Er war Professor am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Uni Hamburg. In diesem Buch zeigt er kurzweilig und kenntnisreich den Einfluss des jiddischen in der deutschen Sprache auf. Denn vieles, was das tagein tagaus unseren Mund Richtung Gegenüber verlässt, hat gar keine deutschen Wurzeln, sondern jiddische, hebräische, aramäische. Pustekuchen wird der eine oder andere jetzt sagen, und führt seine eigene Überzeugung postwendend ad absurdum. Denn dieses amuse gueule hat seinen Ursprung nicht zwischen Elbe und Donau. Es hat eine wahre Odyssee hinter sich, bis es endlich seine Wurzeln im Jiddischen, Hebräischen freilegen durfte. Poschut (die „Puste“ im Pustekuchen) heißt „weniger“ und „kochem“ (der „Kuchen“) stammt von klug.

Nun lässt sich das Jiddische nicht so einfach erlernen wie der Vokabelteil eines Englischbuches. Erst wenn man das neu erlernte Wort – in diesem Fall das „wieder erlernte Wort“ – in verschiedenen Situationen erlebt hat, kann es seine gesamte Pracht entfalten. Christoph „Guti“ Gutknecht hält dafür eine Vielzahl an Anwendungsbeispielen parat. Kurz und knapp fegt er über die Bücherseiten, die bereits beschrieben wurden und fügt zusammen, was zusammen gehört. Kein Tinnef wird für Zoff sorgen. Liebevoll, teils kess wünscht er dem Leser bei seiner Lektüre Hals- und Beinbruch, auf dass er keinem Sprach-Gauner auf dem Leim geht. Wer ganz genau hinsieht, kann nach dem Genuss des Buches viel besser mosern. Und das wiederum ist eine typisch deutsche Marotte!

Fast eine Liebe

Man muss schon sehr lange im – bestenfalls sehr großen – Bücherschrank suchen, um einen Autor, eine Autorin zu finden, die mit jedem Werk einen Volltreffer landen konnte. Und hat man seinen Liebling erwählt, will man alles von ihm, von ihr lesen. Als nächster Schritte will man alles über sie/ihn wissen. Und dann kommt die Ernüchterung. Alles, was es zu lesen gibt, hat man gelesen. Ist die Liebe nun erloschen? Nein! Niemals. Denn nun ist man Experte (die werden im Fernsehen gern mal vor eine Bücherwand (!) gestellt und befragt!).

Und dann gibt es Verlage, die sich mit dem Zustand der Endgültigkeit einfach nicht zufrieden geben. Immer wieder tauchen bei ihnen Autoren auf, die doch noch Neues im Leben eines Autors / einer Autorin recherchieren und gekonnt zu Papier bringen. Carson McCullers ist so ein Wunderkind. Jedes Buch sorgte für Furore. Und nun wird ihrer viel zu kurzen, übervollen Biografie ein weiteres Kapitel hinzugefügt.

„Das Herz ist ein einsamer Jäger“, der Erstlingsroman von Carson McCullers schlug wahrhaft ein. Dieses seltsame Mädchen aus dem Süden wurde in New York wie eine Sensation gefeiert. Auch andere Autoren wurden auf das kränkliche Wesen aufmerksam. So auch Erika und Klaus Mann, die vor den Nazis in Amerika eine neue Heimat gefunden hatten. Und so begab es sich, dass Carson ihren Verleger treffen wollte, im gleichen Hotel aber eben auch die intellektuelle und sprachbegabte Erika abgestiegen war. In ihrem Schlepptau eine junge engagierte junge Schweizerin, die die Welt bereiste und vergeblich versuchte Erika zu amourösen Abenteuern (und noch ein bisschen mehr) zu überreden, Annemarie Schwarzenbach.

Für Carson McCullers, deren Gatte nur sporadisch im gemeinsamen Heim selbiges fand, traf also ihren Verleger, Erika Mann (auch deren Bruder Klaus) und eben diese Annemarie. Das Wunderkind wurde schlagartig zum Jäger. Doch das zu erlegende Wild sträubte sich. Die Liebe bleibt unerwidert. Die Zuneigung wird jedoch nicht minder bestehen bleiben. Auch als Annemarie Schwarzenbach grußlos Amerika verlässt. Carson stürzt sich in die Arbeit, erhält Auszeichnungen und Preise. Und ein Telegramm von Klaus Mann, der ihr nüchtern den Tod der ersehnten Liebe verkündet. Der Schock sitzt tief, Kollegen und Freunde sorgen sich um Carsons Gesundheit.

Alexandra Lavizzari setzt in ihrem Buch beiden Frauen ein wortstarkes, eindrucksvolles Denkmal: Das Wunderkind aus dem Süden, das aus Angst vor Enttäuschung zu schreiben beginnt – die wissbegierige Industriellentochter, die Liebe sucht und Liebe abweist – zwei Frauen, die in ihren Gemeinsamkeiten und durch ihre Unterschiede füreinander geschaffen waren, und doch wie die Königskinder niemals zusammenkommen konnten.

Noch einmal zurück zur viel zu kurzen Biografie von Carson McCullers. Das Jahr 2017 ist Medaillen-Jubiläumsjahr. Und Medaillen haben bekanntlich zwei Seiten. Zum Einen feiert man im Februar ihren hundertsten Geburtstag, zum Anderen im September den fünfzigsten Todestag. Annemarie Schwarzenbach wurde nur vierunddreißig Jahre alt. Doch Zeit genug, um die Welt zu erkunden und das Leben auszukosten. Dieses Buch ist eine Hommage an beider Leben, an die Liebe (der beiden) und eine Aufforderung sich niemals zufrieden zu geben. Als Leser darf man die Hoffnung nicht aufgeben, dass vielleicht hier und da noch weitere Manuskripte über das Leben von Carson McCullers auftauchen werden…

Kurtisanen, Konkubinen und Mätressen

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Endlich ungeniert die leichten Mädchen betrachten dürfen! Ja, … nein, so ein Buch ist das hier nicht! Es ist ein Buch, das voller Überraschungen steckt. Schon die erste vorgestellte Dame, Aspasia, war vermutlich gar keine Kurtisane, Konkubine, Mätresse oder gar Hetäre. Sie stand an der Seite von Perikles, der jedoch den Rückhalt beim Volk verlor. Schuld an der ganzen Misere war natürlich die Frau. Zumal sie auch aus dem Ausland stammte. Aus einer Kolonie. Das war vor knapp zweieinhalbtausend Jahren. Und die Sichtweise auf Frauen, die keinen lupenreinen Lebenslauf vorweisen können, die einfach da waren, ohne erkennbare Leistungen, hat sich seitdem kaum bis gar nicht verändert. Auch und ganz besonders, wenn ihre Wurzeln außerhalb des eigenen Hoheitsbereiches lagen…

Die Damen, die in diesem Buch ihre Meriten erfahren (Achtung! Eine weitere Überraschung wartet auf den Leser: Es sind nicht nur Damen, die hier in den Fokus gerückt werden.), waren hart arbeitende Personen. Verve und Hingabe, Intelligenz und Gerissenheit unterscheiden sie gravierend vom Vorurteil der Damen des horizontalen Gewerbes.

Auch wenn beispielsweise Messalina, Kaiserin durch, bei, unter Claudius, dem scheinbar zu widersprechen scheint. Ihre Lust war ungebändigt. Und sie hatte Macht. Sie war die Kaiserin! Doch starb sehr früh. Zuvor lebte sich jedoch ihre Machtgeilheit aus. Wer sich ihr verweigerte, konnte gesichert davon ausgehen, dass das nicht ohne Folgen blieb. Und einmal soll sie sich heimlich in ein Bordell geschlichen haben. Nicht aus Neugier, sondern aus purer Lust, um unerkannt sie derselben hinzugeben.

Im lustvollen Hinterhof der Geschichte lässt sich immer noch so manches Histörchen aufdecken. Gerade als man sich als Leser an die ihre Reize einsetzenden machtbewussten Damen gewöhnt hat, treten im Buch pflichtbewusste, kämpferische Damen auf den Plan. Sie entwerfen Manifeste, vertreten selbstbewusst ihrer Ideen, sind Männer nicht Untertan, sondern gleichgestellt. Ihre Reize halten sie galant, ob mit oder ohne Berechnung im Zaum, und führen ein unabhängiges Leben. Madame Pompadour ist sicherlich die bekannteste aus dieser Riege dieser Spezialistinnen. Das profane „Schau, was ich habe – gib mir, was ich will und es ist Deins“ wandelt sich stetig in ein „Ja, ich hab was, aber warum soll ich es Dir gegen?“. Stilbruch oder Fortschritt? Letzteres! Den Abschluss des Buches bildet die einst „berühmteste Hure Deutschlands“, Domenica. Ihr Ende war tragisch. Am Rande der Gesellschaft, links liegengelassen von der Öffentlichkeit gab sie ihre Erfahrungen im Gewerbe an den Nachwuchs weiter. Sie half unterbewusst Generationen von Frauen, die den Strich als Ausweg sahen oder als Ausdruck ihrer selbst beschritten.

Und auch das gab (und gibt) es! Männer als Günstlinge der eigenen Ausstrahlung. Vaslav Nijinsky, der Gott der Sprünge im Ballets Russe und Muse des Impresarios Sergej Dhiagilev. Er faszinierte beide Geschlechter, gab sich beiden hin. Als er heiratete (und auch noch zwei Kinder zeugte) war die Liaison mit Dhiagilev vorbei, ein für allemal. Doch die Herzen der Zuschauer gehörten stets ihm und seiner wuchtigen Bühnenpräsenz.

Man sollte nicht den Fehler begehen und nach diesem Buch sofort die Klatschblätter und Promimagezine im Fernsehen schauen. Denn die aufgehübschten, so brachial ungeziemten Instagram-Sternchen, die im normalen Gespräch keinen vernünftig gebildeten Satz herausbringen mit den im Buch beschriebenen Damen gleichsetzen. Sie wollen so sein, sind es aber nicht! Medienpräsenz ist nicht gleichzusetzen mit Erfolg. Hätte es zu Zeiten des Sonnenkönigs schon die sozialen Medien gegeben, wären die Server längst zusammengebrochen. Der heutige Hype um Castingshow-Viertelfinalistinnen ist geplant und nicht erarbeitet. Dieses Buch bestätigt, dass Frauen mit ihren Waffen – wenn man es so bezeichnen will – schon immer mehr erreichen konnten als man ihnen zutraute. Der Ruhm erreichte sie meist nur zu spät.

Kommissar Gennat ermittelt

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Das Leben in Balance halten. Für jedes Yin gibt es ein Yang. Und für jeden Berliner Ganoven einen Gennat. Vor- und Nachteil: Wer vor Kommissar Ernst Gennat davon rannte, war eindeutig auf der Gewinnerstraße, denn Spitznamen wie „der volle Ernst“ oder „Buddha der Kriminalisten“ kamen nicht von ungefähr. Doch hatte „Papa Gennat“ einen erstmal in den dicken Fingern, gab es kein Entrinnen. Regina Stürickow setzt einem einst echten Denkmal ein gedrucktes Denkmal.

Ernst August Ferdinand Gennat war der Schrecken der Ganoven von Berlin. Ende des 19. Jahrhunderts in ein Berlin hineingewachsen, das aus den Nähten platzt. Ein schwindelerregender Bevölkerungsanstieg zieht auch so manch schwarzes Schaf an. Gennat ist einer der wenigen Beamten im Exekutiv der Hauptstadt. Und – so scheint es – bald der einzige, der seinen Beruf nicht als Absicherung, sondern als Berufung versteht.

Hat der gewichtige Kommissar einen „Janoven“ erstmal zwischen seinen dicken Fingern, gibt es kein Zurück mehr. Fast schon liebevoll umschmeichelt er sein Gegenüber, zeigt die Grenzen und Folgen des nutzlosen Tuns auf und löst mit einem Fingerschnipp den Fall. Fast wie im Film. Apropos: Fritz Lang hat in „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ seinem Ermittler Kommissar Karl Lohmann unverkennbar Gennats Züge angedeihen lassen.

Drei gesellschaftliche Epochen drückte der beleibte Kommissar seinen Stempel auf: Unterm Kaiser, in der Weimarer Republik und auch unter den Nazis. Immer dabei: Sein Trudchen. Sein nicht weniger fülliger Assistenz-Engel, an dem kein Vorbeikommen war. Und die immer für eine mit Sahnestückchen gefüllte Schublade sorgte. Die einzige Sünde, der er sich je hingab. Privatleben gab es für Ernst Gennat nicht. Fast bis zum Ende seines Lebens blieb er Junggeselle – er heiratete kurz vor seinem Tod … eine Kollegin. Wenn er im Verhör mal kurz wegnickte (im Zuckerkoma), atmete so mancher Delinquent kurz auf. Doch sobald die Äuglein über dem Doppel-später Dreifach-zum Ende Vierfach-Kinn, wieder aufblitzten, setzte Gennat nahtlos an der vorangegangenen Frage an. Es war ein Graus für alle Taugenichtse, Räuber, Erpresser und Mörder.

Von Letzteren gab es zu Gennats Zeiten Unmengen. Die Polizei wurde der Lage nie so recht Herr. Gennat war es, der eine Art Handreichung, einen Arbeitsablauf, fast schon eine Betriebsanweisung erstellte. Tatorte wurden gern mal für die Ermittler „hergerichtet“. Einen Saustall konnte man ja wohl den hohen Herren (die meisten Ermittler waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts adeliger Herkunft bzw. zumindest aus besseren Kreisen) nicht zumuten. Und immer mit dabei: Die Presse. Das Opium fürs Volk waren die gedruckten Räuberpistolen, die zeitweise mehrmals täglich erschienen.

Regina Stürickow hat Archive gewälzt, die wenigen Aufzeichnungen der Vor-Gennat-Ära analysiert und ins rechte Licht gerückt. „Kommissar Gennat ermittelt“ ist ein Doku-Krimi-Zeitabriss der besonderen Art. Die Texte der Autorin und die Gestaltung des Buches lassen dem Leser nur eine Wahl: Sich gebannt der Lektüre ergeben. Widerstand zwecklos. Der Kommissar gewinnt am Ende doch.

Literarisches München zur Zeit von Thomas Mann

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Lange Zeit hatte man das Gefühl, dass deutsche Literatur nur von einem Autor geschrieben werden konnte: Goethe. Der war ja überall und nirgends. Ein echter Tausendsassa. Der Wachwechsel wurde mit der Wiederentdeckung von Thomas Mann eingeläutet. Alle überschlugen sich, der interessierte Leser konnte sich mit Biographien eindecken bis er nicht mehr atmen konnte. Mann soweit das Auge reichen konnte. Auch die Frauen der Manns wurden ausgiebig besprochen. Vorteil Manns.

Elisabeth Tworek scheint ins gleiche Horn zu stößen. Doch nur oberflächlich. Sie interessiert sich für die Zeit und (vor allem) den Ort, an dem Thomas Mann, der Wegbereiter des Mannschen Ruhms, und seine Familie wirkte. München. Ein Stadt, die heute für markante Fußballkunst, das größte Volksfest der Welt und eine Landesregierung bekannt ist, die den Großen der Welt die Stirn bietet, sich anbiedert und immer wieder ins Rampenlicht drängt. Doch Literatur und München? Mundart, bitte schön! Das sehr wohl.

1894 führt der Weg der Manns in die bayrische Landeshauptstadt. Ein pulsierender Quell des künstlerischen Ausdrucks. Bertolt Brecht, Karl Valentin (da ist er wieder, der Dialekt), Oskar Maria Graf, Frank Wedekind und eben Thomas, Klaus, Erika, Heinrich, Katia und wie sie alle hießen. Die Manns eben. Sie alle – nicht nur die Manns – waren von München beeinflusst, leisteten im Gegenzug ihre Beitrag zur Entwicklung der Stadt. Wer was werden wollte, wer als Schriftsteller vom Ruhm der Autoren profitieren, sich inspirieren lassen wollte, musste in München sein. Und leben.

Das war und blieb so bis ins erste Viertel des vergangenen Jahrhunderts. Dann änderte sich das Bild der Stadt. Freigeister wurden zuerst zögerlich, dann immer öfter und offener zum Freiwild. Hauptstadt der Bewegung nannten die Nazis München. Das ungezwungene Leben wurde immer schwieriger, reglementierter bis hin zur Repression. In den Dreißiger Jahren packten viele gezwungenermaßen ihre Koffer und flohen vor Verfolgung und Berufsverbot. Die Auswirkungen sind bis heut spürbar.

Der Autorin gelingt mit scheinbarer Leichtigkeit das süße Leben der „nördlichsten Stadt Italiens“, die Leichtigkeit des Seins, die musischen Kräfte der Isar-Metropole einzufangen. Sie durchforstete Familienalben, recherchierte in Archiven, sammelte Anekdoten und fügte alles zusammen in diesem wunderbaren Band. Das hochdeutsche München der Bohème vor rund einhundert Jahren. Mehr als nur eine Fortsetzung in der Reihe der zahlreichen Biographien über die Manns. Vielmehr ein Kaleidoskop der Umgebung, des menschlichen Diskurses und des Kampfes gegen Engstirnigkeit für den viele einen zu hohen Preis gezahlte hatten.

Im Labyrinth des Kolosseums

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Wer sich ein Haus baut, will, dass es lange steht und bewohnbar ist. Die Grundstücksauswahl ist somit nicht nur der erste Schritt, sondern ein elementarer. Niemand würde sich ein Heim auf schwachem Grund bauen.

Doch die Geschichte zeigt, dass es auch anders geht. Wer Rom besucht – eigentlich jeder, egal ob er schon in Rom war, dort hin will oder es nie vorhaben wird – kennt die Anziehungskraft, die vom Kolosseum ausgeht. Ein gigantischer Bau, von dem, wenn man das Alter des Bauwerks bedenkt, noch sehr viel zu sehen ist. Und noch mehr zu erahnen ist. Und dieses Bauwerk steht an einer Stelle, die heutzutage als natürlicher Spa-Bereich durchgehen würde. Bauherr war Kaiser Vespasian, er regierte von 69 bis 79 unserer Zeitrechnung. Und zu eben dieser Zeit war an dieser Stelle zwischen Via Celio Vibenna und Via Nicola Salvi, die es damals garantiert noch nicht gab, ein See.

Klaus Stefan Freyberger und Christian Zitzl sezieren das Bauwerk, die vorhandenen Pläne und die Niederschriften dazu bis ins kleinste Detail. Als Leser ist man mitten im Geschehen. Ein bisschen Vorbildung ist allerdings vonnöten, wenn man den gesamten Text voll umfänglich verstehen will. Die Sitzanordnung, architektonische Besonderheiten und die Lage ergeben einen Sinn. Das Kolosseum ist von nun an nicht mehr nur eine touristische Attraktion, sondern ein vertrautes Bauwerk, das den Vergleich mit ähnlichen Amphitheatern wie denen in Verona, Pompeji oder Nîmes (auch diese werden in diesem Buch ausführlich beschrieben) nicht scheuen muss.

Doch dann der Bruch! Vielleicht war alles ganz anders? War das, was wir als Neubau sehen, nur ein Erweiterungsbau? Warum wurde dann nicht schon früher über ein Theater an dieser Stelle geschrieben? Wieso kennt das niemand? Fragen, die sich bis heute Wissenschaftler stellen. Und die der Leser nur zur Kenntnis nehmen kann. Doch Freyberger und Zitzl geben mögliche Antworten. Man darf diese Lücke nicht mit heutigen Maßstäben schließen. Heute schaut man ins Netz und ist oft schlauer, meist jedoch mit einer Theorie betraut.

Eindeutige Antworten können auch die beiden Autoren nicht liefern, doch ihre Überlegungen überzeugen den Leser. Wer Rom besucht, kommt unweigerlich am Kolosseum vorbei. Pflichttermin nennt man so was. Ob man nun dieses Buch vorher eingehend studiert hat oder es aufgeschlagen bei der Besichtigung mitführt, ist jedem selbst überlassen. Fakt ist, dass es wohl nur wenige Guides gibt, die so kenntnisreich informieren können. Jeder Bogen, jedes Tor, jeder Rang erscheint in einem neuen Licht. Und warum nicht im Urlaub Erholung mit Wissen verbinden. Schaden kann’s nicht!

Paris abseits der Pfade I

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Über die Boulevards schlendern, den Eiffelturm erklimmen, auf den Treppen vor Sacré Cœur ein Eis schlecken – Paris. Ein Traum! Viel zu erleben, aber auch viel zu verpassen. Denn nur Boulevards, Turm und Ausblick mit Eis macht aus keinem Gast einen Paris-Experten. Das unter anderem beweist dieser Reiseband, der jedem Paris-Besucher unters Kopfkissen gelegt gehört.

Und wenn man es dann wieder hervorholt und auch nur ein bisschen darin blättert, erlebt man Paris wie es selbst viele Pariser nicht jeden Tag erleben. Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch „hintereinander wegzulesen“, ist nur was für Menschen mit fotografischem Gedächtnis. Die Dichte an Informationen erschlägt den Leser. Fast! Denn so manche Straße ist dem Besucher schon bekannt. Doch erfährt man nun erst, was man alles übersehen hat, welche Histörchen sich hier zugetragen haben. Auf einzelne Beispiele kann aus Platzgründen nicht eingegangen werden.

Georg Renöckl hat all seine Sinne geschärft, um dem Leser das Flanieren so einfach wie möglich zu machen. Der Duft von exotischen Kräutern aus aller Herren Länder steigt in die Nase, das Auge zuckt von einem denkwürdigen Platz zum Anderen, die Ohren vernehmen schon ab den ersten Seiten den Klang von Paris. Mit dem Autor genießt man ein krosses Baguettes und blickt auf die Ratten von Paris. Nicht sprich-, sondern wortwörtlich. Keine Angst, die tun nichts mehr!

Mit Victor Hugo durch Paris laufen, Haussmanns Erbe in sich aufsaugen, mit Napoleon die Welthauptstadt erobern und zwischendurch die kleinen, in keinem Reiseführer verzeichneten Geheimtipps aufsuchen. Georg Renöckl hat viel gelesen, hat in Paris gelebt, ist also der ideale Paris-Guide für Anfänger und Paris-Kenner. Romantisch verklärte Klischees sucht man vergebens in diesem Buch. „Augen auf!“, heißt es vielmehr, wenn man durch das Häusermeer spaziert. Den Blick immer schweifen lassen, kein Detail außer Acht lassen.

Bei der Fülle an Eindrücken gibt der Autor immer wieder Tipps zur Erholung, sprich wo man es sich schmecken lassen kann. Am Ende der Kapitel noch einmal kompakt zusammengefasst. Egal, wo man sich gerade befindet. Auch in den so genannten No-Go-Areas. Die liegen eh im Auge des Betrachters. Wer sich von den hypermodernen Hipster eher abgestoßen fühlt, meidet andere Quartiers als die Stubenhocker, die immer nur auf ihre eigene ach so tolle Kultur pochen. Alles ist relativ. Nur Paris nicht! Paris ist absolut: Lecker, bestaunenswert, vielfältig und abwechslungsreich. Und mit oder nach der Lektüre dieses Buches eine Stadt, die man so noch nicht gesehen hat.

Oft heißt es in einem Gespräch, dass man eine gute und eine schlechte Nachricht hat. Hier ist es anders: Es gibt einen Lichtblick und die Frage „Wie liest man dieses Buch?“. Der Lichtblick ist der Titel „Paris abseits der Pfade – Band 1“, d.h. die Reise wird weitergehen. Die Frage nach der Leseart ist da schon schwieriger zu beantworten. Beim Gehen schmökern? Dann verpasst man ja alles! Vor dem Flanieren lesen oder hinterher? Beides! Eindeutig beides. Zuerst anfüttern und am Abend Revue passieren lassen. So liest man „Paris abseits der Pfade“. Und Paris ist kein Traum mehr, sondern das wahre Leben!

Auf Schienen um die ganze Welt

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Mit dem Zug reisen, ist eine ganz besondere Art die Welt zu erkunden. Man ist ein Gefangener der Technik. Mit dem Kauf der Fahrkarte hat man keinen Einfluss mehr auf die Streckenführung. Abfahrt- und Ankunftszeit sind vorbestimmt. Was die Planung erheblich vereinfacht.

Die Planung von Kristian Ditlev Jensen war allerdings nicht einfach. Für ein Magazin sollte / wollte er um die Welt reisen. Im Zug. Die Redaktion half bei den Vorbereitungen, den Rest musste er allein bewältigen. Das Ergebnis: Dieses Buch. So entschleunigt die Fahrten von A nach B, so fesselnd sind seine Ausführungen. Schon auf den ersten Seiten fragt man sich: Warum in die Ferne schweifen? Dänemark – der Autor ist Däne und startet somit folglich auch in Dänemark – ist so facettenreich wie der Rest der Welt. Nur halt eben nicht so weitläufig.

Zwölf Reisen sind auf diese Art zusammengekommen. Und gleich der erste Trip, in Japan, hat so gar nichts mit dem Untertitel des Buches zu tun. „Von der Köstlichkeit des langsamen Reisens“ – im Shinkansen ein Treppenwitz. Knapp dreihundert Kilometer frisst sich der Stahlkoloss durch die Gebirgsketten des Inselstaates. Zweihundertachtzig ka-em-ha! Langsam sieht anders aus! Doch kein Rattern und kein Ruckeln stören das Erlebnis Zugreise. Im Gegenteil. Das Fehlen von jeglicher akustischer Ablenkung erlaubt es Kristian Ditlev Jensen seine Mitstreiter genauestens zu beobachten. Und in deren Kultur einzutauchen. Kurze Zwischenstopps lassen das Ende der Fahrt erahnen und unweigerlich näherkommen. Riesige Entfernungen gehören hier bald ins Reich der vergessenen Fabeln.

Ob von einem New ins Andere – man könnte auch sagen von einem Big ins Andere – gemeint sind New York und New Orleans, hoch in den Anden in Peru, quer durch Australien, von einem Moloch in den anderen (Shanghai – Peking) oder durch die heimatlichen Gefilde: Kristian Ditlev Jensen findet immer das richtige Thema. Es schaut nicht nur aus dem Fenster, macht Ah und Oh. Jedes Land hat so seine Eigenarten, also die Menschen, natürlich. Und die interessieren den Reisejournalisten mit dem vermeintlichen Traumjob.

Als Leser ist man in einer ähnlichen Lage wie der Autor. Das Ziel ist klar, doch welche Route genommen wird, erfährt man erst on the road. Ein kleiner Abstecher nach Kulinarien, ein Zwischenstopp in Drogistan, Fotostopp im Feine-Nasen-Land. Wer Schenkelklopfer erwartet muss in die zweite Klasse umsteigen. Hier wird First-Class geschrieben, gelebt und genossen. Wer vor oder auf Reisen immer vor der Frage steht, welchen Schmöker er denn nun zum Zeitvertreib verschlingen soll, dem sei dieses Buch als Appetizer empfohlen.