„Und dabei ist doch alles so einfach…“, möchte man meinen. Und trotzdem ist es immer noch – oder schon wieder – ein Mysterium, dieses Haltbarmachen. Es ist ganz einfach. Schon die Oma hat fleißig in jeder Saison das eingekocht, was eben nicht zwölf Monate Saison hat. Hexenwerk ist was Anderes.
Nun gilt es aber auch das Haltbargemachte so lecker wie möglich zu gestalten. Sicher, von den zahllosen Fernsehköchen schnappt man ungewollt Begriffe wie Aromatiken, Umami, Balance etc. auf. Wie man die nun aber auf den Tisch bzw. ins Glas bekommt, ist in den meisten Fällen Routine, nicht selten auch Glück.
Mit diesem Buch fühlt man sich nicht mehr wie ein Schulkind, dem man eigentlich nichts mehr beibringen kann, und dass trotzdem immer wieder ins Grübeln gerät. Was passt denn nun zusammen? Welche Technik(en) muss ich anwenden, um auf absehbare Zeit immer noch Genuss tanken zu können?
Caroline Jahn lässt sich ganz tief in die Karten schauen. Was wird wie, wann und wie lange haltbar gemacht – Fragen, die man sich schon nach wenigen Leseseiten nicht mehr stellt. Ob Einkochen, Fermentieren, Einlegen oder Einfrieren oder Trocknen – alles ganz simpel und leicht nachzumachen. Ihre Anleitungen wichtig und leicht umsetzbar. Man braucht ja auch nicht viel. Topf, Wasser, Herd, Gefäße und jede Menge Inhalt. Ein paar Zutaten hier und da sind mehr als nur das Salz in der Suppe. Schon mal Essig und Natriumchlorid gemischt? Balsamicosalz ist ein Universalwürzmittel. Klingt aufregend, für einige vielleicht zu gewagt. Nachmachen! Es lohnt sich!
Für alle, die sich nicht entscheiden können, ob sie ein Süßmäulchen oder doch von herber Natur sind, empfiehlt sich Himbeersenf. Fünf Zutaten, die man ohne Aufwand und im Handumdrehen besorgen kann, sofern man sie nicht schon zuhause hat. Und ein bisschen Geduld.
Oliventapenade – das klingt doch schon nach Süden. Dazu noch Pistazien – jetzt gibt es keine Zweifel mehr, dass der Süden am heimischen Herd beginnt. Dass Zwiebeln immer ein Garant für umfassend Geshcmack sind, ist bekannt. Caroline Jahn setzt dem Ganzen noch die Krone auf, wenn sie sie einlegt. Nelken und Lorbeer, Salz, Essig und ein paar Senfkörner – fertig ist der Geschmacksverstärker, der ganz ohne E-Nummern aus dem Chemiebaukasten auskommt.
Dieses Buch wird ein treuer Begleiter sein, wenn es um gesundes Essen geht, das obendrein auch noch saulecker schmecken soll. Man muss nicht stundenlang in der Küche stehen oder ausgedehnte Einkaufstouren unternehmen, um die Zutaten zu besorgen. Einziger Knackpunkt könnte sein, dass man einfach nicht aufhören kann…
