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Baden-Württemberg in 101 Orten

Baden-Württemberg in 101 Orten

Im Leben eines Reisenden kommt irgendwann die Erkenntnis: Jetzt habe ich die ganze Welt bereist, aber vor der eigenen Haustür bellen mich immer noch die Hunde an. Höchste Zeit die Heimat kennenzulernen! Der Konrad-Theiss-Verlag aus Stuttgart schlägt als erste Etappe das heimatliche Baden-Württemberg vor. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt durchaus mehr als 101 Orte im Südwesten der Republik, die es wert sind besucht und erkundet zu werden. Doch irgendwo muss nun mal eine Grenze gezogen werden. Dennoch sind die vorgestellten 101 Orte nicht irgendwie oder willkürlich ausgewählt worden.

Selbst Profireisende, vielleicht sogar Einheimische werden hier noch überrascht werden. Garantiert! Pro Seite wird ein außergewöhnlicher Ort mit dem gewissen Etwas vorgestellt, unter Werbefachleuten nennt man das dann den Unique Selling Point, also den einzigartigen Wiedererkennungswert. Daneben wird ein aussagekräftiges Bild gestellt. Die Autoren Andreas Braun und Gabriele Renz haben es sich nicht einfach gemacht Baden-Württemberg 101 einzigartige Gesichter zu verleihen. Sei es ein originell, von Tomi Ungerer gestaltetes Toilettenhäuschen in Plochingen oder das Heidelberger Schloss oder der Atommeiler in Obrigheim, der bezeichnenderweise in der Kraftwerkstraße steht.

Viele Orte bieten aber mehr als eben nur die im Buch beschriebenen Sehenswürdigkeiten. Der Hölderlinturm in Tübingen ist sicher eine Attraktion, aber bei Weitem nicht die Einzige. So wird „Baden-Württemberg in 101 Orten“ zum Stichwortgeber einer ausgedehnten Reise durch das Land der Schwaben und Badener. Und so sollte man dieses Buch auch annehmen. Ein Wegweiser durch knapp 36.000 Quadratkilometer. Von „Mannem“ bis „Konschtanz“, von Rust bis Ulm.

Dieses Buch ist ein wahres Füllhorn der Reisevorbereitungen: Bildband, Wegweiser, Ratgeber und Lesebuch in einem. Wer mit diesem Buch seine Reisevorbereitung bestreitet, kommt immer ans Ziel. Und Nachbars Lumpi gewöhnt sich auch nach und nach an den willkommenen weit gereisten Gast …

Theater im römischen Reich

Theater im Römischen Reich

Steil abfallende Treppen, rudimentäre Bühnen, erholungsuchende Touristen – das sind die Theater Antike in der Neuzeit. Ein Heer von wissbegierigen Reisenden versucht den Glanz einstiger Aufführungen einzufangen. So ist es im günstigsten Falle. Oftmals sind aber nur noch Reste von Arenen vorzufinden. Sich hier eine Aufführung vorzustellen fällt schwer.

Mit „Theater im Römischen Reich“ gibt es erstmals ein Buch nur über die erhabenen Vergnügungstempel der Antike. Hier amüsierten sich Volk und Herrscher gleichermaßen. Hier konnte dem Potentaten – wohlformuliert – auch mal die Meinung gegeigt werden. Hier wurden die Grundlagen des heutigen Theaters gelegt, inhaltlich, formal und auch architektonisch.

Rüdiger Gogräfe reiste von Britannia bis Mesopotamia, von Germania bis Africa Proconsularis, um die Bretter, die die Welt bedeuten zu inspizieren und zu erforschen. Mit Brettern hatten diese allerdings wenig zu tun. Massive Steinflächen träfe es besser.

Die Stadtplaner der Antike behielten immer einen Platz für die das Spektakel frei. Eine Stadt ohne Theater war keine richtige Stadt. Und die Orte der Theater wurden immer vermerkt, so dass es heute verhältnismäßig einfach ist die Stätten der Gladiatorenkämpfe, der nachgestellten Seeschlachten und der Muse aufzustöbern.

Wer in seinen Musestunden im Urlaub mehr als nur hübsch aufgeschichtete Steinhaufen „sich ankucken“ will, sondern mehr erwartet, ist mit diesem Buch auf der sicheren Seite. Ein Logenplatz im ersten Rang ist garantiert. Denn Rüdiger Gogräfe schafft mit einfachen Worten einen Kosmos der darstellenden Kunst wie sie vor Jahrhunderten, ja sogar vor Jahrtausenden ganze Völker in Verzückung versetzte. Als Leser und baldiger Besucher der Theater wird man in einen wissenschaftlichen Rausch versetzt. Dieses Buch ist und bleibt ein Sachbuch, das mit der nötigen Distanz die Theater der Antike untersucht. Jedoch nicht ohne dabei den Leser aus den Augen zu verlieren. Ein wenig Vorkenntnisse sind wünschenswert, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Über einhundert Abbildungen verleiten den einen oder anderen vielleicht sogar das einmal geplante Besuchsprogramm noch einmal zu überdenken und doch einmal ins Theater zu gehen. Als Erholungsstätte sind die Überreste der Theater genauso willkommen wie für Reisende, die es sich nicht nehmen lassen wollen das Besondere zu suchen und zu finden. Und fündig wird man in diesem Buch allemal.

Bäume bestimmen

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Wenn der Winter sein weißes Kleid in den Schrank der Vergessenheit hängt, blüht es allenthalben. Alles, was klein und unerfahren ist, verzückt von jeher den Menschen. Auch Bäume haben im Frühstadium, also in ihrer Blütezeit, ihren Reiz. Die Sonnenstrahlen kitzeln die Spaziergänger, Vogelgezwitscher erfreut die vom Winter Geplagten. Da liegt es nahe der Natur einmal etwas mehr auf die Pelle zu rücken.

Mit Kindern die Natur entdecken, ist eine sinnvolle Lebensaufgabe. Den neugierigen Fragen des wissbegierigen Nachwuchses eine Antwort geben zu können eine zu höchst befriedigende Sache. Dass das nicht ganz ohne Hilfsmittel geschehen kann, liegt auf der Hand. Denn wer kann schon auf jede Frage eine passende Antwort geben.

Zumindest bei der Frage „Welcher Baum ist das?“ gibt es nun Abhilfe. Die Autorin Rita Lüder wird mit ihrem Buch „Bäume bestimmen“ zur unabdingbaren Souffleuse in Sachen Bäumen. Vier Arten gibt sie vor, um Bäume zu bestimmen: Nach Blatt-, nach Blüten- und Fruchtmerkmalen sowie nach Winterknospen. Klingt auf den ersten Blick nach einer  nüchternen Lernaufgabe. Ist es aber nicht. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass hier ein Profi am Werk ist, der aus seiner Leidenschaft einen Beruf geformt hat. Die Vorgehensweise, um einen Baum zu erfassen und bezeichnen zu können, wird mit jedem Beispiel logischer, und schon bald wird man selbst zum Baum(er)kenner.

Dieses Buch komplett durchzulesen und darauf zu hoffen, dass man es nie mehr braucht, ist ein Trugschluss. Dieses Buch wird man immer wieder zur Hand nehmen, wenn es raus in die Natur geht. Eine Birke von einer Eiche zu unterscheiden, ist einfach. Doch schon bei der Bestimmung einzelner Weidenarten wird es knifflig. Als „Naturführer für alle Jahreszeiten“ ist dieser Band in seiner robusten Aufmachung ein unentbehrlicher Wegweiser durch die sanft im Wind wiegenden Riesen, die es uns erlauben in freier Wildbahn Pilze zu finden, ein schattiges Plätzchen bieten oder ideale Verstecke beim Spielen zu bieten. Mit über eintausend Abbildungen auf knapp 300 Seiten bietet das Buch genügend Lernpotenzial und jede Menge Unterhaltung für alle Altersklassen. Als Anschaubuch für die kleinsten bis hin zum Nachschlagewerk für Fortgeschrittene.