Schon mal einen Arm in einen Vulkan getaucht? Oder eine echt nostalgische Eisenbahnreise unternommen, die sich wie eine Zeitreise anfühlt? Oder eine Stadt besucht, die auf wenige Jahre alten Postkarten so gar nichts mehr mit der aktuellen Realität zu tun hat? Lust darauf? Dann ist Aserbaidschan die erste Wahl für den nächsten Urlaub. So weit ist das gar nicht mehr weg. Die paar Stunden Flug – mit einigen Umsteigestopps – sind besser zu verkraften als ein Nonstopflug nach zum Beispiel nach Indonesien.
Drei Autoren haben sich dem nahen Fernreiseziel Aserbaidschan angenommen. Philine von Oppeln, Frank Schüttig und Holger Kretzschmar sind unabhängig voneinander in das Land am Kaspischen Meer gereist und haben mehr als nur meterhohe Kaviartürme gesehen. Aber genossen haben sie diese trotzdem!
Die wohl bekannteste Stadt ist Baku, direkt am Kaspischen Meer. Nicht weil dort vor Jahren der ESC ausgerichtet wurde. Städte am Meer haben immer eine besondere Anziehungskraft. So auch Baku. Schrill glänzende Fassaden an futuristisch anmutenden Wolkenkratzern, gepaart mit ursprünglichen Märkten, auf denen das angeboten wird, was das Land und Meer hergeben. Sprachschwierigkeiten inklusive. Aber wie überall auf der Welt sind die mit einem freundlichen Lächeln, Händen und Füßen schnell aus der Welt geschafft.
Und zum Ausgleich, zur Erholung ab ins Hamam. Doch Vorsicht! Meist ist der Eintritt nur für Männer erlaubt. Frauen haben – zumindest im Ağa Mikayi, im Altstadt-Hamam von Baku nur montags und Freitag Eintritt. Muss man gesehen haben, da es eines der letzten typischen (und vor allem alten) Bäder der Hauptstadt ist. Das ist nur ein Tipp, den man beherzigen sollte, wenn man in Aserbaidschan reist, den man in den zahlreichen gelb unterlegten Artikeln findet. Sie sind das Salz in der Suppe – oder doch der Kaviar auf dem ohnehin schon reich gedeckten Infotisch dieses Reisebandes?!
Aserbaidschan ist ohne Zweifel ein Land, das es gilt erkundet zu werden. Fern genug, um richtig abzuschalten. Nah genug, um nicht tagelange Anreisen einzukalkulieren. Es gibt viel zu sehen, wofür man wissenskundige Erzähler braucht. Und vor Ort eine Reiseband, der einem auch die letzte Angst nimmt, in einer scheinbar fremden Welt sich sicher bewegen zu können. Dieser Reiseband erfüllt jeden Wunsch, auch wenn man ihn noch gar nicht kennt.
