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Wolf und Leonard Erlbruchs Kinderzimmerkalender 2017

Wolf Erlbruchs Kinderzimmerkalender 2017

Alt und Jung, erfahren und neugierig, gelassen und ungestüm – oder einfach Vater und Sohn. Die Reibungspunkte sind genetisch vorgegeben, genauso wie die Beäugung von Anfang an. Das ungleiche und doch so ähnliche Paar zu beobachten, ist immer ein Blickfang. So auch bei Wolf und Leonard Erlbruch. Staffelübergabe inklusive. Denn passend zum Thema wird nun der Filius Kalender beim Peter-Hammer-Verlag gestalten. 2017 ist das Übergangsjahr, in dem beide zusammen ihr Können unter Beweis stellen.

Zwölf Mal darf nun der Betrachter vor den großformatigen Bildern verweilen und kommt schnell ins Nachdenken, nicht Grübeln. Der fürsorgliche Vater, der sich um ein warmes Umfeld für seinen Stammhalter sorgt und auch schon mal vermeintliche Mutteraufgaben übernimmt. Als Dank gibt es dann auch mal Ablehnung – so viel zu den Reibungspunkten. Nachahmer in Kinderschuhen, ein Bild, das man so oder ähnlich schon öfters gesehen hat.

Es ist ein Jahresfest sich diesen Kalender nicht nur als Dekoration ins Zimmer zu hängen. Unweigerlich spinnt man sich seine eigenen Geschichten zusammen. Ein planschender Bärenjunge, Papa Bär hängt am Sprungbrett. Hat der „Alte“ etwa Angst? Dem Jungen freut’s! Und wer‘s nicht gesehen hat, wird’s nicht glauben: Auch Gänse spielen Indianer, so richtig mit Pfeil und Bogen.

Noch nie waren vermenschlichte Tiere so authentisch und ohne Kitsch die bestimmenden Wandelemente. Fernab jedweder Klischees beweist das Vater-Sohn-Gespann Erlbruch, was jahrelanges Zusammenleben und Arbeiten hervorbringen kann. Farbenfroh, ironisch, naiv, lebensfroh, dramatisch – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Vater und Sohn – ein Hingucker für jeden Tag!

Aufbau Literatur Kalender 2017

Aufbau Literatur Kalender

Wie oft würde man gern den richtigen Spruch oder das richtige Wort parat haben, wenn einem wieder mal was gegen den Strich geht. Eine wohlformulierte Phrase, die man seinem Gegenüber selbstbewusst um die Ohren haut. Oder einfach nur einen Leitspruch für den Tag, als Stimmungsaufheller. Seit fünfzig Jahren gibt der Aufbauverlag in diesem Fall wort- und bildreich Unterstützung für das ganze Jahr.

Der Literatur-Kalender strotzt nur so von Weisheiten. Gleich auf dem Deckblatt gibt Margaret Mitchell allen, die gern mal einen erfrischen Kick (was wortwörtlich zu nehmen ist) als Starthilfe benötigen mit auf den Weg. Sie meint, dass wir unser Glückes Schmied sind. Wer wartet, wartet oft vergebens. Nur wir selbst sind für uns verantwortlich.

Ein weiterer, sofort ins Auge fallender Vorteil ist die Tatsache, dass man endlich mal ein Bild von den Verfassern der geistereichen Gedankenblitze hat. Wer weiß schon wie Hunter S. Thompson aussah? Oder Ferenc Molnar? Oder wie die Erstausgabe von beispielsweise Baudelaires „Les Epaves“ gestaltet war.

Immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Dazu eine kurze Geschichte zu den Zeilen: Zu Ende ist das Sinnsuchen. Wohltuend auch die klischeefreie Gestaltung der Wochenblätter. Guiseppe Tomasi di Lampedusa stellt man sich vielleicht mit einem Leoparden vor. Nein, in diesem Kalender dienen Frau und Hunde als dekoratives Beiwerk. Daphne die Maurier kommt strahlend mit ihren drei Kindern und nicht düster und morbide daher.

Auch Geschichtsfaktenfans kommen ganz auf ihre Kosten. Denn an jedem Wochentag sind Geburts- bzw. Sterbedaten berühmter Persönlichkeiten abzulesen. Manch einer scheint schon vollkommen in der Versenkung verschwunden zu sein. Dank des Kalenders taucht er zumindest für einen Tag wieder auf. Und er erinnert an Jahrestage, wie den Todestag von Alfred Döblin, der sich 2017 zum sechzigsten Mal jährt.

Der Kalender verleitet sicher auch so manchen Leseunwilligen wieder mal ins Bücherregal zu greifen und sich das eine oder andere Buch (noch einmal) zur Brust zu nehmen. Und vielleicht entdeckt man darin dann seinen eigenen Kalender mit dem passenden Spruch zur Stimmung des Moments…

Telling Time Kalender 2017

 

Telling Time 2017

Wer (bzw. was), wenn nicht die Zeit, soll uns erzählen? Vom Miteinander der Menschen, Kulturen, Religionen. Mehrdad Zaeri ist Illustrator und mit Marie Wolf hat er dem Buch Martin Bubers „Ich und Du“ ein bzw. vierundzwanzig eindrucksvolle Gesichter gegeben. Zwei Bilder pro Monat, die man selbst wählen kann. Denn jeder Monat wird komplett angezeigt, hat aber zwei Bilder. So kann man jeden zwischen Tagen die Bilder tauschen oder nach zwei Wochen oder oder oder …

Doch der Kalender ist kein reines Tagesanzeigeobjekt mit grafischer Aufarbeitung. Die Bilder sind der Hauptbestandteil des Kunstwerkes. Das Buch „Ich und Du“ stammt aus dem Jahr 1923. Martin Buber war Religionsphilosoph. Ihm ging es um den Dialog der Menschen, um sich kennenzulernen und einander zu verstehen. Denn nur, wer sich mit dem Anderen auseinandersetzt, kann ihn auch verstehen. Wie aktuell das Thema nach fast einhundert Jahren immer noch ist, wird jedem klar, der mit offenen Augen die Welt geht. Selbst die, die Augen vor Vielem verschließen dürfte das klar sein.

Mit jedem Umblättern – ob nun jeden Tag oder im Wochenrhythmus – wird dem Dialog ein Bildstatement gesetzt. Der gebürtige Iraner Mehrdad Zaeri und Marie Wolf, die in Berlin Kommunikationsdesign studierte, setzen Textpassagen aus „Ich und Du“ in Bilder um. Mit jedem Betrachten kommt man der Thematik näher. Immer wieder entdeckt man neue Facetten des Themas und setzt sich so mal bewusst, mal unterschwellig damit auseinander.

Flucht und Vertreibung sind mehr als nur ein Sommerthema, um die Saure-Gurken-Zeit zu überbrücken. Für aktive Politiker ist es die Herausforderung, die sie mehr oder weniger gut annehmen (können). Es ist Wahlkampfthema, Populismusfutter und der Grund für Zerwürfnisse ungeahnten Ausmaßes.

Da tut es gut, wenn Künstler wie Mehrdad Zaeri und Marie Wolf leise Töne anschlagen. Siepoltern nicht gleich los, schwingen nicht einmal ansatzweise die Radikalenkeule, sondern beweisen einmal mehr, dass die Feder um einiges schwerer wiegt als die Axt. Mit unterschiedlichen Stilen, sofern ein Laie das beurteilen kann, mal karikaturistisch, mal farbenfroh, mal bunt, mal strikt in Schwarz und Weiß interpretieren sie die abgedruckten Auszüge aus „Ich und Du“. In jedem Bild werden ganze Romane erzählt. Picknick im Wald, Flussfahrten, Kaffeepausen – das Zusammenleben findet nicht nur statt, wenn man es benennen kann. Keine Angst vor großen Tieren! Jeder, egal wer er ist, woher er kommt, was er vorhat, ist es wert, dass man sich mit ihm beschäftigt. So sollte man auch diesen Kalender eine Chance geben. Nicht jeden Tag wird man minutenlang davor verharren und sich fragen, was der Künstler damit aussagen wollte. Aber wenn man nur einmal pro Bild kurz innehält und in die Welt von Mehrdad Zaeri und Marie Wolf eintaucht, wird man merken, dass Kunst doch nicht so unverständlich ist wie sie oft verschrien wird.

101 Stockholm

101 Stockholm

Stockholm übt eine sagenhafte Faszination aus. Sie gehört nicht unbedingt zu den Hauptstädten der Welt, die man als erstes Reiseziel auf dem Schirm hat. Doch ist es mehr als wert besucht zu werden. Hat man die „angesagten Hauptstädte“ wie London, Paris und Amsterdam schon besucht, rückt die schwedische Hauptstadt ganz schnell um einige Plätze auf der Wunschliste nach vorn. Auch wenn man noch nicht so viel weiß über Gamla Stan, Riddarholmen und Strömsborg weiß man, dass man sich nicht als Weltenbummler bezeichnen darf, wenn man Stockholm nicht einmal live gesehen hat. Doch wo anfangen?
Die 101er-Reihe von Iwanowski’s bietet da mehr als nur einen Appetitanreger. Der Name ist Programm – einhundertundeinen Tipp für die Hauptstadt der Schweden, die auf vierzehn Inseln jeden Besucher verzaubern wird. Schon beim ersten Überlesen der generell auf zwei Seiten verteilten Tipps steigert sich das verlangen Stockholm nun endlich aufsaugen zu können. Auch wer nicht die Regenbogenpresse zur Pflichtlektüre erkoren hat, nicht die Promi- und Klatschsendungen im Fernsehen verfolgt, kennt die royale Pracht Schwedens. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass nicht über Hochzeiten, Taufen oder gar Skandale berichtet wird. Umso logischer ist es, dass auch dieses Buch sich gleich zu Beginn mit den Bernadottes die Krone aufsetzt. Gamla Stan heißt der Stadtteil, den es zu erkunden gilt. Und da sich nicht alles auf zwei Buchseiten erzählen lässt, sind es gleich drei Kapitel, die sich diesem Fleckchen Stockholm widmen.
Klar strukturiert liest man sich durch die schönsten Ecken der Stadt. Kurze und längere Spaziergänge werden von Kunst und Kultur, Aussichtspunkten, architektonischen Highlights über Wasserwege bis hin zu ausgiebigen Shoppingtouren erläutert. Man muss nicht das ganze Buch durchleben – Stockholm ist zwar nicht sehr groß, umso größer die Chance letztendlich doch alles im Buch erwähnte zu sehen – doch sollte man Stockholm nicht ohne Reiseband erkunden. Es könnte so manches „vergessen werden“. Wie der Skogskyrkogården, der Waldfriedhof. Seit über zwanzig Jahren ist er Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Oder Fläderholmarna, der Mini-Archipel rund eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt. Ein Ort mit promillehaltiger Tradition. Sozusagen ein absolutes Ereignis. Kenner wissen jetzt Bescheid! Gemächlicher geht es auf dem Mälarsee zu. Kanuten finden hier ideale Bedingungen für ihr Hobby.
Das sind nur drei willkürlich ausgesuchte Orte, die man in Stockholm erleben kann. Auf eigene Faust in die Fußstapfen von Eroberern zu treten, tut jeder Reise gut. Doch dazu ist Planung erforderlich. Was nach Arbeit klingt, wird mit diesem Buch zum Erlebnis! Kurze, knackige Texte versprühen schon vor Reiseantritt Leidenschaft und einzigartige Erinnerungen. Es ist schon fast so als ob man gar nicht mehr nach Stockholm müsste, so umfang- und abwechslungsreich ist dieser Reiseband. Das wäre allerdings ein Fehler! Denn Stockholm selbst ist der einzige Ort, der dem Buch das Wasser reichen kann!

Archäologischer Kalender 2017

Archäologischer Kalender 2017

Aller guten Dinge sind drei. Zum dritten Mal in diesem Jahrtausend ist die Jahreszahl eine Primzahl. Grund genug, um das ganze Jahr vorzüglich durch die Wissenschaften zu schreiten. Wie wär’s mit Geschichte? Der Archäologische Kalender aus dem Philipp von Zabern Verlag ist seit Jahren ein zuverlässiger Partner in Sachen Wissensvermittlung, Geschichtswahrwerdung und Innendekoration. Wieder drei Dinge …

Tibetische Gottheiten, Aquarelle von griechischen und italienischen Vasen und Goldketten lassen das Jahr mit der ganzen Pracht und Handwerkskunst vergangener Tage, Jahre, Jahrhunderte beginnen. Kein billiger Touri-Schrott, denn man im Urlaub noch chic findet und zuhause dann einstauben lässt. Echte Schätze, nicht nur materiell. Die Rückseiten der Kalenderblätter geben den wahren Wert der Abbildungen preis. Kleine Geschichten aus der Geschichte der geschichtsträchtigen Fundstücke. Wieder drei – dreimal Geschichte…

Aus allen Ecken der Erde kommen die Ausstellungsobjekte, die in diesem Kalender eindrucksvoll in Szene gesetzt werden und so manche Urlaubsplanung um den einen oder anderen Museumsbesuch bereichern werden. Nigeria, Tibet, Kreta in den Museen in Köln, Paris, Teheran. Sie wurden aus Ton, Gold und Kupfer gefertigt, um Göttern zu huldigen, Auftraggeber zufrieden zu stellen oder den Alltag zu erleichtern.

Die Bandbreite der Dinge in diesem Kalender ist so breitgefächert wie die Menschheitsgeschichte. Es ist schwer sich auf eine Lieblingsseite (jeweils für zwei Wochen) festzulegen.

2017 ist ausnahmsweise kein Jahr mit großen sportliche Ereignissen wie Olympischen Spielen oder Fußball-Meisterschaften (abgesehen von der Frauen-Fußball-EM in den Niederlanden), auch wenn das Titelbild etwas anderes vermuten lässt. In Deutschland steht Martin Luther im Mittelpunkt des Feierjahres. Den „Luthereffekt“ beleuchtet dabei das Deutsche Historische Museum in Berlin (ab dem 12. April 2017), passend dazu ein Bild in der Kalender-Doppel-Woche vom 3. bis 16. April 2017, das den Reformator im Kreis von Gleichgesinnten zeigt. Das Bild ist mehr Wunschdenken des unbekannten Künstlers als Realität. Denn – so erfährt man auf der Rückseite – unterschiedliche Generation und Herkunft führten oft zu Zerwürfnissen.

Einmal mehr beweist der Archäologische Kalender, dass Geschichte nicht mit staubtrockener Faktensammlung zu tun hat, sondern bildgewaltige reisen bedeuten kann. Es ist wie eine nicht enden wollende Weltreise, von Kontinent zu Kontinent, von Zeitalter zu Zeitalter, von Ahhhs zu Ohhs. Und das mehr als nur dreimal…

Schmetterlingskalender 2017

Schmetterlingskalender

Woran soll man nur erkennen, dass der Wonnemonat Einzug gehalten hat? An den vielen Feiertagen? Das könnte auch ein anderer Monat sein. Wer die Augen offen hält und ein wenig Sinn für das Farbenspiel der Natur hat, bemerkt die vielen bunten flatternden Leichtgewichte der Lüfte. Die Schmetterlinge sind zurück und mit ihnen der Frühling und der Sommer. Die meisten der zerbrechlichen Geschöpfe beginnen ab Mai ihren Tanz.

Die schönsten von Ihnen allerdings sind ganzjährig zu sehen. Das ganze Jahr 2017 hindurch. Das Farbenspiel, schier unendliche Formenreichtum und natürlich die fast schon romantische Darstellungsform lassen schon in den ersten Kalenderwochen den Frühling herbeisehnen. Es sind nicht nur die beeindruckenden Stiche und Lithografien, die Einen in ihren Bann ziehen. Es sind auch die kleinen Begleittexte. Ein Hauch von großer weiter Welt umweht den Betrachter, wenn er liest, dass beispielsweise der Odysseusfalter in Australien und Neuguinea beheimatet ist. Koffer packen? Dann verpasst man die nächsten Seiten, und auch die nächsten Reiseziele. Indien, Indonesien, Mittelamerika gilt es ebenso „schmetterlingskundlerisch“ zu erkunden wie es Wochen im Jahr gibt.

Jede Woche bringt einen neuen Schmetterling und eine neue Sehnsucht, ein Stück vom Sommer, von fremden Ländern in die heimischen Stuben. Mal fast kitschig bunt, mal nüchtern sachlich – der Kalender macht von allein auf sich aufmerksam. Verblüffend welch Farbenreichtum allein Gelblinge aufwiesen können. Von blassem gelb über saftiges obstgelb und dunkelgelb bis ins tiefste orange hinein: Alles Gelblinge, die über den gesamten Erdball verstreut leben.

Aber wollen wir Mitteleuropäer uns nicht grämen, weil es in Sri Lanka und der Mongolei so vielfältige Schmetterlinge gibt. Das Tagpfauenauge muss sich nicht verstecken. Und sie sind oft anzutreffen, selbst dort, wo Pragmatismus und Ordnung herrschen (sollten): Im Keller. Denn sie lieben es dunkel und feucht. Beim nächsten Mal also nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Schmetterlingskucken in den Keller gehen!

Das Jahr 2017 wird bunt und flatterhaft – es liegt an jedem selbst, was er daraus macht!

Paris Kalender 2017

Paris s-w

Quadratisch, praktisch, gut – nicht nur irgendein Werbespruch, der zwar nicht auf Paris zutrifft, jedoch auf die Art-12-Collection. Und auf diesen Paris-Kalender im Besonderen. Es gibt so viele Attribute, die auf Paris zutreffen, so viele Beinamen, die die Stadt schon erhalten hat, fehlt eigentlich nur noch einer: Kalender-Hauptstadt der Welt. Kaum eine andere Stadt wird so oft auf Kalendern verewigt wie Paris. Es bietet sich aber auch an. Dieses Modell zeigt die gesamte Spannweite der Motive: Vom Riesenrad am Place de la Concorde, über Sacre-Cœur bis hin zu Eiffelturm und Notre-Dame. Das Besondere des Kalenders liegt nicht an der Motivauswahl, es sind die Einstellungen, die Blickwinkel und die detaillierte Wiedergabe der Orte, die man unbedingt sehen muss, die man gesehen hat und die man immer wieder besuchen will. Schon beim Titelbild rätselt man von wo aus dieses Bild gemacht wurde. Ein Wohnhaus – mehrere Etagen – das unter dem Eiffelturmbogen zu verschwinden scheint. Es ist natürlich eine Fotomontage. Aber so gut gemacht, dass man es als gegeben hinnehmen kann.

Real ist der Blick von Notre Dame an einem Wasserspeier vorbei über die Seine bis hin zum Eiffelturm. Und zwar so scharf, dass man fast die Marke der Schuhe der Parkbankbenutzer sehen kann. Die wahre Kunst der Fotografie besteht im Handwerk. Einen Wasserspeier kann jeder fotografieren. Aber kleine Risse, feinste Ziselierungen, Kanten und Konturen, dazu noch in schwarz-weiß, das kann nicht jeder.

Ach ja, ein paar Kalendertage sind auch noch abgedruckt. Die werden fast übersehen bei so viel Detailreichtum der Bilder. Jetzt braucht man nur noch einen Stift, zieht einen Strich quer über die Kalendertage und schreibt ganz groß darüber P-A-R-I-S!

Reiseträume …rund um die Welt

Reiseträume rund um die Welt

Das ist der Kalender für die ganz Mutigen! Jede Woche ein anderes Reiseziel, das man schon immer sehen wollte. Und das dann auch noch solch kraftvollen Bildern! Und das Jahr beginnt schon zu Weihnachten in diesem Jahr! Erste Seite und nur ein Tag für 2017. Was überhaupt nicht schlimm ist. Schlimm ist nur, dass das Bild des ersten Kalenderblattes nicht einfach mal so zu erreichen ist. Einen halben Tag ist man da schon unterwegs. Reine Flugzeit, wohlgemerkt! Bolivien, Salar de Uyuni, die größte Salzpfanne der Welt. Sieht aus wie Schneehügel, sind aber Salzberge. Wer es winterlicher mag und braucht, muss umblättern. Auf den norwegischen Lofoten bekommt der Wintersuchende, was er sich erhofft. Schnee, Eis, prrr – ein Gefühl von Kälte, lauschiger Kälte, die einen – je nach Natur – in die Landschaft oder vor den Kamin treibt. Vor Letzterem kann man schon mal einen Blick in die Zukunft werfen. Und die hält folgende Reiseziele parat: Myanmar, Irland, Montenegro, Costa Rica, Marokko, New Mexico. Na das ist doch mal eine Reise, oder?! Wie vom Feuer gemalte Berggipfel in Chile, ein wie für diesen Kalender entworfenes andalusisches Bergdorf, geschickt illuminierte Stadtansichten der vereinigten Arabischen Emirate. Man hört schon die Aahhhs und Oohhhs beim Durchblättern des Kalenders.

Zur Beruhigung des Reisefiebers gibt‘s auf der Rückseite jeweils eine komplette Rätselseite mit Sudoku und Kreuzworträtsel.

Achtsamkeit

Achtsamkeit

Das Jahr mit einem oder mehreren guten Vorsätzen beginnen, gehört einfach dazu. Genauso wie das Verleugnen selbiger, sobald der Alltag wieder eingekehrt ist. Was hat man doch gleich zu Beginn sich vorgenommen? Vergessen! Is auch egal. Oder doch nicht?! Hätte man sich zwischen Sekt, Böllerei und Völlerei doch mal die eine oder andere Idee aufgeschrieben. Dann könnte man jetzt nachschlagen.

Ein Vorsatz war bestimmt ein besserer Umgang mit den Menschen und sich selbst. Dieser Kalender erinnert einen jede Woche mit einem anderen Spruch daran wie verletzlich der Mensch, seine Umwelt und die Wechselbeziehungen sind. Gelassener den Alltag gestalten, besonnen agieren oder einfach mal zuhören. Das Besondere an diesem Kalender sind nicht die Sprüche an sich. Die gibt es zuhauf auf unzähligen Kalendern. Auf  der Rückseite werden die Weisheiten in den richtigen Kontext gesetzt. Denn wer am frühen Morgen noch etwas schlaftrunken sich mit Jahrhunderte alten Sätzen beschäftigen muss ohne an die Hand genommen zu werden, ist verloren. Und dann ist es wie jedes Jahr: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?!

Selbstreflexion ist nichts mit dem man fahrlässig umgeht. Doch zwischen Optimierung und den täglichen Pflichten wird sie oft in den Hintergrund gedrängt. Geduld haben mit jedem Tag des Lebens haben, ist eine Weisheit aus dem fernen Osten. Das soll nicht bedeuten, erst dann zur Arbeit zu erscheinen, wenn es einem passt. Es ist auch die Aufforderung sich Gewohnheiten entgegenzustellen, den eigenen Denkkreis zu erweitern und somit sich stets neuen Herausforderungen zu stellen.

Der Tischkalender „Achtsamkeit“ ist kein Lehrer, der zur Achtsamkeit ermahnt. Er hält dazu an mit offenen Augen durchs Leben zu schreiten. Gegebenes muss nicht immer in diesem Status verweilen. Das, was da ist, ist der Startpunkt, nicht der Weg oder das Ziel. Und am Ende des Jahres kann man getrost sich neue Vorsätze vornehmen. Denn im vergangenen Jahr hat es ja ganz gut geklappt…

Kalender Kinderlieblinge

2014 Kinderlieblinge

Neugierig reckt der kleine pelzige Freund aus dem Erdreich seine Nase gen Himmelblau. Es duftet nach Frühling, nach Abenteuer, nach mehr. Kurz zuvor waren noch Elefanten auf Skiern unterwegs und sausten die Pisten vor dem grandiosen Panorama der Schweizer Alpen hinunter. Im Hintergrund ganz klar zu erkennen: Das Waldhaus Maria-Sils, in dem sich schon Thomas Mann oder Friedrich Dürrenmatt erholten. Und was macht denn das Schwein da? Bringt die Toilette zum Schäumen – das darf doch wohl … Die Zeichnungen in diesem zauberhaften Kalender mit den Kinderlieblingen des Diogenes-Verlages laden zum Geschichten ausdenken ein. Monster, Könige und andere Gestalten aus den Federn und Pinseln von unter anderem Tatjana Hauptmann, Tomi Ungerer oder Jean-Jacques Sempé zaubern ein Lachen in die Gesichter der Kleinen. Und der Großen auch, weil sie sehen, dass die Helden ihrer Kindheit immer noch die gleiche Wirkung haben „wie damals“, als man selber noch auf dem Arm der Mutter die Bilder an der Wand erkunden durfte. Ein großes Stück Nostalgie und Erzählkunst, das jede Wand verschönert.