Archiv der Kategorie: aus-erlesen historisch

Im Hotel Régina

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Menschen im Hotel. Das geht es oft chaotisch zu, wenn man Hollywood glauben darf. Im Hotel Régina in Nizza ist die Stimmung auch ziemlich angespannt. Wir schreiben das Jahr 1954. Frankreich will schon länger einen seiner größten Künstler mit einer Medaille ehren. Eine Gedenkmünze für Henri Matisse. Doch alle Entwürfe weist er entschieden zurück. Als die Prägestätte einen neuen Versuch unternimmt den Künstler zu einer Zusammenarbeit zu bewegen, stimmt der nur unter einer Bedingung zu: Er selbst will den Künstler auswählen. Und ihm schwebt da auch schon ein Name vor. Alberto Giacometti. Wer in den vergangenen Monaten eifrig die Nachrichten verfolgt hat, weiß, dass seine Skulpturen mittlerweile zu den gefragtesten und vor allem zu den teuersten der Gegenwart zählen. Einhundertsechsundzwanzig Millionen Euro bot 2015 ein Sammler für die anderthalb Meter hohe Bronzeskulptur „Man Pointing“.

Und begab es sich, dass der Schweizer Künstler einige Tage im Sommer bei Matisse an der Côte d’Azur zubringen durfte. Matisse saß regungslos auf seinem Stuhl oder am Tisch. Von schwerer Krankheit gezeichnet, ließ er sich portraitieren. Er wollte die Skizzen nicht sehen. Das beeinflusse ihn und den Künstler.

Giacometti ritzte mehr als dass er malte – nach Matisse könne eh niemand malen, auch er nicht. Millionen von Museumsbesuchern sehen das wahrscheinlich anders. Wenige Striche genügten, das kann man heute noch in zahlreichen Museen betrachten, um dem großen Meister gerecht zu werden. Die Kunstfertigkeit erschließt sich nicht jedem auf Anhieb. Die einleitenden und abschließenden Texte von Gotthard Jedlicka, einem Freund Giacomettis, dem Giacometti-Spezialisten Casimiro di Crescenzo und Kunsthistoriker Michael Lüthy geben den abgebildeten Skizzen die passenden Erläuterungen und füllen die Wissenslücken mehr als kenntnisreich auf.

Wer sich noch nicht eingehender mit Matisse und Giacometti beschäftigt hat, kommt bei der Lektüre dieses Buches nicht mehr aus dem Staunen heraus. Wissenschaftliche Betrachtungen zu einem Künstler sind oft etwas sperrig zu lesen. Denn jeder Betrachter hat eine andere Sichtweise auf das Kunstwerk. Hier sprechen nun aber echte Experten, die in der Kunst mehr sehen als ein gefälliges Objekt. Sie überlegen nicht, ob es zur Wohnungseinrichtung passt. Sie rücken das Objekt gerade, ziehen Parallelen zum Leben, ordnen es ein. Spannend wie ein Glauser, detailreich wie ein Mosaik, unter der Lupe des Wissens erklärt.

Henri Matisse starb nur kurze Zeit nach der letzten Sitzung am 3. November 1954 in seinem Haus Cimiez. Alberto Giacomettis Todestag jährt sich am 11. Januar 2016 zum fünfzigsten Mal.

Spaziergänge in Verona

Spaziergänge in Verona

Städtereisen haben ihren eigenen Reiz. In relativ kurzer Zeit so viel wie möglich erleben. Auf engstem Raum, relativ gesehen. In New York ist man als Fashion-Victim bestens aufgehoben. London ist ob der schieren Vielfalt fast gar nicht mehr zu fassen. Und durch Verona schlendert man beschwingt wie zu einer Mozart-Melodie. Auch dieser Stadt machte das Wunderkind einst seine Aufwartung.

Ulrike Rauh umgeht das Vorurteil, das, wer Verona besucht, nur auf den Spuren von Romeo und Julia, der Montagues und der Capulets wandern will. Wer die Stadt nur auf die beiden – fiktiven – Figuren beschränkt, wird den größten Teil der Stadt verpassen. Auch wenn sich die Stadt scheinbar nur auf ihre beiden – fiktiven – Helden zu verlassen scheint.

Ulrike Rauh genießt jeden Tag, jede Stunde, jede Minute in der Stadt an der Etsch. Mit wachem Auge, offenem Geist und gezücktem Stift streift sie durch das Verona der Vergangenheit und betrachtet es aus der Gegenwart. Nur ein wenig größer als Nürnberg, aber nur halb so viele Einwohner (was durch den Besucheransturm aber wieder ausgeglichen wird). Verona erläuft man sich, atmet die Atmosphäre der über zweieinthalbtausend Jahre alten Stadt ein.

Ulrike Rauh setzt sich nieder, wenn es ihr sinnvoll erscheint, genießt einen Cappuccino und lässt ihren Blick schweifen. Als Leser wird dabei ebenso der Wissensdurst gestillt wie der  der Autorin sich in die Stadt zu vertiefen. Immer wieder glänzt sie mit Fachwissen, das dem hastigen Reisenden verborgen bleibt.

Wer Verona bereist, sollte die „Spaziergänge in Verona“ stets zur Hand haben. Sich niederlassen, einen kleinen Snack zu sich nehmen und wenig im Buch blättern. Wer geschickt plant, hat mit diesem Buch einen idealen Reiseguide, der die Steine zum Sprechen bringt.

Und sie trifft sogar einen Nachfahren eines der berühmtesten Söhne der Stadt: Dante. Seit zwanzig Generationen gehört die Familie Alighieri zu Verona wie die Etsch und Romeo und Julia. Er staunt über das Programm, das die Autorin noch vor sich hat und gibt Ihr Ratschläge, was sie noch sehen muss. Dem Leser soll’s recht sein: Echte Tipps von einem, der’s wissen muss.

Auch Ulrike Rauh kann sich der Anziehungskraft des Romeo-Und-Julia-Kultes nicht verschließen. Trotz all des Kommerzes ist und bleibt die Stadt ewig mit den sich innig Liebenden verbunden. Sie machte einen großen Bogen um die Touristentrauben, die mehr oder weniger versierten Guides an den Lippen hängen und verführt den Leser dazu der wahren Geschichte der beiden, sofern es sie gibt, zu folgen.

In jeder Zeile, in jedem Wort, jeder Silbe spürt der Leser die Zuneigung der Autorin zu Verona. Fast meint man, dass ein Besuch nicht lohnt, weil man alles hautnah im Buch schon erlebt hat. Das ist ein Kompliment für die Ulrike Rauh, doch würde man Verona keinen Gefallen tun und sich selbst betrügen. Die im Buch abgebildeten Bilder stammen wie die Zeilen von Ulrike Rauh. Um Souvenirs muss man sich also schon mal nicht kümmern, wenn Verona auf dem Reiseplan steht…

Pol Pots Lächeln

Pol Pots Lächeln

Ein Potemkinsches Dorf ist eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. So was gab es schon im Russland des 18. Jahrhunderts, wo auch der Ursprung der Legende liegt. So was gab es auch in der DDR, wenn Staatsgästen (aber auch hohen Funktionären) die Schönheit der Republik gezeigt werden sollten. Es ist ein Privileg von Diktatoren sich dieses Kniffes zu bemächtigen. Wie man darauf reagiert, ist jedem selbst überlassen.

Vier schwedische Vertreter der Schwedisch-Kambodschanischen Freundschaftsgesellschaft reisten 1978 ins demokratische Kampuchea. So nannten die Machthaber Kambodscha seit 1975. Ihr unangefochtener Führer, das Wort ist an dieser Stelle angebracht, war Pol Pot. Unter seiner Ägide fanden rund zwei Millionen Menschen den Tod. Auf der Spur dieser Reise, dieser vier Freunde des demokratischen Kampucheas befand sich Jahre später Peter Fröberg Idling. Sein Buch „Pol Pots Lächeln“ sorgte für Aufsehen und Aufschreie.

Zu Beginn des Buches werden die handelnden Akteure kurz vorgestellt. Auffallend: Drei der ersten Fünf wurden ermordet. Von leicht verdaulicher Kost kann also nicht die Rede sein.

Der Autor macht sich und den Leser mit der Geschichte des Landes bekannt, dass den meisten nur als die Heimstatt von Angkor Wat ein Begriff ist. Es wurde auch schon vor den Roten Khmer mit eiserner Hand regiert, Prinz Sihanouk. Der stellte sich nach außen als neutral hin, spielte Regierungen und politische Lager gegeneinander aus und schlug sich im Vietnamkrieg auf die Seite Ho Chi Minhs. Nüchtern und sachlich arbeitet sich Peter Fröberg Idling durch die Geschichte. Und zwischendrin immer Zahlen: 1.500, 4.500.000. Anderthalbtausend Kommunisten ließ Sihanouk ermorden, wenn auch nur ein Zehntelprozent von Pol Pots Quote macht ihn das nicht besser. Massenmörder bleibt Massenmörder, auch wenn er es hinterher in seinen Memoiren zugibt! Viereinhalb Millionen Tonnen (!) Bomben warfen die USA auf das Kriegsgebiet Vietnam, Kambodscha, Laos ab. Zum Vergleich: Ein Mittelklassewagen wiegt so um eine Tonne. Das wäre fast die Jahresproduktion von Toyota, die auf diesem Gebiet niedergegangen ist. Unvorstellbar!

Man kann sich der Kraft des Buches nicht entziehen. Der junge Student Saloth Sar, der in Paris lebte und studierte, der Verlaine und Hugo las und verehrte und der kompromisslose Pol Pot sind ein und dieselbe Person. Die Idee vom sozialistischen Vorzeigestaat war von Anfang an eine Utopie, die schneller in brutales Blutvergießen überging als der Namenswechsel.

Wer Kambodscha heute bereist, sieht wie der Autor noch hier und da vereinzelt sichtbare Erinnerungsstücke ans die Schreckensherrschaft Pol Pots. Verstehen wird man es nie. Aber man sollte darüber lesen, damit es nicht vergessen wird. „Pol Pots Lächeln“ rüttelt am Gewissen des Westens, wühlt den Leser auf, ist ein Tagebuch der Widerwärtigkeiten. Poetisch im Klang und sachlich im Inhalt.

55

55

Es ist aus mit der Ruhe im saarländischen Dürrweiler. Flüchtlinge sollen hier einquartiert werden. Die Krone, Gasthof des verschwiegenen Ortes, soll dafür hergerichtet werden. Vierunddreißig Flüchtlinge sollen hier ihr neues – zeitlich begrenztes – Zuhause finden. Doch es wird für fünfundfünfzig Plätze umgebaut. Eine Bürgerversammlung soll für Aufklärung sorgen, wird aber zur tumultartigen Schreierei. Hauptangriffsziel ist der Landrat. Karlmann wie ihn alle nennen. Einer von hier. Karl-Josef Brix will die Gemüter besänftigen, doch insgeheim weiß er, dass er gegen Windmühlen kämpft.

Der Schwitzgebel David hat einen anderen Gegner ausgemacht: Das Haus des Landrats. Und er weiß wie er seinen Kampf gewinnt. Mit dem Traktor macht der die Behausung Karlmanns platt. Eine Lapalie für Bungert, den Polizisten, im Vergleich zum Tode von Kurt Bosslet. Ziemlich verrenkt liegt auf dem Kellerboden. Herzinfarkt. Seine Frau Helga steht nun allein da. Kinder haben sie keine. Der Kurt, ein Baum von einem Mann, Rennsportfan und Kommunalpolitiker.

Fred, sein alter Kumpan und seit Jahrzehnten erbitterter Widersacher erzählt seinem Enkel Joris von dem Vorfall. In so einem kleinen Ort sprechen sich solche Vorfälle schnell rum. Einst gingen Fred und Kurt gemeinsame Wege. Als Kicker in der saarländischen Nationalmannschaft, die das Wunder von Bern fast verhindert hätte. Doch die Herberger-Elf war cleverer und sicherte sich mit einem Sieg die Teilnahme an der Fußball-WM 1954 in der Schweiz. Ein Jahr später wurde das Saarland wieder Deutschland zugeordnet. Auch auf dem Papier. Daran erinnern nur noch Fotos. Fotos, die Fred nun wieder herausgekramt hat.

Der Fred und Kurt waren einst vereint im Kampf um den Anschluss des Saarlandes an Deutschland. Sie verteilten Propagandamaterial und verteidigten ihre Sachen wenn nötig auch mit Fäusten. Joris als junger Mensch, der vielleicht mal studieren möchte, ist sehr an den Geschichten von Opa Fred interessiert. Und er beginnt zu recherchieren. Zu recherchieren, warum der rote Fred und der schwarze Kurt irgendwann getrennte Wege gingen. Oder gehen mussten?!

Marcus Imbsweiler verwebt mit „55“ saarländische Geschichte und einen waschechten Krimi zu einer fesselnden Geschichte. Immer wieder unterbricht er die Gegenwart, um dem Leser ein Stück saarländische und somit deutsche Geschichte zu vermitteln. Man ist mittendrin, wenn Fußballmannschaften aufeinandertreffen, wenn Flugblätter in einer Nacht-Und-Nebel-Aktion beschafft werden, wenn der politische Kampf noch als solcher zu bezeichnen ist. Die Parallelität der Ereignisse vor sechzig Jahren und so manchem Unmut der Gegenwart ist frappierend. Der Autor beweist aber auch, dass Geschichte niemals zu Ende gehen wird.

Skandale in Berlin

Skandale in Berlin

Skandale und Berlin. Das passt, wenn man sich die aktuellen Ereignisse um den Flughafen betrachtet. Doch Skandale und (und in) Berlin sind keine Erfindung der Gegenwart. Regina Stürickow reist zusammen mit dem bis ans Ende des 19. Jahrhunderts. Schon damals erschreckten underschütterten Skandale die Hauptstadt.

Und zum Beginn gleich eine saftiger Aufreger: Sex im Königshaus! Doch nicht Wilhelm II. und seine Angetraute sind darin verwickelt – naja irgendwie schon, aber erst im Nachgang, also zumindest er, der Kaiser – sondern seine Entourage, der Adel, die Schmeißfliegen, die sich gern im Glanze des Staatsoberhauptes sonnen. In diesem Falle muss es wohl eher heißen: Sich im Glanze des Kaisers suhlen. Es ist Januar im Jahre 1891. Der Grunewald ist schneebedeckt. Er ist der einzig Jungfräuliche in dieser Geschichte. Über ein Dutzend Männer und Frauen treffen sich zu einer, heute würde man Party sagen. Es wird königlich gespeist. Man ist gesättigt und doch noch hungrig. Der Magen ist gefüllt, das Blut in Wallung, und schon ist man in einer wüsten Orgie. Wer mit wem, wie oft, warum, in welcher Konstellation – das war, ist und bleibt verborgen. Doch dass es stattgefunden hat, daran wird jeder einzelne bald und eindringlich erinnert. Denn schon kurze Zeit später tauchen Briefe auch. Briefe an die Teilnehmer. Wer ist denn nun der Übeltäter? Oder ist es eine Übeltäterin. Charlotte von Hohenau soll angeblich hinter den Briefen stecken. Wenn das rauskommt! Oh je. Doch eine weitere Charlotte, die Schwägerin des Kaisers, hat ihre Finger im Spiel. Ihr ist das (liebs-)tolle Leben ihrer Namensvetterin ein Dorn im Auge. Auch der Zeremonienmeister des Hofes von Kotze – wie er wohl die ganze Sache empfindet? – ist verdächtig. Und wird auch angeklagt. Aber freigesprochen. Es kommt zum ersten Duell. Später folgen weitere. Wenn man ihm etwas anhaben will, ist nun der Zeitpunkt gekommen ihm einen Strick zu drehen. Denn Duelle sind verboten. Doch der Kaiser wiegelt ab. Von Kotze wird zwar nicht verurteilt, doch all seiner Ämter enthoben. Außer Spesen nichts gewesen? Nicht ganz. Die Beteiligten, ob nun bekannt oder nicht, haben einen der ersten Skandale produziert. Dank der Skandalpresse – warum verwendet man dieses eindeutige Wort heute eigentlich nicht mehr? Regenbogenpresse klingt so harmlos! – werden auch die Berliner darüber mehr oder weniger detailreich informiert. Heute würde so ein Skandal nur noch zum Schmunzeln taugen. ’Ne Orgie bei Hofe – na und! Lass sie doch!

Und weiter geht der wilde Ritt durch die Geschichte(n) Berlins. Friedrich Ebert in Badehose, Unterschlagungen und Erpressung – alles Histörchen, die heute in Vergessenheit geraten sind und erst durch dieses Buch wieder ans Tageslicht geholt werden. Und einige kommt einem seltsam bekannt vor: Wetten, Bauskandale … Berlin ist halt immer für einen Skandal gut!

„Skandale in Berlin“ ist das Schwesterbuch von „Verbrechen in Berlin“, beide aus der Feder von Regina Stürickow. Mit akribischer Recherche und einer ordentlichen Portion Neugier ist sie den Skandalen, die Berlin und oft darüber hinaus erregten. Sie skizziert die Gesellschaft der Zeit und zeigt somit dem Leser die Parallelen zur Gegenwart auf. Vieles hat sich seit den ersten Skandalen geändert, so manches ist auch heute noch für einen Skandal zu gebrauchen.

Geschichte des Geldes

Geschichte des Geldes

Dazu kann jeder was beisteuern: Kohle, Knete, Kröten, Pinke-pinke, Geld. Und jeder hat eine Meinung dazu. Wer’s im Überfluss hat, gibt sich generös und meint, dass es nicht glücklich mache. Wer jeden Tag, jede Münze mehrmals umdrehen muss, sieht das unweigerlich ganz anders. Wie gesagt, jeder kann was dazu erzählen. Doch woher kommt’s, das Geld? Seit rund dreitausend Jahren lässt es uns keine Ruhe mehr. Seit dieser Zeit wurden Waren nicht mehr gegeneinander, sondern über den Mittler Geld getauscht. Nach und nach wurden Kurse festgelegt, Werte bestimmt. Einst war Gold dreizehnmal so wertvoll (teuer) wie Silber. Das hing mit dem vorherrschende Weltbild zusammen: Die Sonne kreiste nur einmal pro Jahr um die Erde, der Mond dreizehnmal. Von solch einem Preis-Edelmetall-Verhältnis kann man heute nur träumen…

Das Geld, die Münzen, hingen anfangs von ihrem Edelmetallgewicht ab. Nach und nach wurden Nennwerte auf die Münzen geprägt, so dass der Gold- bzw. Silberanteil immer weniger werden konnte. Der Denar war über mehrere Jahrhunderte die am weitesten verbreitete Währung, von Britannien bis in den Orient, von Nordafrika bis an die Alpen war er verbreitet. Außenhandel darüber hinaus war damit aber kaum möglich. Oft regierte da noch der Tauschhandel, so dass auch der Denar verschwand. Und mit ihm das Römische Reich. Oder umgekehrt. Die Parallelen zur Gegenwart sind schon im Anfangsstadium der Geldgeschichte erkennbar…

Im Mittelalter war das Geld die Triebfeder der Macht. Was im Römischen Reich begann, wurde nun zur Perfektion getrieben. Die ersten Wechsel machten die Runde. Sie waren Liquiditätsbeweis und teilweise auch Zahlungsmittel zugleich. Die ersten Banker schufen ihr Imperium. Ab der Renaissance wurden sie das, was heute als Promi bezeichnet wird. Die Ersten, die die Macht des Geldes mit politischer Macht vermischten, waren Jakob Fugger in Deutschland und die Medici im heutigen Italien. Wobei ihre Macht weit über die Landesgrenzen hinaus reichte. Sie waren die ersten global player im Finanzsystem.

Henry Werners „Geschichte des Geldes“ ist eine lesenswerte Anekdotensammlung aus der Welt des Geldes. Darüber hinaus vergisst er jedoch niemals die Grundlagen früherer und heutiger Geldsysteme. Wer die Grundlagen des Handels, des Geldes und der Macht versteht, wird die Geschichte des Geldes wie einen Roman lesen. Zahlreiche Abbildungen unterstreichen intensiv die gemachten Aussagen.

Geld in der Tasche zu haben, ist eine wunderbare Sache. Ihre Geschichte zu verstehen, bedeutet auch Gefahren zu erkennen und entsprechend zu handeln. Mit der Lektüre dieses Buches wird man nicht zum Finanzjongleur erster Klasse, aber man versteht warum manche doch so einleuchtenden Hilfsszenarien einfach niemals funktionieren werden.

Finanzblasen gab es schon vor dreihundert Jahren, brachten einen Riesen wie Frankreich fast zu Fall. Die Nationalwährungen Dollar, Yen, Pfund, Mark – woher kommen sie? Dieses Buch ist reich bebildert und kenntnisreich zugleich. Wer sich nicht nur die die Penunzen in der eigenen Tasche interessiert, sondern ihre Herkunft erkunden will, muss dieses Buch gelesen haben.

Die Bilderwelt von Lascaux

Die Bilderwelt von Lascaux

Zuerst malen wir das, was uns möglich ist. Dann das, was wir sehen. Nur wenigen ist es vergönnt ihre Beobachtungen und ihre Phantasien in Bildern auszudrücken. Die Bilderwelt von Lascaux ist eine der ersten Galerien der Welt, und die Künstler bekommen nicht mal Tantiemen. Und zu besuchen sind die Originale auch nicht. Denn durch die ausgeatmete Luft der Besucher würden die Exponate leiden und letztendlich auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Ein trauriges Schicksal, dass durch Lascaux II, den originalgetreuen Nachbau nur wenige hundert Meter von der eigentlichen Höhle, kompensiert wird. Nur wenige Jahre nach ihrer Entdeckung und Erschließung wurden das Höhlenmuseum wieder geschlossen, weil sich Algen und Schimmel gebildet hatten.

Vor rund 15.000 Jahren entstanden in einer Höhle im Tal der Vézére in der Dordogne diese detailreichen Abbildungen des Alltags des so genannten Cro Magnon Menschen, ein Begriff, den nur die europäische Wissenschaft benutzt. Anhand der Kunstfertigkeit werden sie als moderne Menschen bezeichnet. Moderne Kunst unter der Erde!

Iris Newton geht den Ursprüngen auf den Grund, deutet die Malereien, versucht Techniken und Hilfsmitteln zu ergründen und macht die Bedeutung der Höhlen deutlich. Sie geht einer ganzen Epoche auf den Grund, setzt das Vorhandene in den richtigen Kontext. Die Höhlen im Original zu betrachten, ist lediglich Forschern vorbehalten. Doch seit über dreißig Jahren Besucher die Möglichkeit die exakte Kopie zu besichtigen. Die Abbildungen zeigen Wildtiere, die es zum Teil heute gar nicht mehr gibt. Ur, Damhirsche und Höhlenlöwen sind derart lebendig abgebildet, dass man sich wie im 3D-Film fühlt.

Heute ist die Forschung so weit, dass man die verwendeten Materialien bestimmen kann, weiß woher sie kamen. Die einzigen Fragen, die nicht beantwortet werden können, sind die nach dem warum und wer sie gemalt hatte. Signaturen gab es damals noch nicht. So kann jeder, der die Höhlen besucht sich seine eigene Geschichte zur Geschichte zusammenreimen. Oder er liest dieses Buch! Die Autorin schafft es in eindringlichen Sätzen ihre Begeisterung in allgemein verständliche Leidenschaft umzusetzen. Für alle, denen Pleistozän, Holozän, Kaltzeiten, Magdalénien und andere Fachbegriffe nicht so geläufig sind, findet auf den letzten Seiten eine sehr aufschlussreiche Einordnung, zu der man anfangs des Öfteren hinblättert. Doch schon nach wenigen Seiten fühlt man sich zuhause in der Welt der Wissenschaft. Zur Entspannung beim Lesen – das Buch ist eben kein Roman, sondern ein Sachbuch – tragen die zahlreichen Abbildungen bei, oft erstrecken sie sich über eine Doppelseite.

Algier-Trilogie: Morituri – Doppelweiß – Herbst der Chimären

Morituri - Doppelweiß - Herbst der Chimären

Morituri

Kommissar Brahim Llob ist ein Schnüffler wie man ihn sich wünscht, wenn man Hilfe braucht. Er ist der ärgste Feind, wenn er einen am Beinkleid zerrt. Der Freund, auf den man immer zählen kann, mit dem man auch mal etwas derbere Scherze macht. Der Feind, den man nicht einschätzen kann, der aufmüpfig ist, die Meinung (manchmal auch die Faust) ungefiltert entgegen schleudert. Korruption überlässt er generös den Anderen.

Und nun soll ausgerechnet dieser Mann, dem Anbiedern ein Graus ist, dem großen Ghoul Malik, einer Ikone der Vetternwirtschaft Algiers und ganz Algeriens, zu Diensten sein? Dessen Tochter Sabrine ist seit Wochen verschwunden. Der Ruf als exzellente Spürnase eilt Llob voraus. Nun ja, es ist sein Job Leute wieder aufzuspüren. Doch bitte schön, auf seine Art.

Doch das ist nicht der einzige Fall, an dem er arbeitet. Ein Komiker, der erpresst wird, fällt genauso einem Anschlag zum Opfer wie einige andere Verdächtige. Ein Club, der sich als Bordell herausstellt. Eine mögliche Verbündete segnet das Zeitliche. Und mittendrin Brahim Llob.Die Mörder machen auch vor der Polizei nicht halt. Ein Teammitglied wird ermordet.

Die Mächtigen des Landes haben überall ihre Finger im Spiel. Sie berufen sich auf ihre Ruhmestaten während des Befreiungskrieges, geiseln aber ihre Heimat, um die sie einst kämpften (zumindest gaben sie es vor), wie es nie zuvor der Fall war. Dass er aufpassen muss, weiß Llob seit Jahren. Er ist der Bulle. Viele würden ihn lieber heute als morgen tot sehen. So ist jeder Tag ein Geschenk für ihn. Schmeicheleien perlen an ihm ab. Einflussnahme riecht er schon lange bevor sie sein Ohr erreicht. Sarkasmus lässt ihn die auferlegte Untätigkeit und die Korruption im Lande ertragen.

Kommissar Llob schlägt sich durchs Leben. Nicht mal mehr oder weniger gut, sondern immer wieder, tagein, tagaus. Er verzweifelt nicht an den oft so aussichtslosen Situationen. Er sucht sich dann eben ein Schlupfloch, durch das er entschwinden kann, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Dass er dazu auch manchmal über die Stränge schlägt, macht ihn sympathisch. Und letzten Endes findet er, was er sucht. Die Auflösung des Falles ist in „Morituri“ ein gelungenes Happy end für den Leser und Genugtuung für den schreibenden Kommissar.

 

 

Doppelweiß

Das Schreiben ist für Brahim Llob mehr als nur ein bloßer Zeitvertreib. Seine Bücher werden ja schließlich auch gelesen. Unter anderem von Ben Ouda. Der arbeitete sich einst vom armen Bauernjungen zum erfolgreichen Diplomaten hoch. Er war so erfolgreich, dass man ihm einst mit übler Nachrede das Leben mehr als schwer machte. Damals, da war Kommissar Llob noch nicht Kommissar. Irgendwo im Nirgendwo versah er seinen Dienst. Und er hielt große Stücke auf Ben Ouda. Denn der Intellektuelle schien die richtigen Ideen für die Entwicklung Algeriens parat zu halten. Doch dann trennten sich ihre Wege. Llob ging nach Algier, wurde Kommissar. Ouda stieg immer weiter auf und wurde … am auffälligsten … fett. Doch seine Ideen keimten immer noch. Die beiden treffen sich. Ouda kann sich beim besten Willen nicht an den jungen Llob erinnern und schon gar nicht an dessen Heldentaten. So philosophieren die beiden. Bis Ouda endlich mit der Sprache rausrückt und dem sich fragenden Llob den Grund ihres Zusammentreffens mitteilt. Er will mit Llobs Hilfe ein Buch schreiben, in er große gesellschaftliche Veränderungen vorstellen möchte. Auch hat er geheime Papiere. Llob will es sich überlegen.

Doch zu lange. Denn schon bald ist Ouda tot. Nachdem das Team um einen Ermittler dezimiert wurde, kommt eine echte Verstärkung zu Llob und seinem Leutnant Lino: Ewegh Seddig, ein Hüne, ein Schrank von einem Kerl. Und er weiß um seine (Schlag-)Wirkung… das Trio ermittelt und stößt relativ schnell auf den Namen Dahmane Faïd. Der hat es geschafft in all den Jahren nach der Befreiung Geld und Macht im Überfluss anzuhäufen. Der schienbare Sozialismus Algeriens kam ihm dabei anfangs entgegen, später musste er sich Verbündete suchen. Faïd gehört zu der Sorte Menschen, mit denen sich Llob besonders gern anlegt. Typen, die meinen alles und jeden kaufen zu können. Leider gibt ihnen die Realität oft genug recht. Doch Llob ist da anders.

Günstlingswirtschaft und Bereicherung am Reichtum des Volkes – stehen im Fokus von „Doppelweiß“. Das alles scheint so weit weg, in einem Land, das so gut wie gar nicht in den Medien auftaucht. Doch schon beim Lesen tauchen erste Parallelen zur Gegenwart auf. Machtgierige Geier, die sich allen Richtungswechseln zum Trotz mehr als lebensnotwendig über Wasser gehalten haben und immer und überall ihre Finger im Spiel haben. Ein perfider Plan zum Umsturz der Gesellschaft ohne Folgen für diejenigen, die daran so gar kein Interesse haben, bildet den Auftakt zu einer Mordserie, bei der es letztendlich keinen Gewinner gibt. Aber Einen, der das Rätsel löst.

 

Herbst der Chimären

Man hätte es ahnen können, vielleicht sogar müssen: Ein schreibender Kommissar, der die Missstände im Land anprangert – das kann nicht lange gutgehen. Und wird ihm, Brahim Llob, eines seiner Werke zum Verhängnis und der Gang zum obersten Chef zu seinem Letzten. Die Dienstmarke ist futsch. Aus und vorbei der ewige Kampf um Ordnung auf den Straßen Algiers. Vorbei der Kampf für die Gerechtigkeit. Haben die Oberen gesiegt? Die Schlacht vielleicht…

Beim Besuch seines Freundes Arezki Naït-Wali, einem Intellektuellen, wird es ihm klar: Die, die sich Gedanken machen, sind Fluch und Segen zugleich. Ein Segen für jedes Land und jede Gesellschaft, die sie analysieren und verbessern wollen. Fluch für diejenigen, die das zu verhindern wissen. Denn Veränderungen ohne deren Einflussnahme ist keine gute Veränderung. So einfach ist die Welt!

„Herbst der Chimären“ gerät zu einer Art Abrechnung und Abgesang auf die Hoffnung für ein friedliches und lebenswertes Algerien. Die religiösen Fanatiker sind zum Spielball von denen geworden, denen sie nützlich sind: Finanz-Mafia, -Haie, -Jongleure wie auch immer man sie nennen mag.

Wem es nicht schon zuvor aufgefallen war: Brahim Llob ist Yasmina Khadra und die / der ist Mohammed Moulessehoul. Als hoher Offizier in der algerischen Armee hatte er schon Bücher in seinem Heimatland veröffentlicht. Doch mit der Algier Trilogie konnte er unmöglich in Algerien unter seinem eigenen Namen in Erscheinung treten. Seine Frau (Llobs Ehefrau heißt Mina) stellte ihm ihren Namen zur Verfügung, um der Nachwelt ein Zeugnis über den Bürgerkrieg in Algerien in der 1990er Jahren hinterlassen zu können. Ihr und ihrem Mann ist es zu verdanken, dass man heute so detailliert über diesen Krieg, der mehr als einhunderttausend Opfer forderte, Bescheid weiß.

Susana – Requiem für die Seele einer Frau

Susana

Pater Antonio muss sich in seiner kleinen Gemeinde irgendwo im Argentinien der Schreckensherrschaft des Militärs um seine Schäfchen kümmern. Es ist nicht das Argentinien ausgelassener Fußballfeste, auch nicht das Argentinien melancholischen Tangos. Es ist das Argentinien, indem jeder jedem misstraut, Menschen grund- und spurlos verschwinden. Sein Vorgesetzten und Kollegen raten ihm fortwährend, dass es sich nicht lohnt sich mit den Oberen anzulegen.

Eines Tages – wieder einer, an denen er die Predigt las, mehr nicht – fällt ihm eine junge Frau auf. Er kennt sie nicht, doch sie scheint ihn zu kennen. Nach langem Zögern – sie weiß nicht, ob er der Gesuchte ist, und er weiß nicht, ob er ihr vertrauen kann – übergibt sie ihm eine Schachtel. Dann ist sie fort. Verschwunden in der Staubwolke eines Fahrzeugs. Zögerlich öffnet er die Schachtel. In ihr liegen zusammengeknüllte Zettel, ohne jede Ordnung. Nach und nach setzt er die Puzzleteile zusammen. Die Wortfetzen lösen in ihm blankes Entsetzen aus. Er beginnt die Zettel zu ordnen. Es ist das Tagebuch von Susana. Sie wurde eines Morgens ohne Ankündigung aus dem elterlichen Haus gezerrt, verschleppt, vergewaltigt, bestialisch gefoltert und … da die Notizen eines Tages abrupt abbrechen, aller Wahrscheinlichkeit ermordet.

Der Pater sieht seine Arbeit unweigerlich nicht mehr nur als pure Seelsorge an. Die Aufzeichnungen, die er abschreibt und so für die Nachwelt erhalten will, politisieren ihn zusehends. Er muss erkennen, dass er die Autorin kennt und fragt sich, ob er ihr Schicksal positiv hätte beeinflussen können. Immer öfter plagen ihn die Gedanken an das, was er möglicherweise verhindern konnte. Schweißgebadet wacht er nachts auf.

Omar Rivabella schreibt über das düsterste Zeitalter argentinischer Geschichte. Unter General Videla und der Militärjunta wurden innerhalb von wenigen Jahren zehntausende Menschen verschleppt und auf Nimmerwiedersehen verscharrt. Bis heute demonstrieren die Madres de Plaza de Mayo, damit die Namen ihrer Kinder nicht vergessen werden. Die Zerrissenheit des Paters ist exemplarisch für Millionen von Argentiniern, die während der Diktatur Vermutungen hatten, aber keine Möglichkeit sahen ihr Wissen kund zu tun. Die Schergen der Junta konnten plötzlich in der Tür stehen und Tragödien unermesslichen Ausmaßes anrichten. Doch es gab auch Lichtblicke wie sie Susana erlebte. Einer der Wächter war mitverantwortlich, dass ihre Aufzeichnungen nach draußen gelangten.

„Susana – Requiem für die Seele einer Frau“ ist von solch beklemmender Nüchternheit, schonungslos und erbarmungswürdig, dass es einem schon ab den ersten Seiten die Kehle zuschnürt.

50 Erdschätze, die unsere Welt veränderten

50 Erdschätze, die unsere Welt veränderten

Wenn beim Spazierengehen ein Elternteil tönt: „Lass das liegen! Das ist schmutzig!“, lächelt man über den Entdeckergeist von so manchem Nachwuchs. Er macht das, was schon seit Anbeginn der Menschheit getan wird: Dinge aus dem Boden holen. Sie sichtbar machen. Ihnen einem Zweck zuführen. Eric Chaline hat – nach „50 Tiere, die unsere Welt veränderten“ – sein Augenmerk auf die Erdschätze gerichtet.

Der Einband verrät schon so einiges, was den Leser erwartet: Gold, Schwefel, Bimsstein. Edelmetalle und besonders Edelsteine faszinieren seit jeher die Menschen durch ihre optische Strahlkraft. Ihr materieller Wert ist der Seltenheit und der Schwierigkeiten beim Abbau anhängig. Man stelle sich vor, das statt Schotter und Kies Gold auf den Wegen liegen würde. Kein Mensch würde sich Straßenbelag an den Finger stecken oder in der Bank deponieren.

Es sind nicht nur die seltenen – sehr teuren – Spekulationsobjekte, die unser Leben veränderten und es noch immer tun. Lehm, Kohle und sogar Sand sind elementar wichtig für unseren Alltag. Alles, auf dem wir uns bewegen, mit dem wir tagein, tagaus zu tun haben, kommt irgendwie aus dem Inneren der Erde. Sie traten freiwillig ans Tageslicht oder wurden teils unter schwersten Bedingungen an die Oberfläche befördert.

Eisen ist ein Stoff, der in der jüngeren Vergangenheit so komplex wie etwas anderes genutzt wurde. Veredelt als Edelstahl (wie soll er denn sonst heißen?!) ist er Hauptbestandteil der meisten Küchen. Steakliebhaber schwören auf ihre „Gusseiserne“. Paris ohne Eisen? Unvorstellbar, dass der Eiffelturm aus einem anderen Material gefertigt wäre. Die industrielle Revolution wäre ohne Eisen ein Stürmchen im Wasserglas gewesen. Nein, sie hätte nie stattgefunden.

„50 Erdschätze, die unsere Welt veränderten“ ist ein Aufmerksammacherbuch. Viele Stoffe, Metalle, Dinge nehmen wir als gegeben hin und sind erstaunt, wenn wir darüber nachdenken, wie viel in den vergangenen Jahrtausenden schon geschaffen wurde. Wenn man dann noch einen Schritt weitergeht, kann man sich zusammenreimen, dass noch lange nicht alles erforscht ist und es noch jede Menge gibt, was in der Erde schlummert und darauf wartet an der Oberfläche für Veränderungen zu sorgen. Dieses Buch ist eine weitere Entdeckung. Es liest spannend wie ein Krimi, ist lehrreich wie ein guter Lehrer und exzellent illustriert.