Kramer und Zondi – Trekkersburg, Südafrika

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„Bloß raus hier, Raus aus Trekkersburg!“, denkt sich Lieutenant Tromp Kramer. Drei Wochen ist er jetzt hier und hat schon die Nase voll. In Gedanken formuliert er schon sein Versetzungsgesuch. Die Rettung naht in Form eines Falles im genug Meilen entfernten Fynn’s Creek. Captain Bronkhorst fordert den eigenwilligen Kramer, der als störrischer Einzelgänger bekannt ist, für eine Mordermittlung an. Bei einem Sprengstoffattentat ist Detective Sergeant Martinus Kitzinger ums Leben gekommen. In Ausübung seiner Pflicht. Er hinterlässt eine Frau und vier Kinder. Bei der Explosion ist außerdem noch Annika Gillets, vergötterte Frau eines Rangers, ums Leben gekommen.

Tromp Kramer ist – das merkt man gleich auf den ersten Seiten – nicht gerade der Typ, der man sich als Kollegen wünscht: Rau, direkt, fei von guten Manieren. Doch seine schroffe Art hat wohl einen Grund: Er kann Inkompetenz nicht ausstehen. Bei der neuen Dienststelle angekommen, wird ihm das auch gleich wieder bewusst. Die Vorarbeiten sind schlampig und lückenhaft. Kramer ist aber auch nicht daran interessiert sich mit allen gut zu stellen. Er will nur den Fall lösen. Auch wenn er Doktor Mackenzie dessen Job erklären muss. Oder einem Bantubeamten mit dem Schießeisen darauf hinweist, dass er mit ihm gefälligst afrikaans zu reden hat. Ja, Tromp Kramer ist menschlich ein echter Schatz! Im Südafrika der 60er Jahre gehört es einfach zum guten Ton sich (und seine Rasse) entsprechend in Szene zu setzen.

Kramer muss allein ermitteln, nur so erreicht er seiner Meinung überhaupt etwas. Er geht noch einmal an den Tatort. Alles zerfetzt von der Bombe, für die sich mittlerweile auch die Armee zu interessieren scheint. Im Südafrika der Apartheid Tagesgeschäft. Und plötzlich fallen Schüsse in der Nacht. Ein Streifschuss erwischt den Ermittler. Und ebenso plötzlich erhält er Hilfe aus dem Dunkel. Short Arse ist auf einmal aufgetaucht. Ein Bantu, den Kramer bisher nur als Handlanger wahrgenommen hat. Er hält nicht viel von ihm, wie sein Spitzname schon verrät. Doch Short Arse hat auch einen bürgerlichen Namen: Michael Zondi. Und da dieser Zondi ihm den Arsch gerettet hat, ist es mehr als fair ihm zuzuhören. Zondi ist undercover im Zululand. Er jagt einen gewieften Kriminellen, der außerdem noch sein Vetter ist. Das Puzzle um den Tod des Polizisten Kritzinger und seiner Freundin Annika ergibt langsam Teilchen für Teilchen ein Gesamtbild. Die Theorien, die bisher aufgestellt wurden und ein bisschen Hexerei, gemischt mit dem Wissen der beiden so ungleichen Ermittler haben einen Doppeleffekt: Der Fall wird gelöst und ein neues Traumduo ist geboren…

„Song dog“ ist der Beginn der Oktologie um Kramer und Zondi, obwohl er 1991 von James McClure als letzter Roman geschrieben wurde. Wie ein Luchs wartet der Leser auf neue Hinweise, die den Täter ans Tageslicht holen. Die Wartezeit bis dahin füllt der Autor wortgewaltig mit Alltagsszenen eines Landes, das in dieser menschenverachtenden Form nicht mehr existiert.

 

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Einmal falsch abgebogen und schon landet man in der Hölle. In Zeiten von google maps manchmal im Graben. Im Südafrika der 70er Jahre und der Apartheid landet eine Leiche schon mal auf dem Tisch des Arztes, der eigentlich jemand anderen erwartet hatte. Theresa Le Roux wurde falsch abgebogen. Ja, sie wurde. Denn sie kann selbst nicht mehr abbiegen, sie ist tot. Und nun liegt sie bei Mr. Abbott auf dem Tisch. Sie wurde ermordet, stellt er fest. Und dass sie nicht Elizabeth Bowen ist. Die hatte der Bestatter eigentlich erwartet. Nicht die Verwechslung, sondern die Tatsache, dass hier eine Ermordete liegt, ruft Tromp Kramer auf den Plan. Wie immer bei Mord.

Es ist die düsterste Zeit Südafrikas. Ein schwarzes Menschenleben zählt nicht mal wenig, es zählt nichts. Ein weißes Menschenleben zählt umso mehr. Und dass die Methode, mit der Theresa Le Roux ermordet wurde darauf hindeutet, dass hier eine schwarze Hand im Spiel war, macht die Sache brisant. Eine Fahrradspeiche soll der Musiklehrerin das Lebenslicht ausgeblasen haben. Tromp Kramer ist nicht für seine feinfühlige Art bekannt. Schroffe Direktheit mit dem Hang zu cholerischen Ausbrüchen trifft es eher. Zusammen mit seinem schwarzen (!) Kollegen Mickey Zondi – der im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten mehr an Aufklärungen statt an Machtspielchen interessiert ist – macht er sich auf die Suche nach dem Mörder von Theresa Le Roux.

Schnell steht fest, dass Theresa Le Roux mehr war als nur eine Musiklehrerin, der schon als Kind eine grandiose Musikerzukunft bevorstand. Die Mutter bestätigt das. Als die Presse von dem Mord Wind bekommt, sitzt den beiden Ermittlern auch noch die Zeit im Nacken.

Schwarz und Weiß Hand in Hand – naja nicht ganz. Als Bantu hat Michael Zondi Zugang zu Leuten und somit Informationen, die der Weiße, Tromp Kramer, nicht so ohne Weiteres erhalten kann. Heutzutage kaum noch vorstellbar, doch damals Alltag, heute noch verbreitet. An Verdächtigen mangelt es auch nicht. Doch sind sie allesamt verschwunden. Als ein verdächtiger dem Ermittlerduo Rede und Antwort stehen kann, stammelt er als letzte Worte: „Steam pig“. Mehr kann er nicht mehr von sich geben. Ist das nun ein Schritt in die richtige Richtung oder nur ein weiteres Rätsel für Kramer und Zondi?

Mit „Steam pig“ setzte James McClure den ersten Schritt für die achtteilige Krimireihe der beiden ungleichen Ermittler. Und er bekam gleich einen Preis dafür. In der Abfolge der Romane ist es aber der zweite Roman. Hier sitzt jedes Wort an der richtigen Stelle. Die Widerwärtigkeit der Rassentrennung bietet einen fruchtbaren Boden für die ungewöhnlichsten Fälle der Kriminalliteratur. Ohne viel Tamtam sind Rassenschranken Hindernisse, die aus dem Weg geräumt werden. Die Täter haben nichts anderes verdient als ihrer gerechten Strafe zugeführt zu werden. Dabei spielt weder für Kramer noch für Zondi die Hautfarbe eine Rolle. Mörder ist Mörder. Nicht mehr und nicht weniger!

 

Ach, wie misslich die Lage doch ist: Da darf Jonathan endlich an Penny ein wenig fummeln, da wird das Liebesspiel durch einen Spanner vermiest. Blöd nur, dass der schon tot ist als Jonathan wie wild auf ihm herum trampelt. Doch noch mieser ist die Situation für das Opfer, denn es hatte gerade mal ein Dutzend Jahre auf dieser Erde verbracht.

Boetie hieß der Junge, der stranguliert undbestialisch zugerichtet wurde. Lieutenant Tromp Kramer und Seargant Zondi machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Es soll eine lange, ausgiebige Suche werden. Die beiden Teenager, die Boetie gefunden hatten – und so unsanft beim Turteln gestört wurden – sind keine große Hilfe. Vielmehr versuchen sie krampfhaft – und ohne Erfolg – zu verbergen, was sie eigentlich vorhatten. Im Umfeld des Getöteten scheint alles im Lot zu sein. Boetie war ein guter Schüler, Mit seinem Freund Hennie war am Tag seines Todes mit dem Luftgewehr unterwegs. Kurz zuvor hatten sich Boetie und Hennie gestritten. Doch alles war wieder in Ordnung.

Kramer findet doch immer wieder Ungereimtheiten in den Aussagen der Befragten. Hundertprozentig stimmig ist in diesem Fall nichts. Würde er nur oberflächlich hinhören, wäre alles geritzt: Ein Verrückter treibt sein Unwesen. Und so einen zu schnappen, ist nicht leicht. Wäre auch eine gute Masche, um den neuen Chef halbwegs milde zu stimmen. Doch Tromp Kramer ist nicht so einer, der lapidare Antworten gelten lässt, Halbwahrheiten vollends als gegeben hinnimmt. Lieber ein richtiges Ergebnis, als ein schnelles.

Immer tiefer buddelt er im Dreck der Geschichte um Boetie. Dabei kommt ein einige Zeit zurückliegender Fall eines ermordeten amerikanischen Ausstauschschülers  noch einmal ans Tageslicht. Der sorgte für allerlei Verwirrungen und Unruhe, sowohl der Fall als auch der Junge.

Doch alles, was Kramer und Zondi ausgraben, scheint im Sande zu verlaufen. Anhaltspunkte sehen anders aus. Also alles nochmal von vorn. Und dann ergibt alles irgendwie einen Sinn: Der Ermordete, der clever einen Code entwickelte. Der ermordete Schüler aus den USA. Dessen Neigungen. Ja, selbst der neue Captain …

James McClure macht es dem Leser nicht leicht. Immer, wenn man denkt schlauer als die Polizei zu sein, namentlich Kramer und Zondi, kommt er dazwischen und haut einem einen neuen Wissensknüppel zwischen die Beine. Und das ist gut so! Denn das Ende kann einfach keiner so vorausahnen. Zweihundertsechsundachtzig Seiten und erst auf Seite zweihundertsiebenundachtzig kann man endlich durchatmen. Bis dahin wird gemordet, gerätselt, geschaufelt, getrennt, und wieder zusammengesetzt. Eine atemlose Hatz, die jeden sofort fesselt.

 

Sieht ja gefährlich aus, der Löwe auf dem Cover, wie er so das Maul aufreißt. So als ob er den Leser gleich verschlingen will. Doch es kommt anders. Der Leser verschlingt den Roman!

Doch zuvor muss man sich erst einmal umstellen. Wir sind auf der Südhalbkugel. Aus dem Vorwort weiß man, dass es Weihnachten ist. Und zwar die heißeste Nacht des Jahres. Und in eben dieser wird Hugo Swart das Lebenslicht ausgeblasen. Alle mochten ihn. Er gab nie Anlass zur Klage. Und doch weilt er nun nicht mehr unter Südafrikas Himmel, sondern schon sehr bald unter der Erde. Sergeant Michael Zondi soll den Fall aufklären. Lieutenant Tromp Kramer hingegen soll eine tödliche Alkoholfahrt aufklären. Zondi scheint das bessere Los gezogen zu haben…

Er hat sozusagen Jabula, das bedeutet Glück, aber auch Bier und ist der Name einer Siedlung, in der Shabalala, der Diener von Hugo Swart, wohnt. Zondi fährt hin, sieht sich um und liegt im Gras. Mit blutiger Nase. Neugier ist der Katze Tod. Doch Zondi ist maximal behände wie eine Katze, selbst ist er Mensch.

Kramer hingegen hat sich inzwischen damit abgefunden, dass er die scheinbar belanglose Alkoholfahrt untersuchen soll. Viel Alkohol im Spiel, aber nicht im Blut. Nur im Magen. Da wollte jemand was vertuschen bzw. etwas vorgaukeln.

Das auseinandergerissene Ermittlerpaar wird schneller als erhofft wieder zusammenfinden. Denn zwischen dem Tod des beliebten Hugo Swart und des Verkehrsunfalls gibt es einige Gemeinsamkeiten. Und eifrige Helfer, wie der Pfarrer, werden bald als Lügner entlarvt.

James McClures ungleiches Ermittlerduo ermittelt gern getrennt voneinander. Immer wieder kommen sie zusammen und treffen auf Leute, die sie nicht mögen und von denen sie auch nicht gemocht werden. Die Weihnachtszeit als Zeit der Vergebung bringt auch nicht viel Ruhe ins abscheuliche Spiel der Toten und ihrer Mörder. Besinnliche Zeit – von wegen! Schnaps, Habgier, Missgunst sind Nährboden für Verbrechen, die nur zwei Feinde haben: Tromp Kramer und Mickey Zondi.

Wenn es im Südafrika der Apartheid um Sprengstoff geht, ist die Lunte oft nicht lang. Eile ist geboten. Auch und gerade, wenn Ordnungshüter in dunkle Machenschaften involviert sind. Da reicht oft nur ein Funke und das Fass läuft nicht über, sondern explodiert in rasanter Geschwindigkeit. Diese nimmt James McClure auf. Kramer und Zondi arbeiten durch, keine Ruhe, keine besinnliche Weihnachtszeit.

 

Wenn man als Duo arbeitet, erleichtert das Arbeit in besonderem Maße. Der Eine spült ab, der Andere trocknet das Geschirr. Arbeitsteilung. Bei Ermittlern gestaltet sich die Sache etwas schwieriger. Wenn als ein Ermittler eine Mordserie aufklären soll und der Andere „nur“ ein Opfer zu beklagen hat, kann das zu Reibereien führen. Wenn dann auch noch die politischen Umstände einen Keil zwischen das Duo treibt, ist an Teamwork nicht zu denken. Bei Kramer und Zondi, Lieutenant und Seargant, Weiß und Schwarz, Ermittler im Südafrika in seiner dunkelsten Zeit verhält es sich ein bisschen anders. Sie sind die berühmte Ausnahme von der Regel. Beide stecken voll in ihren Ermittlungen, jeder für sich und doch zusammen.

Zu dritt war eines der Opfer, bevor es zum Opfer wurde. Keine Arbeitsteilung. Eve, eine verführerische Tänzerin empfängt entgegen ihrer Gepflogenheiten nach ihrer Show, noch einen Gast. Einen Verehrer, der krampfhaft versucht sie – die exaltierte Tänzerin – von sich – dem tief im Inneren verunsicherten Möchtegerndraufgänger – von sich zu überzeugen. Dritter im Bund ist Clint. Elegant, ruhig, zuverlässig. Er ist Teil von Eves Show. Immer dabei. Ihr Vertrauter, ihr Freund, ihr Python. Ja, ein Python, der ihrer Show das I-Tüpfelchen aufsetzt. Der Gast im Hause Eve ist von der Schlange eingeschüchtert, kann sich aber den Avancen, den verführerischen Bewegungen der Dame nicht erwehren. Sie genießt die Aufmerksamkeit und die Angstperlen auf der vibrierenden Haut. Am nächsten Morgen ist Clint kopflos, Eve atemlos und Baby, der nächtliche Gast, spurlos verschwunden.

Ein weiterer Fall sorgt bei den beiden Ermittlern für ordentlich Kopfschmerzen. Immer wieder werden Einbrüche verübt- Routine, sollte man meinen. Doch wenn die Mordkommission ermittelt, steckt mehr dahinter. Immer werden die Überfallenen ermordet, die Kassen bleiben jungfräulich, unberührt. Wozu dann also das Ganze? Da muss mehr dahinterstecken!

Der Leser wird von Anfang an in die Ermittlungen einbezogen – halb vollendete Sätze, Andeutungen und geschickt gestreute Verdachtsmomente drängen das Ermittlertrio Kramer, Zondi & Leser an den Rand der Verzweiflung. Wie kommt man den rätselhaften Morden auf die Spur? Und immer im Hinterkopf, dass da noch mehr dahintersteckt. Vielleicht was Größeres, was Unheilvolleres…

Im fünften Fall von Tromp Kramer und Michael Zondi lässt James McClure seinen ganzen Einfallsreichtum aufblitzen. Und das immer wieder und langanhaltend. Wer in der Mitte des Romans meint den Täter zu kennen, ist entweder Hellseher, hat Rätselglück oder ist ein verdammtes Genie. Zweihundertachtzig Seiten voller Spannung, die einen fesseln und nicht mehr loslassen.

 

Es gehören immer zwei zum einem Verbrechen. Täter und Opfer. Dieb beklaut den Bestohlenen. Der Mörder tötet sein Opfer. Tollie Erasmus bekommt die volle Breitseite dieses Naturgesetzes zu spüren. Gerade eben hat er fette Beute gemacht, 20.000 Rand. Da kommt man schon eine Weile hin. Doch Vorsicht! Wer zu schnell, zu viel von der Beute verschleudert, erregt Aufmerksamkeit. Doch auch besonnenes Geldausgeben bietet bei Weitem noch kein sicheres Überleben. Und baumelt er kunstvoll erhangen herum. Selbstmord, da sind sich die Behörden sicher. Ein Übeltäter weniger freuen sich die Zahlenreiter. Doch Lieutenant Tromp Kramer ist da anderer Meinung, Warum soll sich Tollie Erasmus, hinter dem er schon lange her ist, auf einmal selbst richten? Die Taschen sprichwörtlich voller Geld, eine sicherlich rosige Zukunft vor sich … wer so lebt, nimmt sich nicht einfach einen Strick und setzt sich selbst ein Ende! Nein, da hat noch jemand seine kunstfertigen Finger im Spiel. Die örtlichen Gegebenheiten, der Knoten, die Art der Hinrichtung sprechen eindeutig, zumindest für den Ermittler, eine ganz andere Sprache. Und als Übersetzer springt Sergeant Mickey Zondi wieder gern ein.

Doch wie geht man so einen Fall an? Wie will man einen geübten Henker finden? Kramer geht ein wenig in die Vergangenheit zurück, schaut sich ähnliche Fälle an. Zondi, der Übersetzer, knüpft sich die Zeugen vor. Es sind Kinder, die wie Zondi zum Stamm der Bantu gehören, die vielleicht ein bisschen Licht ins Dunkel bringen können. Die Ergebnisse sind mehr als dürftig. Doch kein Wort der Klage rinnt über die Lippen der Ermittler. Schließlich gibt es genügend Kollegen im eigenen und im ermittelnden Revier, die ihrer Sorgfaltspflicht nicht mal ansatzweise nachkommen. Ein köstlicher Spaß Tromp Kramer dabei zu beobachten wie er Kollegen die eigene Unfähigkeit bis Faulheit vor Augen hält…

Nicht unbedingt Kommissar Zufall, doch eine gehörige Portion Glück bringt Kramer und Zondi auf die richtige Spur. Doch Beweise müssen her. Mit Indizien ist kein Staat zu machen. So greifen sie zu einer List. Und die geht fast ins Auge.

James McClure lässt den Leser nicht allein. Fast zeitgleich mit den Ermittlern kommt der Leser dem wahren Täter auf die Spur. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Das Buch beiseitelegen, würde mit der Höchststrafe belegt werden. Schritt für Schritt schleichen sich Kramer, Zondi und Leser an den neuesten Tatort heran, um den Henker in flagranti zu erwischen. „Sunday Hangman“ ist Nummer Sechs der Reihe um das von Politik gewollt ungleich gehaltene Ermittlerpaar Kramer / Zondi. Nach einem halben Dutzend der spannendsten Krimis, die das Apartheid-Südafrika je gesehen hat, kommt immer noch keine Routine auf. Vielmehr rücken kulturelle Unterschiede und Eigenheiten immer mehr in den Vordergrund.