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Die Getränke-Werkstatt

Getränke-Werkstatt

Prost Mahlzeit, mag sich so mancher Kunde in Supermärkten denken, wenn er das Getränkeangebot betrachtet. Alles aus einem Guss. Alles aus Konzentraten hergestellt. Klar, sonst hält es sich ja nicht! Was dabei auf der Strecke bleibt, ist der pure Geschmack. Der echte Geschmack.

Eine Erdbeer-Schorle ist was Leckeres, erfrischend. Aber wenn man dann genüsslich in eine selbst angebaute Erdbeere beißt, schmeckt die ganz anders. Die ist gar nicht so süß! So erdbeerig. Enttäuschung? Bloß nicht! Verärgerung? Schon eher. Und zwar darüber, dass man zwischen Original und Kopie nicht mehr unterscheiden kann, weil man nur die Kopie kennt.

Lindy Wildsmith – hier ist der Name Programm – gibt Anregungen und Tipps zur Rückbesinnung auf den echten Geschmack der Natur. Für ihre Limonaden, Liköre und Weine nimmt sie nur das, was sie in freier Wildbahn erhaschen konnte. Künstliche Zusatzstoffe sucht man in dem reich bebilderten und flüssig geschriebenen Ratgeber umsonst. Gut so!

Die zu häufig missbrauchten Floskeln von Regionalität und Saisonabhängigkeit bilden bei ihr die Grundlagen ihrer Ausführungen. Nun kann man sich einige Rezepte auch aus anderen Quellen als diesem Buch besorgen. Aber man braucht verschiedene Quellen. Bei Lindy Wildsmith gibt’s das komplette Rundum-Sorglos-Paket.

Angefangen beim richtigen Equipment über die verschiedenen Arten der Herstellung bis hin zur qualitätserhaltenden Lagerung gibt sie einfach nachzuvollziehende Hinweise. Und erst die Rezepte: Italienischer Limetten-Sciroppo, Florida-Cocktail-Sirup. Schon die ersten beiden Rezepte verheißen Geschmacksexplosionen und fruchtige Durstlöschung.

Wer’s gern ein bisschen prickeliger mag, für den gibt es Rezepte mit Kohlensäure. Schon mal Holunderblüten-Champagner probiert? Dafür braucht man nicht mehr als 3 große Holunderblütendolden, fein abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, 600 g Zucker, 30 ml Weißweinessig und kaltes Wasser. Und noch die entsprechenden Gefäße. Bye, bye Hugo!

Auch Bier und andere alkoholische Frischmacher hat die Autorin im Gepäck. 23 Liter gewürztes Ale – da kommt man erstmal eine Weile hin. Und die Zubereitung ist ganz einfach. Nachzulesen in diesem erstklassigen Buch, das die Kehle benetzt, den Körper erfrischt und den Kopf für den wahren Geschmack freimacht.

Kuchenfest

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Um einen Kuchen zu backen, dafür braucht man keinen besonderen Anlass. Einfach mal so, für zwischendurch einen leckeren Kuchen in die Röhre schieben, abkühlen lassen, servieren und die Dankbarkeit in den Augen der Gäste ist garantiert.

Doch wenn besondere Anlässe ins Haus stehen, sollte es öfter mal eben auch was Besonderes sein. Nicht unbedingt ausgefallene, exotische Früchte auf dem Kuchen sorgen für Begeisterungsstürme, sondern die Präsentation steht dann im Vordergrund. Da muss alles stimmen, und da ist es gut, wenn man sich fachmännischen (fachfraulichen) Rat holen kann.

Annie Rigg ist da eine hervorragende Adresse. Sie ist Food-Stylistin. Das heißt sie weiß wie man Leckeres lecker anrichtet. Und sie hat beim Verlag Jan Thorbecke schon zwei Titel veröffentlicht, die ihr Können unter Beweis stellten, „Feine Macarons“ und „Brownies“.

Der Titel „Kuchenfest“ und vor allem das tolle Cover lassen das Buch nach viel Arbeit erscheinen. Für Ungeübte eine Herausforderung. Ach gar nicht! Das geflügelte Wort „Jeder kann backen“ wird hier eindrucksvoll bewiesen. Um den neugierigen Leser bei der Stange zu halten, beginnt die Autorin mit dem Wichtigsten: Der Deko. Streusel und Glitzer sind hier nicht das Salz in der Suppe, jedoch das Tüpfelchen auf dem i.

Dann geht es schon an die Grundlagen. Vanille-, Früchte- oder Schokoladenkuchen ist kinderleicht zu backen. Das wird auf den ersten Seiten klargemacht.

Danach ein paar Cremes und Füllungen. Und schon hat man den größten Teil der Arbeit hinter sich gebracht. Jetzt geht es ans Dekorieren. Wem schnell das Wasser im Munde zusammenläuft, muss jetzt ganz tapfer sein. Zitronen-Mohn-Torte (schlucken) mit Heidelbeeren und Zitronen-Baiser-Buttercreme. Diese Kreation muss man sich noch einmal durchlesen. Zitronen-Mohn-Torte (schlucken) mit Heidelbeeren und Zitronen-Baiser-Buttercreme. Und daneben dieses Bild! Göttlich! Kurz die Mundwinkel abputzen … so … kurz schlucken. Und ab in die Küche. Nachbacken. Wohlgemerkt, da befindet man sich erst auf den Seiten 24/25. Es kommen noch einhundert!

Und dort findet man vergoldete Schokoladentorte, Super Disco-Baisers, Himbeer-Zitronenrolle, Ingwer-Rum-Kuchen mit kandierter Ananas und Schleifen- und Bändertorte.

Die Dekotipps sind wie die Einführungen und die Rezepte sehr einfach beschrieben. Mit ein wenig Konzentration wird man vom Gelegenheitsbäcker zum Profi für die ganz großen Anlässe.

Heilende Gewürze

Heilende Gewürze

Was wäre ein asiatisches Menü ohne Koriander? Oder ein Steak ohne Pfeffer? Oder Spaghetti Bolognese ohne Basilikum? Nicht mal halb so lecker. Gewürze verleihen den Gerichten Pfiff, Geschmack und das besondere Etwas! Doch sie sind mehr als nur schnöde Veredler! Denn so manches Pülverchen ist ein wahres Gesundheitswunder. In den richtigen Mengen. Muskatnuss zum Beispiel – fein zerrieben über die Speise verteilt, ist es auf einen Schlag ein vollkommen verändertes Geschmackserlebnis. Und Forscher fanden heraus, dass die Muskatnuss eine krampflösende Wirkung hat. Bei Epilepsie kann das durchaus hilfreich sein. In Thailand belegten Forscher, dass Muskatnussextrakt Leukämiezellen tötet. Ein verbessertes Gedächtnis, ein sinkender Cholesterinspiegel und eine beruhigende Wirkung werden ihr ebenso nachgesagt. So eine kleine Nuss (eigentlich es „nur“ der Kern des nussartigen Samens) und so eine große und umfängliche Wirkung! Dr. Bharat B. Aggarwal arbeitet seit über zwei Jahrzehnten am Anderson-Krebszentrum der Uni Texas. Künstlich hergestellte Medikamente sind bei der Gesundheitsvorsorge und Krankheitsbewältigung nicht das alleinige helfende Mittel. Ob als Begleitmittel oder als Präventivzusatz sind Gewürze eine willkommene Alternative. Dass sie dabei oft noch den Geschmack der Speisen verfeinern ist ein mehr als willkommener „Nebeneffekt“. Auf über fünfhundert Seiten gibt der Autor hilfreiche Anregungen zum Kauf, worauf man achten sollte, zur Aufbewahrung und zur richtigen Dosierung von Gewürzen. Das Inhaltsverzeichnis ist zweigeteilt. Zum Einen nach den Gewürzen, zum Anderen aber auch nach den Wehwehchen. Und er gibt Tipps welche Gewürze zu welchen Rezepten passen. Denn schmecken soll es ja auch!

In die Pilze gehen

In die Pilze gehen

Nein, es ist kein Kochbuch. Auch kein Sammlerbuch. Kein Ratgeber. Es ist eine Hommage an die ersten Kindheitserinnerungen. Pilze sammeln, oder in die Pilze gehen, ist die unblutigste Form des Jagens. Es fließt kein Blut. Kein Wimmern beim Erlegen. Doch es ist gefährlich – nicht jeder Pilz ist genießbar. Genießbar hingegen sind die literarischen Erzeugnisse, die hier so liebevoll zwischen zwei feste Pappseiten gepresst wurden.

Die Geschichten reichen von Kindheitserinnerungen bis zu Giftpilzen in der Nachbarschaft. Mit Sorgfalt wurden Auszüge aus Werken mehr oder weniger bekannter Autoren ausgewählt, die dem „in die Pilze gehen“ ihre Tinte schenkten. Eugen Roth, der Lyriker, steuert zwei Gedichte bei, die selbst Lesern, die nicht so viel mit Gedichten anfangen können, Verständnis ins Gesicht zaubern.

Günter Grass erinnert in seiner Geschichte „Wir Oberpfälzer, sagt man“ an die Tschernobyl-Katastrophe, die zu einer hysterischen Hatz auf alles, was konterminiert sein könnte, führte.

Die Faszination fürs Pilze sammeln ist wohl eine den ältesten Ritualen der Nahrungsbeschaffung. Ob allein mit Körbchen und Messer „bewaffnet“ oder im Rudel und großem Korb, ob mit Pilzerkennungsratgeber oder mit Wissen im Kopf, ob Jagdglück erhaschender Frühaufsteher oder gemütlicher Resteverwerter, in die Pilze gehen ist wohl die Tradition, die man von den ersten bis zu den letzten Stolperschritten fortführt, jeder technischen Revolution zum Trotze.

Wer dieser Faszination noch nicht erlegen ist, kommt ihr mit diesem Buch auf die Schliche. Appetitanreger oder Lesebuch? Diese Frage stellt sich nicht. Der Untertitel „Lesen und Sammeln“ ist nicht nur mit einem Schmunzeln hinzunehmen. Er ist eine Vorankündigung, dass es in der Zukunft noch mehr dieser Bücher (zu anderen Themen) geben wird. Achten Sie auf das A am rechten Buchrand.

„In die Pilze gehen“ wird das Feuer für das eventuell vergessene Pilze sammeln wiederbeleben. Wer begeisterter Pilzsammler ist, wird sich auf der einen oder anderen Seite wiederfinden.

Kräuterscherenset

Küchenwunder Kräuterscheren-Set

Das ist mal eine echte Zeitersparnis. Kräuter schnibbeln mit einer Schere. Ein Schnitt und die ätherischen Öle verströmen mehrfach ihre Wirkung in der Küche. Denn mit einem Schnitt wird nicht nur ein Teil abgeschnitten, sondern gleich fünf! Schnelle Küche für jedermann. Mit dabei ist eine dekoratives Pflanzschild aus Metall, eine kurze Anleitung und Schnittlauchsamen. Der wächst schnell und so kann man schon nach kurzer Zeit die Wunderschere gleich ausprobieren. Die fünf parallel arbeitenden Schneideblätter aus rostfreiem Edelstahl arbeiten präzise und stellen eine echte Arbeitserleichterung dar.

 

 

Köstliche Marmeladen und Brotaufstriche

Köstliche Marmeladen

Es kommt immer einmal im Leben die Zeit, in der alt Hergebrachtes wieder chic wird. Omas Wissen wird hervorgekramt und man erfreut sich am bewährten Wissen der Ahnen. Nun gut, wir werden sicher nie mehr mit Pfeil und Bogen auf Fleischjagd gehen. Aber mit einem Feuerstein ein wärmendes Licht zu erzeugen ist schon ein Abenteuer. Omas Rezepte auszuprobieren hingegen hat sich als Marke „Was Oma noch wusste“ längst etabliert.

Was gibt es Schöneres am Frühstückstisch als eine dicke Scheibe Brot, die ebenso dick bestrichen ist mit selbstgemachter Marmelade, hineinzubeißen. Das sind die echten Wachmacher, die den perfekten Start in den Tag garantieren! Ernst Rehren hat seinen Finger zum Kosten in Europas Marmeladentöpfe vom Atlantik über den Ural hinaus bis ins asiatische Sibirien gesteckt. Und dabei hat er Leckeres zum Munde geführt. Er ist so freundlich und lässt nun den Leser an seiner Lukulli-Tour teilhaben. Wem schnell das Wasser im Munde zusammenläuft, der sollte sich beim Lesen eine Serviette unterlegen. Frisches Weißbär-Eisbär Gelee, mmmmh mit Johannisbeersaft und Pfefferminzblättern – die Info, dass sich die Blättern erst rot färben, das Gelee dann bernsteinfarben wird und nach einem halben Jahr die Pfefferminze an Geschmack verliert, erübrigt sich: So lang hält sich das Gelee eh nicht! Das steht schon beim Lesen fest.

Britisch erhaben kommt Pink Gin daher. Grapefriut (pink please), Gin, Wacholderbeeren, Vanille und weitere Zutaten aus dem Asialaden ergeben einen erfrischenden Brotaufstrich, jedoch erst ab 18.

Wem das alles noch nicht reicht, der bekommt auch ein paar geistreiche Beigaben in flüssiger Form. Quittenlikör, Schlehenlilör oder auch Fasanenbrause.

Dieses unscheinbare Buch hat es in sich. Denn es ist eines der wenigen Kochbücher, das von der ersten bis zur letzten Seite ausnahmslos nachkochbar ist. Und man wird jedes einzelne Rezept nachkochen. Das ist garantiert!

Kochbox Kids

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Für ein Kind oder mehrere Kinder zu kochen, ist ein heikles Unterfangen. Der Eine ist keinen Spinat (verständlich), der andere mag dieses komische glibberige Zeug nicht. Immer nur Pommes und Burger oder Spaghetti ist aber auch keine Lösung! Diese Kochbox ist die Lösung für gestresste Eltern! 39 kindgerechte, oft schnell zubereitete Gerichte sind in dieser formschönen Box zusammengestellt. Wie kleine Karteikarten nimmt man eine heraus, und brutzelt einfach drauf los. Denn die Zutaten hat jeder immer im Haus. Von Mousse au chocolate mit Schokolinsen über Zucchini-Flan (klingt nicht gerade wie für Kinder gemacht, schmeckt aber lecker!) und Bananen-Kokospüree bis zu Spinat-Süßkartoffelpüree und dem allseits beliebten Milchreis mit Schaumzucker-Erdbeeren. Da werden auch die Großen öfter mal einen Löffel vom Teller der Kleinen stibitzen.

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Schnelles Brotbacken für Eilige

Schnelles Brotbacken für Eilige

Ein Ei ist mal schnell in die Pfanne gehauen. Oder ein paar Spaghetti – die sind auch schnell zubereitet. Aber ein Brot backen? Und dann noch schnell? Wenn man es eilig hat. Das geht doch gar nicht!

Doch, meint Angelika Kirchmaier. Und dass dieses Buch schon in der zweiten Auflage veröffentlicht wird, scheint ihrer These wohl auch rech zu geben. Als Einleitung gibt es eine kleine Übersicht über die verschiedenen in diesem Buch verwendeten Getreidesorten. Da gibt es schon die ersten Überraschungen für eifrige Discountereinkäufer. Denn es gibt durchaus mehr Sorten als Weizen-, Roggen und Mischmehl. Schon mal was von Kamut, Amaranth oder Quinoa gehört? Selbst die Autokorrektur im MS Word streikt da. Ein Baguette aus Kamut, einer Weizensorte, beträgt nur eine halbe bis Dreiviertelstunde. Es ist heller als „normales“ gesundes Brot, leuchtet hellbraun bis ocker. Sieht lecker aus – Probieren!

An dieser Stelle alle Rezepte und Brotsorten aufzuzählen, ist überflüssig. Denn jedes Rezept sollte man probieren. Dann kann man entscheiden, welche Brote zukünftig den Frühstückstisch zieren werden. Fakt ist, dass Angelika Kirchmaier für jeden – auch noch so mäkeligen – Geschmack mindestens ein Rezept parat hält.

Wer Brot liebt, kennt sicher schon einige Variationen. In diesem Buch wird da Brotwissen auf eine höhere Ebene gestellt. Die Bilder von Thomas Trinkl sind appetitanregend und spornen den wissbegierigen Bäcker an ein Rezept nach dem anderen auszuprobieren.

Süßes aus der Kräuterküche

Süßes aus der Kräuterküche

Nach dem Essen ein Orangen-Thymian-Trüffel. Oder ein Salbei-Daquoise mit Himbeeren und Lindenhonig. Oder Zitronen-Basilikum-Marshmellows. Na, klingt das nicht verlockend. Beim zweiten Hinsehen erkennt man die Raffinesse. Kräuter im Dessert? Mh, muss man sich dran gewöhnen. Auf alle Fälle muss man es ausprobieren!

Florian Löwer schaute gern der Oma beim Backen zu – eine Kindheitserinnerung, die so manchem im Kopf und im Magen hängengeblieben ist. Doch er nutzte sein Wissen, um daraus eine Leidenschaft zu intensivieren. Er wurde Konditor und nahm 2006 als einziger deutscher Teilnehmer bei der Konditoren-Weltmeisterschaft teil. Und: Er erreichte einen ruhmvollen dritten Platz.

Heute ist er Konditor mit Filialen in Franken. Und Buchautor. In seinem Buch gibt er nicht nur seine Rezepte preis, er gibt auch Tipps wie die Rezepte noch besser gelingen, auch mit handelsüblichen Zutaten mit und in handelsüblichen Gerätschaften.

Schon mal Kräutermacarons probiert? Köstlich, wenn die Hülle knackt und der Duft von Minze langsam aufsteigt, den Mundraum in Beschlag nimmt und die Geschmacksnerven Samba tanzen. Ganz eigenwillig: Bananen-Petersilien-Macarons. Wenn sich das Kräftige der Petersilie mit der sanften Süße der Banane vereinigt, wird von nun an nur noch aus diesem Buch gebacken!

Die Bilder von Matthias Neubauer verzaubern ab der Umschlagseite. Sie regen den Appetit an und verführen zum sofortigen Nachbacken.

Baby isst mit

Baby isst mit

Der Hunger kommt beim Essen. Und je mehr man kennt, desto öfter schmeckt’s auch. So einfach ist das! Wenn ein Kind den Tisch bereichert, muss so manches umgestellt werden. Vorbei die Zeiten, in denen man sich genüsslich ein Steak fast roh einverleibte. Aber warum eigentlich? Kindernährung zuzubereiten bedeutet ja nicht, dass man selbst auf das eigene Wohlbefinden zu verzichten.

Natalie Stadelmann weiß wie man Kinder an leckeres Essen gewöhnt. Ihre Tipps sind eingängig und nachvollziehbar. Besonders wichtig sind die Hinweise zur Allergievorbeugung. Auch wenn die Allergie schon ausgebrochen ist, muss man nicht den Kopf in den Sand stecken. Auch hierbei gibt sie Hilfestellung. Der Jahreszeitenkalender, in dem sie Obst und Gemüse nach ihrer Blüte- und damit besten Verzehrzeit angibt, ist wohl das wichtigste Hilfsmittel dieses Buches. Durch die ganzjährliche Verfügbarkeit von vielen Obst- und Gemüsesorten haben viele verlernt zu erkenne, wann etwas auf den Feldern gedeiht. Wer sich nach der Natur richtet, kann gar nicht falsch liegen!

Die Einleitung ist der wichtigste Teil des Buches, der leckerste sind die Rezepte: Pastinaken-Paella, Kürbis-Karotten-Feta-Quiche, Fenchel-Lachs-Tagliatelle. Allesamt Gerichte auch für Kinder. Natürlich in anderen Mengen als für die Großen. „Baby isst mit“ ist das erste Kochbuch in vielerlei Hinsicht. Erstens kommt es bei Babies ab dem ersten Tag darauf an das Richtige zu füttern. Des Weiteren sind Grundlagen in Ernährungskunde elementares Wissen. Und zu guter Letzt soll es Kindern schmecken. Drei Kriterien, die dieses Buch bestens erfüllt.