G7 – Frankreich

Die Irre von Itteville

Er sieht aus wie ein Taxi, und (wie ein Taxi) er ist zur Stelle, wenn man ihn braucht: G7 (so hießen einmal die Pariser Taxis, die durch ihr rotes Dach – G7 hat rote Haare – auffielen). Und so steht er nun an der Kreuzung zum Toten Hengst, südlich von Paris und will die gemeldete Leiche von Doktor Canut in Augenschein nehmen. Doch von der Leiche fehlt jede Spur. Auch von der jungen Frau, die den Leichnam entdeckte und die Polizei rufen ließ. Aber es kommt noch besser: Doktor Canut erfreut sich bester Gesundheit. Er nimmt den Hörer ab und bestätigt, dass er putzmunter sei. G7 hat ein Rätsel zu lösen, das mehr als verzwickt ist. Denn auch der Leichnam, den der Doctor gerade untersuchen wollte, ist verschwunden. Und die Zeugin ist mehr Mysterium als reale Informantin. G7 wird bei seiner Recherche, bei der Vogelscheuchen eine große Rolle spielen, von einem wissbegierigen Journalisten begleitet, der Kriminalromane schreibt. Sein Name: Georges Sim. Das ist nun wiederum weniger rätselhaft…

 

Auf Grand Langoustier

Hier lässt es sich gut Urlaub machen: Porquerolles an der Côte d’Azur. Doch G7 und sein schreibender Schatten sind nicht hier um die Sonne anzubeten, sondern um drei vermisste Damen zu suchen. Allesamt gut betucht, und allesamt binnen einer Woche verschwunden. Monsieur Henry gehört zu den Verdächtigen. Er lässt es sich hier gutgehen. Seine Manieren gegenüber Frauen und dem Personal sind stark verbesserungswürdig. Er hat Geld, weil er viel arbeitete, und nun will er mit irgendwas um die Vierzig endlich sein Leben genießen. Als ständigen Begleiter / Mitbewohner kann er den Admiral vorweisen. Wie sich später herausstellt, ist der ein ausgefuchster Gauner, der ganz genau weiß, wo er sich ranhängen muss, um etwas für sich rauszuschlagen. Doch wie sollen die drei Frauen in dieser undurchsichtigen Geschichte zwischen diesen beiden undurchsichtigen Typen wieder ans Tageslicht kommen?

 

Die Siebenminutennacht

Einfacher kann es der Polizei aber auch nicht machen. Ein anonymer Brief geht am Quai des Orfèvres ein. Am 19. Juni soll Iwan Nikolajewitsch Morozow ermordet werden. Uh, wie frostig! Oh, wie nett Opfer und Tatzeit zu nennen. Da muss man nur an Ort und Stelle zur Stelle sein und schon hat man den Täter. Man darf halt nur nicht einschlafen, … nicht einmal für sieben Minuten. Vorbereitungen werden getroffen. Das vermeintliche Opfer vorher genau unter die Aktenlupe genommen, es lag und liegt nicht gegen ihn vor. Man folgt ihm. Beobachtet ihn beim letzten Mal. Und peng ist der Russe tot. Moment, da fehlt doch ein Zwischenstück! Sieben Minuten Schlaf und der ehemalige russische General und fanatische Spieler ist auf dem Diesseits geschieden. G7 denkt an Abschied, will Hut und Pfeife nehmen, um einen andere Platz zu machen. Die Lösung ist – im Nachhinein – ganz einfach!

 

Das Rätsel der Maria Galanda

G7 hat seinen eigenen Kopf. Ein Plan ist ein Plan und der muss umgesetzt werden. So erschien es nur logisch, dass, wenn er sagt, dass er kündigt, es auch wirklich tut. Und somit wird nach der missglückten Vereitelung eines Mordes aus dem Ermittler vom Quai des Orfèvres der Privatschnüffler G7. Der Reeder Morineau wird sein erster Kunde. Maria Galanda ist verschwunden. Ein bisschen in die Jahre gekommen, undicht, und so gar nicht mehr zu gebrauchen. Es sei denn, dass man hier und da mal Hand anlegt. Der alte Kahn ist einfach aus dem Hafen geschippert. Keiner weiß wohin. Und schon gar nicht wie. Denn die Reparaturen müssen Tage gedauert haben. Ebenso wie die Befüllung der Dieselöltanks. Und das soll niemand bemerkt haben? Morineau ist ein Geizkragen wie er im Buche steht. Seine Tochter ist ihm Haushaltshilfe, sein Sohn Bankangestellter mit Hungerlohn. Die Mutter der beiden ist verschwunden. Nur mit einer List gelingt des G7 hinter das Familiengeheimnis zu kommen und einen moralisch verwerflichen Plan zu entlarven.