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Kalender 2027

Thorbeckes Japanische-Gärten-Kalender 2027

Der erste Japan-Hype der Moderne kam mit dem Impressionismus nach Europa. Monet war unter anderem von der klaren Sprache und der Farbenwucht fasziniert. Die Natur einfangen, sie ins rechte Licht setzen … ja, sogar in ihr herumlaufen –  japanische Gärten mit ihren klaren Linien und Strukturen sind ein fest für die Sinne.

Japanische Gärten sind Kunstwerke. Alles ist darauf ausgerichtet Störendes in Befriedendes umzuwandeln. Hier stört nichts mehr. Die Außenwelt ist außen vor. Die innere Ruhe umarmt einen wie ein zarter Hauch. Und so startet man ins neue Jahr 2027 mit einem Hauch Tradition, altbewährten Ritualen und einem Bild, das Glück verheißen soll. Das, was man als Erstes im neuen Jahr träum, geht auch in Erfüllung. Da empfiehlt es sich Glückssymbole auch zu erkennen: In Japan bringt ein Traum vom Fuji, nicht nur der höchste Berg Japans, sondern DER Berg, Glück. Ebenso wie ein Falke und eine Aubergine. Vor Jahrhunderten schenkten sich Adelige gegenseitig Auberginen. Was also, wenn man seinen ersten Traum vom Falken – noch ein Glückssymbol – einer Aubergine und dem Fujisan in zarten Farben festhält? Unendliches Glück oder einfach nur der Start in ein Jahr voller Pracht! Die Antwort ist simpel: Beides. Denn traditionell müssen drei Glückssymbole einfach Glück bedeuten. Zum Anderen ist da erste Kalenderblatt – das erste von sechsundfünzig! – der ideale Jahresbeginn.

Und was ein Glück! Das geht genau so weiter! Kamelien mit einer erhebenden Schneehaube. Yukimizake ist mehr als nur Müßiggang. Bei einer Tasse Sake den Wintergarten betrachten ist ein Ruheritual. Und wenn sich schon bald der Winter zurückzieht, blühen die Ume, japanische Aprikose oder Pflaume. Die Vögel kehren zurück und geben ein Pfeifkonzert erster Kajüte.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Im Mai wird Tango no Sekku, Kindertag gefeiert. Dazu nimmt man ein Bad mit Schwertlilienblüten. Die Farbenpracht der Horstensie, die Jagd nach Glühwürmchen, ruhig daliegenden Teiche – das Jahr 2027 wird für Japanfans eine wahres Fest. Sofern man diesen Kalender an der Wand hängen hat. Abwechslungsreich und kontrastreich birgt jede Woche ein neues Highlight, das das Auge erfreut und in so manchem die Reiselust ins Reich der aufgehenden Sonne immer wieder aufs Neue erweckt.

Thorbeckes heimisches Obst Kalender 2027

Da soll es doch tatsächlich Leute geben, die behaupten, dass man keinen Jahreskalender mit 56 Kalenderblättern füllen kann, indem man heimisches Obst präsentiert! So viele Sorten gibt’s doch gar nicht. Es gibt doch nur abgepacktes Obst und das lose Zeug, das immer im Einkaufsbeutel herumkullert. Und das, was hierzulande gar nicht heimisch ist. Demzufolge ist dieser Kalender nicht nur ein Augenschmaus, sondern zugleich ein Lehrstück. Wie die hübsche Biolehrerin, in die man heimlich verknallt ist!

Mit einer weiteren bitteren Erkenntnis startet das neue Jahr 2027. Die Vogelbeere ist sicher bekannter als man vermutet. Dass man sie essen kann, wissen sicherlich weniger. Ihr Vitamin-C-Gehalt gehört zu den höchsten unter den heimischen Obstsorten. Aber Vorsicht! Erst nach dem Frost ernten, ansonsten wird es bitter. Früher nutzte man sie auch, um Vögel zu fangen. Denn denen macht die Bitterkeit nichts aus. Aber wer fängt heute noch Vögel?!

Nachdem man sich Woche für Woche an den nostalgischen Abbildungen zu Bucheckern (ja, ist Obst!), der Lamberthasel (is ’ne Nuss – Haselnuss) gelabt hat, kommt mit der Stachelbeere schon im Januar ein Obst daher, das nun wirklich jeder kennt. Und schon hat man den ersten Fehler entdeckt, denn eigentlich ist es eine Dornenbeere. Was man daraus macht – aus dieser Erekenntnis und dem Obst – muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist, süß und sauer ist eine Kombination, die beglückt.

Pfirsich, Felsenbirne, Berberitze sind heimisches Obst, das unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Genauso wie Johannesbeeren – rot mit Zucker ein Genuss oder doch lieber schwarz mit einer für Kinder erwachsenen Note an Geschmack.

Himbeere, Aprikose und Sauerkirsche sind nicht nur im kalendarischen Ablauf die Boten des Sommers. Und dann natürlich die Königin des Sommerobstes: Die Erdbeere. Mittlerweile sollte nun jeder auch wissen, dass sie eigentlich eine Nuss ist, die ganz offensiv ihre Früchte, die Nüsse, außen trägt. Doch wen interessiert das schon, wenn ein reichlich belegte Erdbeertorte am Nachmittag vor einem steht?! Den Abschluss des Jahres bildet wieder eine Kirsche, die Kornelkirsche. Auch wieder nicht das, was sie zu sein scheint. Denn sie ist ein Hartriegelgewächs. Bei Heidelbeeren ist wieder alles im Lot – Beere gleich Beere – Mund auf und genießen. Es muss ja nicht immer alles blau sein, was sich Heidelbeere nennt. Die Gewöhnliche Moosbeere ist rot und gehört trotzdem zur Gattung der Heidelbeeren.

Und so schließt sich der Kreis. Genuss ist immer ein Zusammenspiel von mehreren Sinnen. In diesem Fall Augenschmaus und Gaumengenuss, im Dreierpack mit ein bisschen Aufklärung.

L’Aperitivo Kalender 2027

Monatlich wechselndes Wasser-Im-Mund-Zusammenlaufen. Tägliche Vorfreude auf den Ausklang des Tages. Zenti- und Milliliterweise Urlaubsstimmung. So versüßt man sich gern die Aufbruchsstimmung bis man endlich in die Sonne fliehen kann. Wer es nicht länger aushält, wird nun zwölf Monate lang mit den köstlichsten Urlaubstagsausklangsgeistern so manch beschwingte Stunde erleben.

L’Aperitivo – das ist Lebenskunst, auch wenn hier und da der Aperitivo zur Touristenfalle ausartet. Eine Lebenskunst, die man ausgiebig genießt. Ausgiebig aber im Sinne von langzeitig, langsam, lang anhaltend. Denn ein Schlückchen in Ehren … Wenn das Jahr mit dem karibischen Drink schlechthin beginnt, kann es nur ein gutes Jahr werden. Ein Daiquiri Sour. Drei Zutaten – so wie fast alles Drinks – Rum, Limettensaft und Zuckersirup. Wenn er dann noch so stimmungsvoll präsentiert wird, steht der gediegenen Abendstimmung nichts im Weg. Der Jüngste unter den Drinks ist der Negroni. In den vergangenen paar Jahren hat er einen Aufschwung erlebt wie kaum ein Anderer. Man muss schon ein wenig Erfahrung mitbringen, um der bitteren Note etwas abgewinnen zu können. Erst recht, wenn man sich bisher „nur“ mit Mai Tai den Abend im wahrsten Sinne des Wortes versüßte.

Die geschmackvolle Darstellung von Gin Tonic, Margarita und anderen Drinks wie Limoncello – was verkörpert besser die Seele Italiens in flüssiger Form?! – sind zudem auch noch ein Augenschmaus.

Marco Marella gönnt dem Betrachter einen optischen Hochgenuss, der Appetit auf mehr macht. Stilvoll, fast schon nostalgisch zeigt er wie ein eleganter Aperitivo in Szene gesetzt werden muss. Da gibt es keine zwei Meinungen.