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Junior Fußball-Quiz

Junior Fußball Quiz

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Zehn – zehn heißt die Zauberformel, die jedes Fußballerherz höher schlagen lässt: Denn vom 10. Juni bis zum 10. Juli trifft sich die europäische Kickerelite in Frankreich um ihren Meister zu suchen und zu küren. Aus der Masse der spielerischen Must-Haves sticht dieses Spiel für Nachwuchs-Balltreter heraus. Einhundert Spielkarten mit Fragen, die selbst jahrelang trainierte Fußballgenies ein Fragezeichen auf die Stirn zaubern.

Das Spiel ist zwar dem Namen nach für Junioren gedacht, aber so mancher Fußballfan, der den D-und C-Kadern längst entwachsen ist, wird an den Fragen seine Freude haben. Vor allem die kuriosen Fragen zu fragwürdigen Entscheidungen (und das betrifft nicht nur Wembley 1966 – es war kein Tor!!!) lassen das Fußballerherz höher schlagen. Eine Antwort sei an dieser Stelle gestattet. Russland verlor bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm gegen Deutschland. Aus Frust darüber weigerte sich Zar Nikolaus die Kosten für die Heimreise zu übernehmen. Damals ein Drama, heute würde das eher ein Schmunzeln über die Gesichter der Spieler huschen. Mehr nicht! Wie sich die Zeiten doch ändern…

Die Antworten sind in einem lustig gestalteten Antwortbüchlein kurz und knapp festgehalten. Und wer die meisten Antworten kennt, geht als verdienter Sieger vom Platz. Dann muss aber schon wissen, welches die größte Tordifferenz in einem offiziellen Länderspiel war. Oder aus welchem Material die ersten Fußbälle bestanden. Oder oder oder. Fußball ist so bunt und vielfältig wie dieses Kartenspiel. Und nicht minder emotional!

50 Sternenbilder und Planeten

50 Sternenbilder und Planeten

Nachts, wenn die Luft klar ist, wenn die Wolken vertrieben sind, kann man sie sehen: Die Sternenbilder, die seit ewigen Zeiten die Gemüter der Gelehrten erregten. Himmelskörper wie beispielsweise Venus, Jupiter und Mars haben ihre Namen von Gottheiten. Doch was wissen wir über die Planeten und Sterne überhaupt? Nicht viel, gemessen daran wie zahlreich sie am Himmel vertreten sind.

Doch das, was bekannt ist, reicht allemal, um ein Spiel zu kreieren, dass die Forscherlust weckt und stärkt. Dieses Spiel ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet, die gern hoch erhobenen Hauptes durchs Leben gehen. Den Blick immer senkrecht, der Nasenspitze und dem Forschergeist folgend. Fünfzig Spielkarten – denn spielend lässt sich das Himmelszelt am besten ergründen – tragen in sich das geballte Wissen aus Jahrhunderten. Die Fragen sind selbst für Erwachsene nicht immer so leicht zu beantworten. Wer weiß schon wie lange eine Raumfähre bis zum Mond benötigt? Oder wie hell Gamma leuchtet, der hellste Stern der Kassiopeia? Oder was im Orionnebel entsteht?

Die Antworten gibt’s auf der Rückseite der Karten.

Liebevoll gestaltete Spielkarten, farbenprächtige Abbildungen und informative Texte machen dieses Spiel nicht nur zu einem Vergnügen, sondern auch zu einem enormen Wissensschatz. Mit ihm lassen sich Planeten und Sternenbilder kinderleicht bestimmen. Bei der nächsten Nachtwanderung – noch so ein willkommener Nebeneffekt des Spiels, denn nun hat man einen echten Grund länger aufzubleiben. Schließlich ist man nun Forscher – sind die unzähligen Leuchtkörper im All mehr als nur Leuchtmittel. Sie sind Wegbegleiter, die zum Junior-Fachsimpeln einladen. Die stabile Klappbox sorgt dafür, dass dieser Schatz auch immer gehütet wird.

CityTrip Bern

Bern CityTrip

Wieder eine Hauptstadt, die in der Wahrnehmung gar nicht als solche erscheint. Wer an Städte der Schweiz denkt, denkt an Zürich, Genf, Basel (von denen es auch jeweils CityTrips bei Reise Know How gibt). Bern kommt erst ein wenig später. Gut so, denkt sich der Berner. So können wir uns in Ruhe entwickeln und jedem Besucher uns ganz und gar und in voller Pracht, ohne Hektik präsentieren. Wer Bern verschmäht, wird es bitter bereuen. Das meint und weiß auch Gergely Kispál.

Er verbrachte hier einst fünf Jahre, studierte hier. Und mit Studium verbinden viele die Stadt an der Aare. Der weltweit berühmteste Wissenschaftler, der hier wirkte und forschte, war Albert Einstein.

In über achthundert Jahren Stadtgeschichte haben Viele ihre Spuren tief im Gemäuer der Stadt hinterlassen. Auch das veranlasste vor über dreißig Jahren die UNESCO die Innenstadt ins Weltkulturerbeprogramm aufzunehmen. Schon allein das Titelbild des Buches lässt den Leser leise Zustimmung zu zeigen. Bern ist eine wahre Fundgrube für Kunst- und Museumsfreunde. Einsteinhaus, Bernisches Historisches Museum und Kunsthalle sind nur drei Orte, die Besucher in ihren Bann ziehen. Hier wirkte unter anderem auch Paul Klee, der mit seiner Kunst bis heute auch bisher uninteressierte Besucher begeistert. Außerdem war er ein begnadeter Geschäftsmann, der frühzeitig das monetäre Potential seiner Kunst erkannte.

Bern ist auch die Stadt der bekanntesten Schweizer Schoggi, Toblerone. Von hier aus trat die Schokolade in der eigenwilligen Form ihren Siegeszug um die Welt an.

Wer sich nach dem genüsslichen Knacken noch etwas Bern gönnen will, tut gut daran sich vorher und während des Besuchs der Stadt zu informieren. Denn sonst verpasst man beispielsweise beim Aufstieg zum Gantrisch eine der schönsten Aussichten auf die Alpen, die die Schweiz zu bieten hat. Auch ungeübte Kraxler kommen hier auf Touren! Oder man verpasst einen historischen Rastplatz, gleich hinter dem Münster. Und was für die Pariser der Eiffelturm, für die Berliner das Brandenburger Tor sind, ist für die Berner die Zytglogge. Noch nie gehört? Nie gesehen? Noch nie davon gehört? Auf Seite 59 gibt’s die Auflösung!

Bei beiliegende Stadtplan, die kurzen Texte, die zahlreichen Tipps in diesem Buch lassen den avisierten Bern-Trip zu einem Erlebnis werden, das lange in Erinnerungen bleiben wird. Wer auf das Buch verzichten will, hat nun zwei Möglichkeiten: Bern sehen und es doch nicht kennenlernen. Oder die Gratis-App nutzen.

CityTrip Mailand und Bergamo

Mailand CityTrip

Mailand, Milano, gehört zu den Städten, von denen man selbst ohne einen einzigen Besuch meint, sie zu kennen. Doch geht es an die Reiseplanung stellt man schnell fest, dass nur Bruchstücke bereits bekannt sind. 2015 war das große Jahr der Lombardei-Metropole. Eins Komma Drei Millionen Menschen leben hier und selbst sie wissen nicht alles über ihre Heimat. Den Dom, die Scala und die Einkaufswelt der Galleria Vittorio Emanuele II sind auch Besuchern, die noch nie hier waren ein Begriff.

Doch Mailand nur auf diese drei Hotspots zu beschränken, wäre frevelhaft und würde selbst dem kürzesten Kurztrip nicht gerecht werden. Jens Sobisch stellt in seinem Reisebuch CityTrip Mailand und das nahegelegene Bergamo vor, so dass jeder Besuch zu einem Erlebnis wird.

Einfach mal kurz durchblättern und das ganze Ausmaß des kommenden Urlaubs wird sichtbar: Kurze Verhaltensregeln (Stichwort bella figura), Tipps für Herz und Magen sowie ein farbig untermaltes Textfeld mit der unerwarteten Überschrift „Mailand preiswert“. Ja, auch das ist möglich. Wenn das überteuerte Image der Stadt bisher einige abgehalten hat Mailand zu besuchen, wird hier nun auch diesem Vorurteil ein knackiges Ende gesetzt. Wer zum Beispiel ein 24-Stunden-Ticket erwirbt, spart schon mal – je nachdem wie häufig er die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt – ab der vierten Fahrt bares Geld. Denn es kostet nur dreimal so viel wie ein „normales Ticket“. Und wer sich vor Reisebeginn die Mühe macht das Internet zu durchforsten, wird feststellen, dass zahlreiche Museen und weitere Sehenswürdigkeiten an bestimmten Tagen einen kostenlosen Eintritt offerieren. Das Gesparte kann man dann getrost in primo und secondo anlegen. Denn wie der Autor zu berichten weiß, ist es üblich in den (besseren) ristorantes zwei Gänge zu bestellen. Und wo am besten? Das gibt er auch gleich noch bereitwillig preis.

Wer seinen Erstbesuch am Dom beginnen will – den findet man sicher am ehesten in der gewaltigen Stadt – wird es zu schätzen wissen, dass sich die Tipps nicht nur auf das Areal direkt herum beschränken. Links, rechts und hindurch erkundet man mit dem kleinen praktischen CityTrip Mailand die Stadt und fühlt sich wie ein sanfter Eroberer. Und so gelangt man von einem Highlight zum Anderen. Der dem Ende des Buches beigefügte Stadtplan zeichnet einem als Besucher aus und führt sicher ans Ziel. Auf der Rückseite ist die Innenstadt noch einmal detaillierter kartographiert.

Der „CityTrip Mailand und Bergamo“ ist der allzeit bereite und willige Helfer in einer der aufregendsten Städte Italiens und Europas. Bei so viel Information muss man allerdings achtgeben, dass man nicht vergisst den Kopf zu heben und die Stadt Eins zu Eins aufzusaugen. Denn nur sie kann mehr erzählen als das Buch…

Sprachkurs Niederländisch

Sprachkurs Niederländisch

Wer Niederländisch hört, denkt sich oft, dass er weiß, wovon gesprochen wird. Die Verwandtschaft zur deutschen Sprache ist nunmal gegeben. Doch so richtig versteht man es doch nicht ohne Sprachkurs. Und so ein Sprachkurs klingt irgendwie nach Schule. Und Schule klingt irgendwie so gar nicht nach Spaß. Eine Alternative für alle Schulmüden bietet der Sprachkurs Niederländisch.

Voraussetzung ist erst einmal der Wille. Ob als Intensivurlauber oder weil man in den Niederladen arbeiten oder studieren möchte oder einfach nur so – schon auf den ersten Seiten ist die Neugier groß, und man kann es kaum erwarten die Sprache unseres Nachbarn zu lernen. Mit im Pakt sind drei Audio-CDs und eine mp3-CD, um zu wiederholen und die Sprache zu intensivieren.

„Leuk je te leren kennen!“. Es geht gleich richtig los! Nach und nach werden Aussprache und Schreibweisen vorgestellt und geübt. Am Ende der Kapitel steht ein kleiner Test an. So viel Schule muss sein! Am besten ist es das Kapitel zu lesen, die CDs hören (so lange bis alles sitzt) und dann den Test zu machen. So bleibt vieles länger in Erinnerung.

Wer den Kurs über mehrere Tage oder Wochen verteilt, hat die größten Chancen sich in Amsterdam, Eindhoven und Maastricht thuis zu fühlen. Als Reiselektüre ist bleibt der Sprachkurs besser im Hotel, um am Abend eventuell noch einmal das Eine oder Andere nachschlagen zu können.

Wer nicht in der vorteilhaften Lage ist, grenznah zu wohnen und nicht gerade gern im Klassenverband Niederländisch lernen möchte, ist mit diesem umfassenden Sprachkurs auf der Gwinnerstraat. Kurz und knackig, ohne viele Schnörkel wird Niederländisch vom fragmentartigen Schnipselverstehen zur gängigen Sprache. Damit kann man mehr als nur frietjes bestellen, nach nur wenigen Wiederholungen sind Gespräche im Café Normalität.

Und wer noch unbedingt ein Geschenk für einen lieben Verwandten braucht, der demnächst seinen Urlaub zwischen Grachten, Tulpenbeeten und Windmühlen verbringen möchte, wird mit diesem Sprachkurs ein breites Lächeln ernten.

Im Anhang des Buches befindet ein Kurzkurs Grammatik, einem tausend Worte umfassenden Wörterbuch sowie die Lösungen der Übungen.

smart Italienisch

smart italienisch

Kommt Ihnen das bekannt vor? „Ich, äh, bondschorno, hätte gern drei Brötchen … äh Brötchinos“, prego“. „Schatz, das heißt Panini!“. „Quatsch, das sind die Alben, die ich seit der WM 74 sammle. Panini, also weißt Du?!“. Tja, hätte er mal lieber jemanden gefragt, der sich damit auskennt. Nein, nicht die Übersetzungs-App auf dem Handy – die liefert nur einzelne Wörter. Wer Italien als Urlausbland erwählt hat, sollte zumindest ein paar Brocken Italienisch beherrschen. Leider sind Sprachführer immer etwas zu groß geraten oder zu unübersichtlich oder nur nicht gebrauchter Ballast auf Reisen. Und die ganz kleinen Sprachführer, kommen über „Ciao“ und „Ti amo“ nicht hinaus. Es kann schon ziemlich nervenaufreibend sein, den richtigen Sprachführer zu finden.

Dabei ist es so einfach: Klein, so klein, dass die Ausrede „Der passt nicht in meine Hosentasche“ nicht mehr zieht. Rot, Rot mit einem roten Fiat vorn drauf. Und wer’s gern original haben will, mit mp3-Download aller Audiotracks. Gratis! Das ist sozusagen das Vorspiel.

Zur Einstimmung auf die für viele melodischste Sprache der Welt gibt es ein paar einführende Worte inkl. Aussprache und Handhabung des Buches. Und dann geht’s schon los: „Non La capisco.“ Ein Satz, den man anfangs öfter benutzen wird. „Ich kann Sie nicht verstehen.“ Wenn man diesen Satz fehlerfrei aussprechen kann, hat man schon mal gewonnen. Denn dann ist das Eis gebrochen. Apropos Eis. Nach de colazione und der obligatorischen Pasta zur Mittagsstunde erfrischt ein gelato ungeheuer. Vielleicht fragola? Oder doch lieber limone?

Nochmal zurück zum Mittagstisch. Die Sonne prasselt erbarmungslos hernieder. Das acqua läuft in Strömen über den Körper. Und das Essen? È freddo! Das möchte man dann doch lieber mandarlo indietro, zurückgehen lassen. So ganz banale Dinge wie die Nahrungsaufnahme, und schon kann man sich im gediegenen Italienisch ausdrücken. Nur einmal das Buch aufschlagen! Tutto molto semplice. Ganz einfach.

Dieses Buch immer dabei zu haben, erleichtert sich das Zurechtfinden und nimmt ein wenig die Angst vor dem Fremden. Es vor lauter Aufregung in der Hand zu kneten, bringt nichts. Man muss schon reinschauen, um stets ein freundliches Ciao, per favore, prego, grazie zu ernten. In einer Erholungspause bietet es sich regelrecht an etwas Italienisch zu büffeln. Allerdings mit Spaß! Und wer immer noch nicht überzeugt ist, der sollte den Preis mal umrechnen, also in Lire. Das waren mal 12.000 Lire. Jetzt nur knapp sechs Euro. Wenn das kein Argument ist…

Und in Zukunft heißt es dann „Vorrei tre panini, per favore“. Es ganz einfach, wenn man den richtigen Sprachführer hat. Dann gibt es auch kein mitleidiges Schulterklopfen mit einem „Hier, nehmen Sie meinen Hueber!“.

Die Welt des Buddhismus

Die Welt des Buddhismus

Jede Art des Reisens hat ihre Vor- und Nachteile. Ob nun All inclusive oder individuell, ob Wandern oder Pool-Lounging, ob aktiv oder entspannt: Jeder kann sich aus dem schier unendlichen Angebot an Reisemöglichkeiten etwas aussuchen. Und dann gibt es Reisen, die gibt es gar nicht, zumindest gar nicht zu buchen.

Hermann-Josef Frisch hat so eine Reise gemacht bzw. hat mehrere Reisen unternommen, um dieses Buch möglichen weiteren Interessenten in die Hand legen zu können. „Die Welt des Buddhismus“ – klingt erstmal gar nicht nach Reisen im eigentlichen Sinn. Hört sich erstmal nach innerer Einkehr an. Und das Buddhismus seit ein paar Jahren so richtig in geworden ist, gibt es auch dementsprechend viel Literatur zu diesem Thema.

Doch „Die Welt des Buddhismus“ ist ein echtes Reisebuch. Denn der Buddhismus hat einen echten Ursprungsort. Der liegt in Indien und heißt Kapilavastu. Hier wuchs Siddharta Gautama, Buddha, auf. Geboren wurde er in Lumbini. Und diese Orte kann man heute noch besuchen. Wobei die Betonung auch suchen liegt. Ein bisschen Vorbildung ist da schon von Nöten. Oder man macht es sich einfach und nimmt dieses Buch als echten Reiseband zur Hand.

Wenn man den Ausführungen und Wanderungen des Autors folgt, wird einem schnell klar, dass die alte asiatische Weisheit „Der Weg ist das Ziel“ nicht von ungefähr kommt. Buddhismus ist nicht gleich Buddhismus. Auch in dieser Religion gibt es verschiedene Strömungen oder Arten der Religionsauslegung. Vajrayana, Theravada und Mahayana sind unter dem Begriff Buddhismus zusammengefasste Religionen. Ihr Einzugsgebiet reicht von China über Indien, Thailand, Myanmar, Laos und Nepal bis Korea und Japan. Als Tourist lädt man sich gern mal eine Buddhaskulptur als Mitbringsel in Handgepäck. Mal ist es ein dicker lachender Buddha, mal ein liegender, nachdenklicher Buddha. Die Bedeutung dahinter geht oft im dekorativen Chaos daheim unter. Es sieht halt nett aus.

Wer dieses Buch in die Hand nimmt und vielleicht auch den einen oder anderen Ort besucht, wird überrascht sein, wie viel Realität in dieser Religion liegt. Und wie viel es darüber zu berichten gibt. Hermann-Josef Frisch versteht es Religionswissenschaft, Reisefieber und Geschichte in Einklang zu bringen. Dem Leser soll‘s recht sein: Er wird auf eine unendliche Reise geschickt. Bis er erleuchtet ist. Nein, darum geht s nicht in diesem Buch. Religion erlebbar machen, sie anfassen, den Spuren folgen – das alles vermag der, der dieses Buch nicht nur als Anschauungsobjekt betrachtet.

Hamburg

MM-City Hamburg

Ring frei zur zweiten Runde! Im Boxsport kommt jetzt die Zeit, in der man sich den Gegner zurechtlegt, schaut, ob die eigene Taktik funktioniert, und in der man ganz ruhig dem Erfolg entgegenstampft. Bei dieser Zweitauflage des MM-City-Reisebandes Hamburg wurde der Weg zum Erfolg schon mit der ersten Auflage vorgegeben. Somit ist die Zweitauflage keine Ergänzung im herkömmlichen Sinne, sondern eine Titelverteidigung. Und es gibt keine Manipulationen. Doch, gibt es! Zielgruppe: Potentielle Hamburch-Besucher. Und die wollen unterhalten und informiert werden.

Zweihundertsechsundsiebzig Seiten lang verfolgt der Leser das bunte Treiben in der Stadt. Kleine Aufenthalte in Bars und Restaurants, an erholsamen Punkten für Körper und Geist, auf belebten Straßen, in Vierteln, die in diesem Buch ihre Geheimnisse preisgeben, darf der Leser innehalten. Doch was ist schon eine Verschnaufpause, wenn das Reisefieber in einem hochkocht?

Matthias Kröner schafft den Spagat zwischen Information und Unterhaltung spielend. In jedem Satz schwingt das leise Wegweisen mit ohne dass der Leser ins Stöhnen kommt. „Nicht noch ein Tipp – das Leben ist zu kurz!“, diese Plattitüde kommt gegen die Wucht dieses Buches nicht an. Hamburg mal eben so mitnehmen, auf der Durchreise eine Stippvisite machen: Kein Problem! Dann halt nur eine Tour, statt der beschriebenen sieben Touren. Wie wäre es mit einem Spaziergang am Elbufer? Oder durch Alt- oder Neustadt? Den Hafen? St. Georg und Außenalster? Doch lieber Altona-Altstadt und Ottensen? Sankt Pauli soll`s sein? Bitte sehr gern. Einmal vorblättern zur Seite 112. Auf den folgenden Seiten, sechsundzwanzig an der Zahl, wird dem Mythos gehuldigt (ja, auch den Weltpokalsiegerbesiegern – Bayernfans ist die Schmach vom 6. Februar 2002 inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen). Keine Scheu vor großen Namen, heißt es auf dem einst so heißen Pflaster. Wie zum Beispiel in der „Ritze“, einer Kneipe, die schon von außen mit derber Offenheit lockt. Im Keller der „Ritze“ haben übrigens schon Weltmeister trainiert. Boxweltmeister.

Und so schließt sich der Kreis. Der Gong zur letzten Runde ertönt. Erschöpft und froh darüber, dass das Buch noch lange nicht das Ende der Träume von Hamburg ist, gelangt man auf die letzen Seiten. Nicht schlapp machen, konzentriert bleiben. Die Belohnung wartet ja schließlich noch. Im Ring gibt es ein Kampfurteil, im Buch einen herausnehmbaren Stadtplan. Wohlwollend hat der Leser die kleinen gelben Kästen durchgelesen. Hier wird Stadtgeschichte erlebbar. Kurze Anekdoten, die haftenbleiben und vor Ort die Stadt noch interessanter erstrahlen lassen. Ein Boxer hat einen großen Stab an Helfern, die ihm zu dem machen, was er ist. Hamburg-Besucher haben‘s da einfacher: Sie benötigen nur einen Helfer: Diesen!

Amsterdam

Amsterdam MM City

Unter den Metropolen der Welt sticht Amsterdam nicht nur heraus, weil es die meisten Buchstaben hat: Neun an der Zahl. Nein, Amsterdam ist der Schmelztiegel der Welt. So verwundert es nicht, dass das kulinarische Angebot so breitgefächert ist wie der Erdball rund. Oft werden die reichhaltigen holländischen Gerichte mit exotischen Gewürzen nicht nur verfeinert, sondern auf ein höheres Niveau gehoben. Das ist einer der ersten Eindrücke von Amsterdam.

Doch Amsterdam hat noch viel mehr zu bieten. Das weiß auch Annette Krus-Bonazza. Und nach dem Lesen auch der hoffnungsfrohe Besucher. Kaum eine Stadt der Welt hat ein derart reichhaltiges Staun- und Erholungsangebot. Flussfahrten, Museumsbesuche, ausgiebige Stadtrundgänge, exzellent erhaltene Architektur und ja, es kommt ja schon, auch ein imposantes Nachtleben. Amsterdam ohne einen Abstecher in den Red-Light-District ist irgendwie nicht dasselbe wie mit. Bunte Lichter, die stolpernden Touristen (hier darf der Mann noch Mann sein, also sich wie ein typischer Mann benehmen), die flackernden Lichter, die sich in den Grachten spiegeln. Es gehört halt irgendwie dazu. Doch immer mehr Bars lassen auch Frauen als Gäste zu. Emanzipation und Progressivität gehörten schon immer zur Grachtenmetropole. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Rotlichtviertel als Augenschmaus – ein Muss. Sich als „aktiver Stadtentwickler“ zu betätigen, muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Amsterdam ist auch eine Museumsstadt. Nicht nur das berühmte Rijksmuseum mit einem reichen Arsenal an Rembrandts und Vermeers, auch kleinere Museen sind es wert besichtigt zu werden. Doch Vorsicht! Jeder, der ein paar günstig gelegene Quadratmeter mit ein paar scheinbar zusammenhängenden Exponaten füllen kann, macht ein Museum auf. Oft ist man nach ein paar Minuten wieder draußen und denkt sich im günstigsten Fall, „dieser kleine Gau…, hat er mich erwischt!“ Besser vorher jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Zum Beispiel Annette Krus-Bonazza. Preiswerter und anhaltend ereignisreicher sind auf alle Fälle die elf Spaziergänge, die die Autorin für die sechste Auflage des MM City Reisebandes zusammengetragen hat. Und vor allem bunter. Die farbig abgesetzten Infokästen sind die eigentlichen Stars des Buches. Immer wieder kurz und knackig formulierte Tipps, detaillierte Hintergrundinformationen und kleine Anekdoten dienen nicht nur der Unterhaltung. Wie an einer Ampel weiß man: „Achtung, es geht gleich los!“. Immer wieder geben diese kurzen Abrisse den Blick frei für Neues und Interessantes.

Der MM City Reiseband Amsterdam ist das einzige Souvenir, das man selbst nach Amsterdam mitbringt. Für alles andere sorgt die Stadt von ganz allein!

Rom

Rom MM City

Auch wer im Geschichtsunterricht sein müdes Haupt auf dem Pult niederlegte weiß: Hier tobte seit jeher das Leben! Rom, Roma, die Ewige Stadt. Reiseanbieter locken mit Angeboten, die nie und nimmer stimmen können. Drei Tage Rom und keine Sehenswürdigkeit verpassen. Von wegen! Das klappt nur, wenn man drei Tage in diesem Buch blättert!

Drei Tage braucht man schon, um die knapp dreihundert Seiten zu durchforsten. Um dann alles zu sehen, braucht man ein Leben lang. Wer nicht so viel Zeit aufwenden kann, braucht – und das ist die logische Konsequenz – einen umfassenden, kompakten, detaillierten, klar gegliederten Reiseband, der alle Sinne anspricht. Das leise Knistern, wenn man das Buch zum ersten Mal öffnet. Der Geruch des frischen Buches steigt in die Nase. Man kann es fühlen, fast schon schmecken und bereits der Einband lässt es erahnen: Hier scheint die Sonne nur für den Besucher.

Sabine Becht hat sich die einfachste und die schwerste Aufgabe gesucht, denn sie hat einen Reiseband über Rom geschrieben, den man benutzen kann. Einfach deshalb, weil Rom voller Geschichte steckt, die erzählt werden muss. Und genau deshalb ist es auch die schwerste Aufgabe. Was ist wichtig, was weniger wichtig. Wichtig und interessant ist hier eh alles! Kaum ein Meter via, der nicht vom Hauch der Vergangenheit gestreift wurde. Kaum eine piazza, über die nicht ein Weltenbeweger geschritten ist. Kaum eine regione, die nicht den Anfang einer noch nicht beendeten Geschichte ist.

Wo also anfangen? Wie weiter? Wo aufhören? Wer Rom besucht, sollte sich einen Plan zurechtlegen. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. Und deswegen dauert die Planung eben auch ein bisschen. Drei Tage mindestens…

Der Giro d’Italia 2016 führt an achtzehn Wettkampftagen durch Italien. Und spart Rom aus. Sabine Becht schickt den Leser auf zehn Spaziergängen durch die Stadt am Tiber und spart die Rundfahrt aus. Auch wer Rom schon kennt,  oder zumindest meint es zu kennen, entdeckt hier und da, wenn auch nur andeutungsweise, Neues. Ganz wichtig in Rom: Die Fortbewegung. Alles erlaufen, ist eine ordentliche Aufgabe. Nicht für jedermann zu bewältigen. Angst etwas zu verpassen, wenn man sich motorisiert fortbewegt, muss man nicht haben. Sabine Becht gibt rechtzeitig Bescheid, wenn man an einer Sehenswürdigkeit vorbei zu schlendern droht. Keine Inschrift, kein Denkmal, kein bedeutendes Objekt bleibt unbemerkt. Als lesender Besucher der Stadt muss man immer damit rechnen etwas zu entdecken. Jeder Rundgang ist mit einer exakten Karte ausgestattet, so dass Verlaufen unmöglich wird. Und wenn man doch einmal falsch abgebogen sein sollte, na und. Auch hier gibt’s was zu sehen. Wieder zurück auf die (richtige) Piste, und schon übernimmt Sabine Becht wieder die gedruckte Reiseleitung. Wenn der Magen knurrt, die Füße schmerzen, das Auge sich erholen muss, auch hier weiß der Reiseband wohltuenden Rat. Bei einem gediegenen Glas vino bianco, einer schmackhaften Pizza oder der besten Pasta der Stadt (damit wirbt eh jeder, doch die Autorin weiß, wo es auch wirklich zutrifft), blättert man noch ein wenig im Buch und bekommt sofort einen Eindruck von dem, was noch auf einen zukommt bzw. worauf man zugeht.

Wer Rom besucht, bekommt zwei im wahrsten Sinne des Wortes weltbewegende Städte zu sehen: Rom und den Vatikan. Auch hier weiß die Autorin so Manches zu berichten und spornt zu Entdeckungsreisen an.