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Gebrauchsanweisung für Mailand

Gebrauchsanweisung Mailand

Zwei tolle Jahre für Mailand: 2015 die Expo, 2016 das Champions League Finale in San Siro. Klar, dass da so mancher auf die Idee kommt der lombardischen Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Die Stadt, in der Shopping-Event und Kultur-Overkill zusammen gehören wie Pizza und Vino. Das ist nicht alles? Echt? Henning Klüver hat da noch ein paar andere Tipps parat. Er weiß wie man die Stadt für sich einnimmt. Denn er lebt hier, seit über zwanzig Jahren.

Henning Klüver hat auch gleich das Einzigartige an Mailand ausgemacht, ohne das die Stadt ihr Antlitz verlieren würde: Den Dom. Ohne Inter und ohne den AC Milan wäre Mailand noch zu verkraften. Aber ohne den Dom wäre Mailand … nichts. Der Dom ist aber nicht einfach nur ein Gotteshaus mit einer mehr als sehenswerten Architektur. Man kann ihn sogar besteigen. Dann fühlt man sich wie im Panoptikum. Dutzende und Aberdutzende Figuren weisen den Weg über die Dächer der Stadt. Siehe Titelbild.

Den Vergleich mit Rom muss Mailand nicht scheuen. Es ist ein bisschen enger als in der Hauptstadt. Rom ist vielleicht schöner, reicher an Geschichte. Doch – und da sind sich alle Mailänder einig – zum Arbeiten zieht es die meisten nach Mailand. Aber als Tourist will man von Maloche nichts hören und so schiebt Henning Klüver den Leser sanft weiter durch die Stadt.

Da Mailand flächenmäßig eine kleine Stadt ist, kann man vieles schnell erreichen. Eine Fahrt mit der Straßenbahn bietet sich da an. Und schon ist man im nächsten Klischee. Mailand, die Elegante. In der Linie Eins sind die Türen aus Teak gefertigt. Seit sechzig Jahren rattert sie durch die Stadt und quietscht vergnügt im die Ecken. Teak! Ja, Teak in der Tram. Das nennt man dann wohl Lebensqualität. Doch auch Bausünden finden sich hier. Doch die Mailänder haben sich daran gewöhnt und machen sich einen Spaß daraus den Gebäuden passende Namen zu verpassen. Da gibt es das Haus mit Hosenträgern, die Krumme, die Bucklige und die Gerade.

Dieses Buch hetzt den Leser nicht durch die Stadt a Olona und Lambro. Vielmehr ist es über zweihundert Seiten langer Spaziergang durch Mailand, der einem stetig fließenden Wissensfluss ähnelt. So umfassend und detailreich wurden bisher nur wenige Städte vorgestellt.

Henning Klüvers Gebrauchsanweisung für Mailand ist ein doppelter Gewinn für den Leser. Nicht nur, weil auch die umliegende Region vorgestellt wird, sondern, weil es Wegweiser und Reiseführer in Einem ist. Der Autor stellt Orte vor, die man gesehen haben muss, bringt sie aber immer in Verbindung mit den Menschen, die diese Orte geprägt haben. Leonardo da Vinci und Guiseppe Verdi sind ebenso präsent wie hierzulande unbekannte Publizisten und Blogger, die ihrer Stadt wortgewaltig ein Denkmal setzen. Es empfiehlt sich dieses Buch in Milano immer dabei zu haben. Bei einer kurzen Rast lohnt es sich immer wieder einen kurzen Blick ins Buch zu werfen.

Gebrauchsanweisung für Istanbul

Gebrauchsanweisung Istanbul

„My kind of a town“, meinte einst Al Capone über Chicago. Hier konnte er zeitweise schalten und walten wie er wollte. Und Istanbul? Was sagt der geneigte Besucher über diese Stadt? „My kind of a cultural clash“. Hier stoßen die urbanen Lebensentwürfe wie Kontinentalplatten aufeinander. Nicht so langsam – ganz im Gegenteil – jedoch nicht weniger eindrucksvoll. Und hier kann der Gast schalten und walten wie er will. Wenn er sich auskennt! Zur perfekten Reisevorbereitung gehört neben dem unverzichtbaren Reisebuch auch ein wenig wohl formulierte Literatur. Und die liefert Kai Strittmatter. Nun ist Kai Strittmatter nicht nach Istanbul gekommen, weil er hier schon immer mal Urlaub machen wollte. Er wollte, nein er durfte als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung von Peking nach Istanbul wechseln. Der Unterschied zwischen „normalem Touristen“ und dem Autor ist nicht besonders groß. Beide wissen wo ihr Haus wohnt (sorry, aber der Gag musste jetzt einfach sein), der Tourist hat sein Hotel, Kai Strittmatter seine Wohnung (mit Bosporusblick und allem Drum und Dran). Beide wissen, was sie hier zu tun haben, sich umschauen, aufsaugen und berichten. Und beide kommen anfangs nicht aus dem Staunen raus! Wo „normale Touristen“ nicht mehr als ein „Boah“ herausbekommen, arbeitet sich Kai Strittmatter sanft und wortstark durch die einzelnen Kulturschichten. Für den Leser heißt das: Achtung Suchtgefahr! Die Intensität der Worte lässt an der Wahl des Urlaubsortes, sofern er denn nicht Istanbul heißt, zweifeln. Erste Umbuchgedanken kommen auf. Vielleicht doch eher Istanbul statt, Westerwald? Nicht unbedingt. Istanbul rennt nicht weg. Die Stadt gehört zu den Ältesten der Welt. Aber den Gedanken aus dem Kopf zu bekommen, wird verdammt schwer!

Die kurzen Kapitel machen das Buch zu eine echten Lese-Dauerbrenner. Kurz und knapp taucht man immer tiefer in die Seele der Stadt ein. Kurz unterbrochen von farbenprächtigen Absätzen, die einem Istanbul auf Gefühlsebene näher bringen. Mit eines der längsten Kapitel trägt den Titel „Auskosten“. Na klar, was sonst?! Istanbul sollte man in vollen Zügen genießen. Sich dem Rhythmus der Stadt anpassen. Nix für Frühaufsteher! Keyf nennt man das hier. Eine Art Müßiggang mit Zusatzleistungen. Laissez-faire mit Würde.

Kai Strittmatters Texte lesen sich wie ein Roman. Der Ich-Erzähler verzichtet auf das Links-Und-Rechts-Verweisen, was man gesehen haben muss und was nicht so sehr von Bedeutung ist (das gibt’s tatsächlich in Istanbul). Vielmehr ist die Gebrauchsanweisung ein echtes Handbuch, um sich nicht allzu sehr als Fremder im Millionenmoloch Istanbul zu fühlen. Ausflüge gibt es nur in die Geschichte. Alle anderen Trips sind wichtiger Bestandteil des Lebens am Bosporus. Kai Strittmatter geht Vorurteilen nach, belegt oder widerlegt sie, und wenn sie stimmen, forscht er nach woher sie kommen. Wer noch keinen Reisebegleiter für Istanbul gefunden hat: Bitte sehr, hier ist er! Vierundzwanzig Stunden verfügbar, eloquent, ratgebend und unerlässlich.

Himalaya

Himalaya

Wer hoch hinaus will, muss unten anfangen, könnte ein asiatisches Sprichwort lauten. Ist aber eher eine Adaption. Oder auch der Leitspruch eines jeden Alpinisten, der das höchste Gebirge der Welt erklimmen möchte. Hier oben ist das Leben rau, echt, selten einladend. Viele, die die Spitze der Welt erobern wollten, konnten von ihren Taten nicht mehr berichten. Und die, die es konnten, vergaßen nie wieder, was sie erlebt hatten. Auch davon berichtet dieses Buch.

Es ist trotz der enorm fortgeschrittenen touristischen Erschließung immer noch eines der letzten Abenteuer unserer Zeit. Die Berge des Himalaya zu bezwingen (schon anhand der Wortwahl – bezwingen – lässt sich die Schwierigkeit des Unterfangens erkennen), ist ein so genannter Menschheitstraum. Dazu gehört zum Einen die Vision, zum Anderen die Umsetzung dieses Traumes. Philip Parker und sein Autorenteam haben sich auf Spurensuche begeben.

Die Eroberung des Himalaya begann nicht erst mit der Bezwingung des Mount Everest Ende Mai 1953. Sie begann viel früher, nur eben unbemerkt. Obwohl in den Höhenzügen des Himalaya nicht gerade das Leben tobt, so lebt man hier schon seit Ewigkeiten, nur eben unbemerkt. Seit ein paar Jahrzehnten ist es allerdings vorbei mit buddhistisch erhabener Ruhe. Biwaks und der damit verbundene Müllberg (der ist allerdings wirklich neu) bestimmen die Szenerie.

Wer davon liest, hat schon den größten Teil des Buches bezwungen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Leser von den Königreichen auf dem Dach der Welt erfahren, ist mit Pilgern und Missionaren auf Gipfel geklettert und hat mit dem Autor Stewart Weaver den Himalaya vermessen. Und natürlich auch mit Tenzing Norgay und seinem berühmten Schrittgefährten Sir Edmund Hillary auf alle herabgesehen.

„Himalaya – Die höchsten Berge der Welt und ihre Eroberung“ ist aktuell der einzige Abenteuerroman, der auf echten Fakten beruht. Natürlich ist es ein Sachbuch, aber geschrieben ist es wie ein echter Thriller. Und wer meint, dass mit der Erstbesteigung alle Messen gelesen sind, wird im letzten Kapitel von Doug Scott eines Besseren belehrt. Denn im Himalaya ist das Abenteuer noch lange nicht zu Ende. Begonnen hat das Abenteuer mit einem Traum, fortgesetzt wird es in diesem Buch, abgeschlossen wohl niemals.

Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen

Deutsche Geschichte

Wieder so ein Buch, das man sofort im Regal entdeckt. Und das auch – trotz seines Umfanges – kompakt über die vergangenen anderthalb Jahrtausende berichtet. Nachweislich berichtet! Ein Museum in Buchformat, denn das Deutsche Historische Museum Berlin steht hinter dieser Ausgabe, welche nun in der dritten Auflage vorliegt. Die Deutsche Geschichte hat keinen guten Ruf. Zu frisch sind immer noch die Wunden der Nazizeit. Doch Geschichte begann nicht 1933! Sie begann viel früher. Klingt simpel, ist aber wichtig zu begreifen. Die Macher beginnen sogleich auch mit dem Wort Deutsch. Woher kommt es, was bedeutet es? Es stammt vom germanischen Wort für Volk „thioda“. Und im Laufe der Zeit wurden die zum Volk zugehörigen Deutsche.

Da hat man gerade mal fünf Prozent des Buches geschafft und schon was Essentielles gelernt. Und das geht Seit für Seite so weiter…

Adlerpult, Schwerter, Portrait von Karl des Großen, Designobjekte, auf denen sich große Denker niederließen, modische Entwicklungen, Propagandaschriften etc. Geschichte in Bildern und Objekten im Museum und nun in Buchform. Leid und Freud zwischen zwei Buchrücken. Als Einordnung einprägsame Texte, die keine zweite Meinung zulassen.

Ein Volk ohne Geschichte hat keine Wurzeln. Wer seine Ursprünge nicht kennt, wird sich und sein Land, seine Menschen nicht verstehen und sich nicht einfügen können. Oder vieles falsch verstehen!

„Deutsche Geschichte in Bilder und Zeugnissen“ ist mehr als nur ein Versuch eintausendfünfhundert Jahre irgendwie abzubilden. Es ist das generationsübergreifende Nachschlagewerk für Jedermann. Ernste Schriften stehen im Wechselspiel mit prunkvollen Schmuckstücken, technische Errungenschaften neben ihren Erfindern. Wie, wann und warum die Geschichte verlief wie sie es tat, ist oftmals noch ein riesiges Rätsel. Dieses Buch knabbert ein wenig an den Mythen und Legenden und legt die wahren Gegebenheiten frei. Während in der Schule Jahreszahlen auswendig lernen das Bild von Geschichte prägten, sind es in diesem Band einzigartig erhaltene Fundstücke, die die Geschichte lebendig werden lassen. Es ist außerdem ein Appetitanreger auf einen Museumsbesuch, der lange nachwirken wird.

Insofern ist es nicht einfach nur „wieder so ein Buch“. Es ist DAS Buch deutschen Geschichte!

Pflanzen einfach bestimmen

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Die Abgeschiedenheit von Wiesen, Wäldern und anderen erholsamen Flecken sind die wahren Kraftspeicher und Tankstellen des Lebens. Einmal tief einatmen und die Sorgen des Alltags sind wie weggeblasen. Die Natur unter den eigenen Füßen spüren, krachend, sanft nachgebend, betörend, alle Sinne ansprechend. Wer in die Natur eintaucht, weckt nach und nach auch sein Interesse dafür. Und jetzt kommt der Punkt, an dem sich wissbegierige Forscher von den Rasentretern trennen. Denn jetzt ist der Punkt erreicht, an dem der Natur kleine Rätsel entrissen werden (können). Pflanzen bestimmen.

Puh, das war noch nie leicht! Oma und Opa, die konnten das noch! Die wussten worin sich ein Schnee- von einem Maiglöckchen unterscheidet. Klar, kann man nun sein Smartphone zücken, googeln und dann laut in die Welt hinaus schreien, was man da entdeckt hat. Der Zahn der Zeit! Gleich noch ein Selfie á la „Me and my Buschwindröschen“, Lippen geschürzt und ab ins Netz. Und aus den Augen, und somit auch aus dem Sinn.

Nee, nee, nee. Dieses Buch lädt zum klassischen Erkunden der heimischen Flora ein. Blättern nicht Wischen. Forschen nicht Suchmaschinen durchforsten. Genau beobachten statt flüchtige Blicke. „Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen“, heißt es im Untertitel. Kennenlernen ist das Zauberwort. Nicht einfach nur entdecken und dafür Punkte kassieren. Angenehm, Grauweide. Sehr erfreut, ich bin Berula errecta, Viele kennen mich auch als kleiner Merk oder Berle. Ich werde bis zu 80 Zentimeter hoch und blühe von Juni bis August. Als Kuppler zwischen den beiden Unbekannten (Betrachter und Pflanze) ist dieses Buch jederzeit bereit. Alles in Allem fast siebenhundert Mal, sechshundertvierundsiebzig Mal, um genau zu sein.

Und jetzt kommt die Nachhaltigkeit um die Ecke. Ein social-media-post steht online, wird maximal noch „geliked“, und hat nun seine Schuldigkeit getan. Ein Buch wie „Pflanzen einfach bestimmen“ währt wahrhaft ewig. Man stellt an exponierter Stelle ins Regal, und holt es dann und wann wieder hervor. Ein Leben lang! Ein echter Freundschaftsdienstleister, der stets mit Rat zu Seite steht, wenn selbiger erforderlich ist. Und ein ganz normaler Spaziergang wird von nun an zu einer echten Forschungsreise. Für manche Grastreter ist es ein Wissensauffrischer, für Einige Neuland, für Alle eine Offenbarung. Wenn in den Medien wieder von Naturzerstörung die Rede ist, denken viele an umgeknickte Bäume. Doch welche Bäume? Wenn von Rodungen gesprochen wird, kann man anhand der Erläuterungen mögliche Opfer benennen. Oder von Vornherein sagen, welche Arten vor Ort schützenswert sind.

Eine weitere Handhabungsmöglichkeit ist die, sich einfach mal wieder mit dem zu beschäftigen, was seit Jahr und Tag vor der eigenen Haustür vor sich geht, was schon immer da war und hoffentlich auch immer da sein wird. Wer auf Wanderschaft durch die heimische Flora geht, wird in diesem Buch einen eloquenten und sachkundigen Begleiter finden. Auch wenn er ihn bis jetzt nicht gesucht hat.

Junior Fußball-Quiz

Junior Fußball Quiz

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Zehn – zehn heißt die Zauberformel, die jedes Fußballerherz höher schlagen lässt: Denn vom 10. Juni bis zum 10. Juli trifft sich die europäische Kickerelite in Frankreich um ihren Meister zu suchen und zu küren. Aus der Masse der spielerischen Must-Haves sticht dieses Spiel für Nachwuchs-Balltreter heraus. Einhundert Spielkarten mit Fragen, die selbst jahrelang trainierte Fußballgenies ein Fragezeichen auf die Stirn zaubern.

Das Spiel ist zwar dem Namen nach für Junioren gedacht, aber so mancher Fußballfan, der den D-und C-Kadern längst entwachsen ist, wird an den Fragen seine Freude haben. Vor allem die kuriosen Fragen zu fragwürdigen Entscheidungen (und das betrifft nicht nur Wembley 1966 – es war kein Tor!!!) lassen das Fußballerherz höher schlagen. Eine Antwort sei an dieser Stelle gestattet. Russland verlor bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm gegen Deutschland. Aus Frust darüber weigerte sich Zar Nikolaus die Kosten für die Heimreise zu übernehmen. Damals ein Drama, heute würde das eher ein Schmunzeln über die Gesichter der Spieler huschen. Mehr nicht! Wie sich die Zeiten doch ändern…

Die Antworten sind in einem lustig gestalteten Antwortbüchlein kurz und knapp festgehalten. Und wer die meisten Antworten kennt, geht als verdienter Sieger vom Platz. Dann muss aber schon wissen, welches die größte Tordifferenz in einem offiziellen Länderspiel war. Oder aus welchem Material die ersten Fußbälle bestanden. Oder oder oder. Fußball ist so bunt und vielfältig wie dieses Kartenspiel. Und nicht minder emotional!

50 Sternenbilder und Planeten

50 Sternenbilder und Planeten

Nachts, wenn die Luft klar ist, wenn die Wolken vertrieben sind, kann man sie sehen: Die Sternenbilder, die seit ewigen Zeiten die Gemüter der Gelehrten erregten. Himmelskörper wie beispielsweise Venus, Jupiter und Mars haben ihre Namen von Gottheiten. Doch was wissen wir über die Planeten und Sterne überhaupt? Nicht viel, gemessen daran wie zahlreich sie am Himmel vertreten sind.

Doch das, was bekannt ist, reicht allemal, um ein Spiel zu kreieren, dass die Forscherlust weckt und stärkt. Dieses Spiel ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet, die gern hoch erhobenen Hauptes durchs Leben gehen. Den Blick immer senkrecht, der Nasenspitze und dem Forschergeist folgend. Fünfzig Spielkarten – denn spielend lässt sich das Himmelszelt am besten ergründen – tragen in sich das geballte Wissen aus Jahrhunderten. Die Fragen sind selbst für Erwachsene nicht immer so leicht zu beantworten. Wer weiß schon wie lange eine Raumfähre bis zum Mond benötigt? Oder wie hell Gamma leuchtet, der hellste Stern der Kassiopeia? Oder was im Orionnebel entsteht?

Die Antworten gibt’s auf der Rückseite der Karten.

Liebevoll gestaltete Spielkarten, farbenprächtige Abbildungen und informative Texte machen dieses Spiel nicht nur zu einem Vergnügen, sondern auch zu einem enormen Wissensschatz. Mit ihm lassen sich Planeten und Sternenbilder kinderleicht bestimmen. Bei der nächsten Nachtwanderung – noch so ein willkommener Nebeneffekt des Spiels, denn nun hat man einen echten Grund länger aufzubleiben. Schließlich ist man nun Forscher – sind die unzähligen Leuchtkörper im All mehr als nur Leuchtmittel. Sie sind Wegbegleiter, die zum Junior-Fachsimpeln einladen. Die stabile Klappbox sorgt dafür, dass dieser Schatz auch immer gehütet wird.

CityTrip Bern

Bern CityTrip

Wieder eine Hauptstadt, die in der Wahrnehmung gar nicht als solche erscheint. Wer an Städte der Schweiz denkt, denkt an Zürich, Genf, Basel (von denen es auch jeweils CityTrips bei Reise Know How gibt). Bern kommt erst ein wenig später. Gut so, denkt sich der Berner. So können wir uns in Ruhe entwickeln und jedem Besucher uns ganz und gar und in voller Pracht, ohne Hektik präsentieren. Wer Bern verschmäht, wird es bitter bereuen. Das meint und weiß auch Gergely Kispál.

Er verbrachte hier einst fünf Jahre, studierte hier. Und mit Studium verbinden viele die Stadt an der Aare. Der weltweit berühmteste Wissenschaftler, der hier wirkte und forschte, war Albert Einstein.

In über achthundert Jahren Stadtgeschichte haben Viele ihre Spuren tief im Gemäuer der Stadt hinterlassen. Auch das veranlasste vor über dreißig Jahren die UNESCO die Innenstadt ins Weltkulturerbeprogramm aufzunehmen. Schon allein das Titelbild des Buches lässt den Leser leise Zustimmung zu zeigen. Bern ist eine wahre Fundgrube für Kunst- und Museumsfreunde. Einsteinhaus, Bernisches Historisches Museum und Kunsthalle sind nur drei Orte, die Besucher in ihren Bann ziehen. Hier wirkte unter anderem auch Paul Klee, der mit seiner Kunst bis heute auch bisher uninteressierte Besucher begeistert. Außerdem war er ein begnadeter Geschäftsmann, der frühzeitig das monetäre Potential seiner Kunst erkannte.

Bern ist auch die Stadt der bekanntesten Schweizer Schoggi, Toblerone. Von hier aus trat die Schokolade in der eigenwilligen Form ihren Siegeszug um die Welt an.

Wer sich nach dem genüsslichen Knacken noch etwas Bern gönnen will, tut gut daran sich vorher und während des Besuchs der Stadt zu informieren. Denn sonst verpasst man beispielsweise beim Aufstieg zum Gantrisch eine der schönsten Aussichten auf die Alpen, die die Schweiz zu bieten hat. Auch ungeübte Kraxler kommen hier auf Touren! Oder man verpasst einen historischen Rastplatz, gleich hinter dem Münster. Und was für die Pariser der Eiffelturm, für die Berliner das Brandenburger Tor sind, ist für die Berner die Zytglogge. Noch nie gehört? Nie gesehen? Noch nie davon gehört? Auf Seite 59 gibt’s die Auflösung!

Bei beiliegende Stadtplan, die kurzen Texte, die zahlreichen Tipps in diesem Buch lassen den avisierten Bern-Trip zu einem Erlebnis werden, das lange in Erinnerungen bleiben wird. Wer auf das Buch verzichten will, hat nun zwei Möglichkeiten: Bern sehen und es doch nicht kennenlernen. Oder die Gratis-App nutzen.

CityTrip Mailand und Bergamo

Mailand CityTrip

Mailand, Milano, gehört zu den Städten, von denen man selbst ohne einen einzigen Besuch meint, sie zu kennen. Doch geht es an die Reiseplanung stellt man schnell fest, dass nur Bruchstücke bereits bekannt sind. 2015 war das große Jahr der Lombardei-Metropole. Eins Komma Drei Millionen Menschen leben hier und selbst sie wissen nicht alles über ihre Heimat. Den Dom, die Scala und die Einkaufswelt der Galleria Vittorio Emanuele II sind auch Besuchern, die noch nie hier waren ein Begriff.

Doch Mailand nur auf diese drei Hotspots zu beschränken, wäre frevelhaft und würde selbst dem kürzesten Kurztrip nicht gerecht werden. Jens Sobisch stellt in seinem Reisebuch CityTrip Mailand und das nahegelegene Bergamo vor, so dass jeder Besuch zu einem Erlebnis wird.

Einfach mal kurz durchblättern und das ganze Ausmaß des kommenden Urlaubs wird sichtbar: Kurze Verhaltensregeln (Stichwort bella figura), Tipps für Herz und Magen sowie ein farbig untermaltes Textfeld mit der unerwarteten Überschrift „Mailand preiswert“. Ja, auch das ist möglich. Wenn das überteuerte Image der Stadt bisher einige abgehalten hat Mailand zu besuchen, wird hier nun auch diesem Vorurteil ein knackiges Ende gesetzt. Wer zum Beispiel ein 24-Stunden-Ticket erwirbt, spart schon mal – je nachdem wie häufig er die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt – ab der vierten Fahrt bares Geld. Denn es kostet nur dreimal so viel wie ein „normales Ticket“. Und wer sich vor Reisebeginn die Mühe macht das Internet zu durchforsten, wird feststellen, dass zahlreiche Museen und weitere Sehenswürdigkeiten an bestimmten Tagen einen kostenlosen Eintritt offerieren. Das Gesparte kann man dann getrost in primo und secondo anlegen. Denn wie der Autor zu berichten weiß, ist es üblich in den (besseren) ristorantes zwei Gänge zu bestellen. Und wo am besten? Das gibt er auch gleich noch bereitwillig preis.

Wer seinen Erstbesuch am Dom beginnen will – den findet man sicher am ehesten in der gewaltigen Stadt – wird es zu schätzen wissen, dass sich die Tipps nicht nur auf das Areal direkt herum beschränken. Links, rechts und hindurch erkundet man mit dem kleinen praktischen CityTrip Mailand die Stadt und fühlt sich wie ein sanfter Eroberer. Und so gelangt man von einem Highlight zum Anderen. Der dem Ende des Buches beigefügte Stadtplan zeichnet einem als Besucher aus und führt sicher ans Ziel. Auf der Rückseite ist die Innenstadt noch einmal detaillierter kartographiert.

Der „CityTrip Mailand und Bergamo“ ist der allzeit bereite und willige Helfer in einer der aufregendsten Städte Italiens und Europas. Bei so viel Information muss man allerdings achtgeben, dass man nicht vergisst den Kopf zu heben und die Stadt Eins zu Eins aufzusaugen. Denn nur sie kann mehr erzählen als das Buch…

Sprachkurs Niederländisch

Sprachkurs Niederländisch

Wer Niederländisch hört, denkt sich oft, dass er weiß, wovon gesprochen wird. Die Verwandtschaft zur deutschen Sprache ist nunmal gegeben. Doch so richtig versteht man es doch nicht ohne Sprachkurs. Und so ein Sprachkurs klingt irgendwie nach Schule. Und Schule klingt irgendwie so gar nicht nach Spaß. Eine Alternative für alle Schulmüden bietet der Sprachkurs Niederländisch.

Voraussetzung ist erst einmal der Wille. Ob als Intensivurlauber oder weil man in den Niederladen arbeiten oder studieren möchte oder einfach nur so – schon auf den ersten Seiten ist die Neugier groß, und man kann es kaum erwarten die Sprache unseres Nachbarn zu lernen. Mit im Pakt sind drei Audio-CDs und eine mp3-CD, um zu wiederholen und die Sprache zu intensivieren.

„Leuk je te leren kennen!“. Es geht gleich richtig los! Nach und nach werden Aussprache und Schreibweisen vorgestellt und geübt. Am Ende der Kapitel steht ein kleiner Test an. So viel Schule muss sein! Am besten ist es das Kapitel zu lesen, die CDs hören (so lange bis alles sitzt) und dann den Test zu machen. So bleibt vieles länger in Erinnerung.

Wer den Kurs über mehrere Tage oder Wochen verteilt, hat die größten Chancen sich in Amsterdam, Eindhoven und Maastricht thuis zu fühlen. Als Reiselektüre ist bleibt der Sprachkurs besser im Hotel, um am Abend eventuell noch einmal das Eine oder Andere nachschlagen zu können.

Wer nicht in der vorteilhaften Lage ist, grenznah zu wohnen und nicht gerade gern im Klassenverband Niederländisch lernen möchte, ist mit diesem umfassenden Sprachkurs auf der Gwinnerstraat. Kurz und knackig, ohne viele Schnörkel wird Niederländisch vom fragmentartigen Schnipselverstehen zur gängigen Sprache. Damit kann man mehr als nur frietjes bestellen, nach nur wenigen Wiederholungen sind Gespräche im Café Normalität.

Und wer noch unbedingt ein Geschenk für einen lieben Verwandten braucht, der demnächst seinen Urlaub zwischen Grachten, Tulpenbeeten und Windmühlen verbringen möchte, wird mit diesem Sprachkurs ein breites Lächeln ernten.

Im Anhang des Buches befindet ein Kurzkurs Grammatik, einem tausend Worte umfassenden Wörterbuch sowie die Lösungen der Übungen.