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Kalender 2021

Kalender 2021 Wilde Tiere

Was ist (nicht nur für Kinder) das Schlimmste am Zoobesuch? Dass er einmal zu Ende ist und der Weg nach Hause das sichere Ende eines ereignisreichen Tages bedeutet. Es gab Zeiten, da wurde diese sichere Erkenntnis um ein weiteres Highlight hinausgezögert. Denn war man dann wieder in den eigenen vier Wänden, wurden diese umgehend mit einem farbenprächtigen Plakat in Übergröße verschönert. Dann strahlten buntgefiederte Papageien von der Wand, jede Schwanzfeder bei genauerem Betrachten ganz deutlich sichtbar. Oder das gefleckte Felle des Leoparden, den man einige Stunden zuvor noch in seiner arenaartigen Umgebung um dessen Geschmeidigkeit bewunderte. Der kolossale Elefant, der freundlich mit dem Kopf nickte, zwinkerte einem nun vor dem Zu-Bett-Gehen zu. Tja, diese Zeiten sind vorbei.

Nicht ganz! Das Jahr 2021 bringt diese kinderaugenleuchtenden Zeiten mit einem Umblättern zurück. Jede Woche ein neues wildes Tier, das im nostalgischen Gewand mehr als nur Wandschmuck ist. Die kurzen Infotexte lassen die Abbildungen lebendig werden, und so ganz nebenbei kann man auch noch den Wochentag ablesen wie es sich für einen Kalender gehört.

Hingucker sind und bleiben aber die wilden Tiere und ihre Darstellung, die den Forschergeist im Betrachter ein ums andere Mal befeuern.

Feinste Pinselstriche lassen das Fell der Giraffe greifbar machen, kunstvoll gesetzte Farbtupfer glänzen auf so manchem Federkleid mit der Sonne um die Wette.

Die historische Darstellung des Nashorns stammt aus einer der berühmtesten Künstlerphantasien: Albrecht Dürer. Er kannte das Rhinocerus nur aus Erzählungen, er hat nie eines gesehen. Dennoch malte er ein Exemplar so detailreich, dass es jahrhundertelang als gegeben angesehen wurde. Erst mir den menschenverachtenden Kolonialshows, einer Art Zirkus, wurde das Abbild eines der Big Five zurechtgerückt.

Doch auch kleinere „Wilde“ erstaunen den Faunafreund. So große Hirschkäfer sieht man in freier Wildbahn nicht. Die Zeichnungen sind so exakt, dass sogar kleinste Härchen zu erkennen sind. Trollige Tiere wie das Gürteltier, imposante Herrscher der Lüfte wie der Königsgeier, wendige Jäger wie die Klapperschlange zeigen das enorme Spektrum, dass Mutter Natur ihren Geschöpfen angedeihen ließ. Die Zeichnungen sind nicht einfach alt und vergilbt. Sie sind Zeugnisse ihrer Zeit und haben seit ihrer Entstehung nichts an Anziehungskraft verloren.

Kalender Berliner Geschichte 2021

Was haben Ely Beinhorn, Jesse Owens und Papst Johannes Paul II. gemeinsam? Im Jahr 2021 denken wir an sie an einem bestimmten Tag. Ende Juni ist es ein Vierteljahrhundert her, dass der Papst die deutsche Hauptstadt besuchte. Im Januar vor neunzig Jahren bestieg Ely Beinhorn ihr Flugzeug, um – nach einem kurzen Zwischenstopp im Schwarzwald – nach siebzig Stunden am Äquator ankam. Für das Jahr 1931 eine erstaunliche Leistung, als Frau eine echte Pionierarbeit zu der Zeit.

Und Jesse Owens? Klar, dass sein Jubiläum nur mit den Olympischen Spielen 1936 zu tun haben kann. Den Hundert-Meter-Lauf, den Sprint über die doppelte Strecke und den Weitsprung hatte er schon mit Olympischen Rekord vergoldet und seine eigene Zielsetzung erfolgreich gestaltet. Am 9. August 1936 setzte er seiner Legende die Krone auf als er mit der 4x100m-Staffel zum vierten Mal Gold gewann. Am Tag zuvor hatte die Staffel im Vorlauf mit glatten vierzig Sekunden den bestehenden Weltrekord egalisiert. Bei angenehmen 22 Grad spurteten Jesse Owens, Ralph Metcalfe, Foy Draper und Frank Wykoff allen andern davon und unterboten ihre Bestmarke vom Vortag noch einmal um zwei Zehntel. Gastgeber Deutschland verbesserte sich gegenüber dem Vortag zwar auch, es reichte dennoch nur für Bronze. Auf der Tribüne schäumte die Lamettafraktion.

Geschichte und geschichtliche Daten waren im Schulunterricht meist eine langweilige Sache, wenn man mit dem Gesicht zur Tafel saß. Dieser Kalender, der von Marc Lippuner mit viel Herzblut gestaltet wurde, ist das komplette Gegenteil. Ob die Eröffnung des Palastes der Republik, dem Tod am Kleinen Wannsee, einem Attentat auf Bismarck oder der Geburt einer der wenigen echten deutschen Legenden – „Berlins janze Jeschichte“ übers Jahr verteilt sichtbar, lesbar, erlebbar.

Woche für Woche bewegt die Berliner das, was in ihrer Stadt vorgeht. Vieles geht im Laufe der Jahre wieder verloren und kommt danke solch eines Kalenders nach und nach wieder ans Tageslicht. Ein Stimmungsfänger für das ganze Jahr!

World of food Kalender 2021

Wenn jemand dicke Backen macht, ist er erstaunt über das Erlebte. Wer die Welt mit dem Gaumen erforscht, hat noch einen Grund mehr dicke Backen zu machen. Er isst dann baff erstaunt!

Wer reist, staunt je nach Reiseart mal mehr, mal weniger über die kulturellen Unterschiede, besonders bei der Nahrungsaufnahme, bei der Zubereitung und bei der Darstellung in den Auslagen. Ein schier unendliches Feld mit roten … ja womit eigentlich? Es ist rot. Aber was ist dieses ES? Es sind Süßigkeiten. In Vietnam. Zum Trocknen in die Sonnen gelegt, damit Kinder – große und kleine – sich später an ihnen laben können und ihnen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird.

Wie Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt, wirkt ein weiteres Kalenderblatt dieses außergewöhnlichen Kalenders. Ein Fischer auf dem Mekong in Thailand. Er wirft sein Netz in den Fluss. Das hat die Form eines riesigen Balles, fast wie ein Erdball. Ein Schnappschuss, der für Innehalten sorgt. Oder ein total überladenes Fahrzeug, das unter der Last der Paprikaschoten einzuknicken droht. Überfluss mal anders. Ganz im Gegensatz zur kontemplativen Stimmung im April. Eine Gruppe von Reisebäuerinnen zieht im Morgengrauen über eine endlos erscheinende Plantage. Das zarte Grün der terrassenförmigen Anbaufläche ist für sie nur Staffage. Für den Betrachter eine Augenweide.

Wer Essen nur als Energiegewinnung betrachtet, wird mit diesem Kalender eines Besseren belehrt werden. Diese Welt des Essens ist eine Welt voller Genüsse. Ob ein Basar, der ohne das Übermaß an Gewürzen nur eine Halle im shabby look wäre oder ein kleiner Laden, der so unscheinbar wirkt, dass man ihn glattweg übersehen könnte, dessen Angebot aber so manches Leckermäulchen ins Schwärmen geraten lässt – hier ist die Welt noch in Ordnung.

Zwölf Kalenderblätter, die intensiv unseren Hunger nähren und stillen zugleich.

Farbwelten Kalender 2021

Das Jahr 2021 wird bunt! Nicht im Vergleich, sondern besonders zu diesem Jahr. So könnte man diesen Kalender jetzt schon als hoffnungsvollen Farbschimmer für ein rotes, grünes, blaues, gelbes, violettes Jahr sehen. Erlebnisse, die an einem haften bleiben, sind mit unseren Sinnen verknüpft. Ein duftendes Mahl, ein knalliger Augenschmaus, ein wohlklingendes Geräusch. Damit verbinden wir schöne Ereignisse, eine gute Zeit.

Als optisch eingestelltes Wesen, was der Mensch nun mal ist, gehört es zum guten Ton (ein Sinn allein kann nicht existieren) ein Farbenspiel als Assoziationsmöglichkeit zu empfinden.

Rot ist eine Signalfarbe. Und so beginnt in diesem Kalender das Jahr 2021 mit eben diesem Alarm. Es sticht ins Auge, ohne Schmerzen zu verursachen. Vielmehr ist es „Hallo-Wach-Erlebnis“, dass das Jahr 2021 einläutet. Weiß und Rot, wobei das Weiß lediglich die Leinwand bildet, um dem Rot den Raum zu geben, den es verdient. In China gilt Rot als Farbe des Lebens. Ein Farbe, die Glück verheißt. Deswegen werden in China zum Neujahrsbeginn auch gern rote Dinge verschenkt. Wer Rot trägt (und zwar so eng am Körper wie möglich), dem wird ein glückliches Jahr beschieden sein. Gerade nach dem Jahr 2020 ein Hoffnungsschimmer, eine Verheißung, ein gutes Omen.

Blau beruhigt das Auge. Kalte Fließenornamente bestimmen den Fortgang des Jahres.

Nicht minder entspannt, doch schon ein wenig lebendiger zeugt der März vom aufziehenden Frühling. Ein Kirchendach, dessen Dachziegel in Gelb, Grün und Schwarz in der Sonne glänzen, lässt den Betrachter die kalte Zeit vergessen.

Vom überbordenden Farbrausch kann man 2021 nicht genug bekommen. Jedes Kalenderblatt zeigt in jeweils drei übereinander gestapelten Bildern die Pracht einer oder mehrerer Farben. Alltägliche Ansichten, die man allzu oft übersieht, weil der Weg nicht als Ziel, sondern als nötiges Übel hingenommen wird. Ein Blick nach Oben, nach Links oder Rechts, manchmal auch nach Unten, fördert so manche Überraschung ans und ins Licht. Mal verträumt, mal nachdenklich, mal melancholisch, mal Abenteuer verheißend. Diese Farbwelten sind eine eigene Welt für sich!